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<title>Medizinische Fakultät</title>
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<dc:date>2026-06-10T17:00:57Z</dc:date>
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<item rdf:about="https://hdl.handle.net/20.500.11811/14190">
<title>Digital Humanism, Digital Nudging and the Scientific Basis of Free Will</title>
<link>https://hdl.handle.net/20.500.11811/14190</link>
<description>Digital Humanism, Digital Nudging and the Scientific Basis of Free Will
Braganza, Oliver; Schultz, Johannes
Ilievska, Ana
Digital humanism, and in particular digital nudging, is reigniting old debates about free will. The reason is that digital technologies are continuously uncovering ways to influence our behavior and beliefs without our full conscious perception and control. The increasing potential for digital nudging has furnished what could be cast as two opposing visions for digital humanism. One side argues nudging is inevitable and we should deemphasize free will to promote humanist goals. The other side insists that humanism requires emphasizing free will and constraining nudging. We suggest that the normative arguments of both sides have merit and the apparent contradiction can be resolved by a modern scientific understanding of free will. Such an understanding casts free will as an emergent phenomenon, arising from the continuous interaction of indeterministic and deterministic processes in a temporally recursive loop. The resulting model, which we label the temporally recursive two-stage model suggests free will is a graded, temporally unfolding, and partially social phenomenon. It acknowledges that both nature and nurture shape our behavior, character and will, but reasserts freedom as the ability of our emergent selves to become aware of, and cumulatively affect, this shaping. The upshot is that it is no longer sufficient to assume we are free unless we are being intentionally manipulated. Instead, asserting free will in a digital era must increasingly mean to judge the nudge.
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<dc:date>2026-01-01T00:00:00Z</dc:date>
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<item rdf:about="https://hdl.handle.net/20.500.11811/14183">
<title>Analyse des Einflusses von MTSS1 auf Entwicklung, Organisation und Funktion ependymaler Zilien der Maus</title>
<link>https://hdl.handle.net/20.500.11811/14183</link>
<description>Analyse des Einflusses von MTSS1 auf Entwicklung, Organisation und Funktion ependymaler Zilien der Maus
Kalthoff, Barbara
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Untersuchung der Bedeutung des Proteins MTSS1 (Metastasis Suppressor 1) in ependymalen Zellen und fragt, inwieweit dieses Protein die Entwicklung, Organisation und Funktion motiler Zilien im Ventrikelsystem des Gehirns beeinflusst. Ausgangspunkt der Untersuchungen war die Beobachtung vergrößerter Hirnventrikel bei &lt;em&gt;Mtss1&lt;/em&gt;-defizienten Mäusen. Da Defekte ependymale Zilien mit Störungen der Liquordynamik und der Entstehung eines Hydrozephalus in Zusammenhang gebracht werden, wurde die Bedeutung von MTSS1 für die ependymale Zilienentwicklung und den zilienvermittelten Flüssigkeitstransport untersucht. &lt;br/&gt;&#13;
Mittels immunhistochemischer und immunfluoreszenter Verfahren konnte zunächst gezeigt werden, dass &lt;em&gt;Mtss1&lt;/em&gt; in ependymalen Zellen exprimiert wird. In primären Ependymzellkulturen von &lt;em&gt;Mtss1&lt;/em&gt;-Knockout-Mäusen zeigte sich im Vergleich zu Wildtyp-Tieren eine verminderte Ziliendichte sowie eine veränderte Zellgrößenverteilung, was auf eine Beteiligung von MTSS1 an Differenzierungs- und Organisationsprozessen ependymaler Zellen hinweist.  Rasterelektronenmikroskopische Untersuchungen bestätigten darüber hinaus morphologische Veränderungen der ependymalen Auskleidung der Ventrikel. &lt;br/&gt;&#13;
Zur funktionellen Analyse des Zilienschlags wurde der oberflächennahe Flüssigkeitstransport in Präparaten der Lateralventrikel anhand fluoreszenter Mikrobeads untersucht. Dabei zeigte sich bei &lt;em&gt;Mtss1&lt;/em&gt;-defizienten Mäusen ein weniger gerichteter Flüssigkeitstransport als bei Wildtyp-Tieren. Ergänzend erfolgte eine MRT-basierte Analyse des Ventrikelvolumens, die eine Vergrößerung der Lateralventrikel bei &lt;em&gt;Mtss1&lt;/em&gt;-defizienten Mäusen nachweisen konnte. &lt;br/&gt;&#13;
Die Ergebnisse dieser Arbeit liefern Hinweise darauf, dass MTSS1 eine wichtige Rolle für die regelrechte Entwicklung und Organisation ependymaler Zilien spielt. Die beobachteten strukturellen Veränderungen des Ependyms sowie die Beeinträchtigung des gerichteten Flüssigkeitstransports könnten zu den Veränderungen der Ventrikelmorphologie beitragen. Die vorliegenden Befunde erweitern damit das Verständnis der Funktion von MTSS1 im zentralen Nervensystem und unterstreichen die Bedeutung ziliärer Mechanismen für die Aufrechterhaltung der Liquorhomöostase.
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<dc:date>2026-06-02T00:00:00Z</dc:date>
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<item rdf:about="https://hdl.handle.net/20.500.11811/14177">
<title>Biomarker zur Einschätzung der residualen Nierenfunktion und zur Prognose kardiovaskulärer Ereignisse bei Patienten mit terminaler Nierenkrankheit</title>
<link>https://hdl.handle.net/20.500.11811/14177</link>
<description>Biomarker zur Einschätzung der residualen Nierenfunktion und zur Prognose kardiovaskulärer Ereignisse bei Patienten mit terminaler Nierenkrankheit
Schwab, Sebastian
Der Zusammenhang zwischen Restnierenfunktion und verbesserter Überlebensrate bei Dialysepatienten ist seit Jahrzehnten gut belegt. Eine Restnierenfunktion, unabhängig ihres Ausmaßes, trägt zur Elektrolytregulierung, Volumenkontrolle, Erythropoetinbildung und Clearance gelöster Moleküle unterschiedlicher Größe bei und ist in der Entfernung der Moleküle mit großer Molekülgröße der Entfernung durch die Dialyse deutlich überlegen. &lt;br/&gt;&#13;
Die Bestimmung der Restnierenfunktion über Clearance-Messungen erfordert eine Urinsammlung und ist im klinischen Alltag oftmals fehlerbehaftet. &lt;br/&gt;&#13;
Wir haben in den vorgelegten Arbeiten Beta-Trace Protein als zuverlässigen endogenen Biomarker identifiziert, da er kaum von den üblichen Determinanten der Nierenersatztherapie abhängt und allenfalls im Rahmen einer Behandlung mittels Hämodiafiltration moderat eliminiert wird. Bei Peritonealdialysepatienten konnten wir zeigen, dass Beta-Trace Protein aufgrund seiner peritonealen Elimination ebenfalls anderen Markern der Nierenfunktion überlegen ist und Veränderungen von Beta-Trace Protein auch Veränderungen der Restdiurese widerspiegeln können. Für intensivstationäre Patienten unter kontinuierlicher Nierenersatztherapie konnten wir Hinweise generieren, die eine Verlaufsbeurteilung einer akuten Nierenfunktionseinschränkung durch wiederholte Messungen von Serum Beta-Trace Protein ermöglicht. &lt;br/&gt;&#13;
Angesichts der Bedeutung der Restnierenfunktion und ihres Rückgangs, müssen wir die Faktoren besser verstehen, die den Verlust der residualen Nierenfunktion bei Dialysepatienten vorhersagen können. Eine Behandlung mit Inhibitoren des RAAS-Systems gilt als die wirksamste Strategie zur Erhaltung der Restnierenfunktion in Dialysepatienten. Wir konnten eine negative Assoziation von DKK-3 im Urin mit einer RAAS-Blockade zeigen. Nach unserer systematischen Charakterisierung von DKK-3 in einer Kohorte von Peritonealdialysepatienten sollte nun untersucht werden, ob DKK-3 zusätzlich zur GFR und Proteinurie den Erhalt der Restnierenfunktion vorhersagen kann. &lt;br/&gt;&#13;
In Zukunft müssen einfache Methoden zur Einschätzung der Restnierenfunktion standardisiert werden, um eine regelmäßige Einschätzung der Patienten zu ermöglichen, die noch Urin ausscheiden. Davon ausgehend müssen Therapien und Strategien für den Erhalt der Restnierenfunktion bei Dialysepatienten erarbeitet werden. &lt;br/&gt;&#13;
Keine Strategie für den Erhalt der Eigennierenfunktion bei Dialysepatienten wird so gut wie eine Nierentransplantation sein. Eine Nierentransplantation senkt das Risiko kardiovaskulärer Erkrankungen im Vergleich zu einer Dialyse, jedoch besteht bei den Patienten nach Transplantation im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung ein höheres Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen. Patienten, die auf der Warteliste zu einer Organtransplantation stehen, werden im Rahmen von strukturierten Vorsorgeuntersuchungen hinsichtlich ihres kardiovaskulären Risikos untersucht. Diese Untersuchungen spiegeln jedoch nicht das Risiko zum unmittelbaren Transplantationszeitraum wider. Es bedarf daher neben den gängigen apparativen und invasiven Verfahren auch einfacher Möglichkeiten, dass kardiovaskuläre Risiko zum Transplantationszeitpunkt einzuschätzen. &lt;br/&gt;&#13;
Wir haben mit NT-proBNP und Beta-Trace Protein zwei einfach zu bestimmende endogene Biomarker eingeführt und konnten zeigen, dass diese abhängig ihrer Konzentration zum Transplantationszeitpunkt mit kardiovaskulären Endpunkten assoziiert sind. &lt;br/&gt;&#13;
Zusammenfassend erweitern die hier vorgelegten Arbeiten das Verständnis und die diagnostischen Möglichkeiten für eine Einschätzung und Prognose der Restnierenfunktion bei Dialysepatienten. Zudem wurden Biomarker vorgestellt, die zur Stratifizierung des kardiovaskulären Risikos nach Nierentransplantation beitragen. Es wird mutmaßlich niemals den perfekten Biomarker geben, der jeden Patienten in jedem Krankheitsstadium verlässlich abbilden kann. Es wird entscheidend sein, zukünftig validierte Grenzwerte und Strategien zu implementieren, die eine Einschätzung und Prognose der Restnierenfunktion wie auch des Risikos nach Transplantation erlaubt. &lt;br/&gt;&#13;
Biomarker können hier eine verlässliche und kostengünstige Ergänzung sein, um die Behandlung terminal nierenkranker Patienten zu verbessern und Dialyseeffizienz zu steuern.
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<dc:date>2026-05-29T00:00:00Z</dc:date>
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<item rdf:about="https://hdl.handle.net/20.500.11811/14170">
<title>Durchführbarkeit einer multi-sensorischen Stimulation auf der Intensivstation zur Vermeidung von postoperativem Delir bei älteren Menschen</title>
<link>https://hdl.handle.net/20.500.11811/14170</link>
<description>Durchführbarkeit einer multi-sensorischen Stimulation auf der Intensivstation zur Vermeidung von postoperativem Delir bei älteren Menschen
Knülle, Niko
Das postoperative Delir (POD) stellt insbesondere bei älteren Patienten nach herzchirurgischen Eingriffen eine häufige und klinisch relevante Komplikation dar. Bei fehlender effektiver pharmakologischer Therapie gewinnen zunehmend Alternativen an Bedeutung. Ziel der vorliegenden DREAM-Studie war es, die Durchführbarkeit einer multisensorischen Stimulation (MSS) auf einer herzchirurgischen Intensivstation zu untersuchen und mögliche Effekte auf Wohlbefinden, Patientenzufriedenheit und Delirsymptome zu erfassen. &lt;br/&gt;&#13;
In die monozentrische Feasibility-Studie wurden zwischen Juni und Dezember 2022 insgesamt 50 Patienten über 65 Jahre nach elektiven herzchirurgischen Eingriffen eingeschlossen. Die MSS wurde innerhalb der ersten 72 postoperativen Stunden durchgeführt und umfasste visuelle sowie akustische Reize mittels Lichtprojektionen, LED-Elementen und Musik. Vor und nach der Anwendung erfolgten die Erhebung des CAM-ICU, des RASS-Scores, der Vitalparameter sowie die Befragung der Patienten und des Pflegepersonals anhand standardisierter Fragebögen. &lt;br/&gt;&#13;
Die durchschnittliche Anwendungsdauer betrug 32,1 &amp;plusmn; 10,5 Minuten. Die Mehrheit der Patienten berichtete nach der MSS über eine verbesserte Entspannung, bessere Stimmung sowie ein gesteigertes Ruhe- und Wohlbefinden. 74 % der Patienten fühlten sich nach der Anwendung ruhiger und entspannter. Alle befragten Pflegekräfte bewerteten die MSS positiv und befürworteten eine häufigere Anwendung auf Intensivstationen. Bei 18 % der Patienten lag initial ein postoperatives Delir vor. Einzelne delirante Patienten zeigten nach der MSS Verbesserungen im CAM-ICU, RASS-Score und der Kommunikationsfähigkeit. Signifikante Veränderungen der Vitalparameter konnten nicht nachgewiesen werden. &lt;br/&gt;&#13;
Die Ergebnisse zeigen, dass die multisensorische Stimulation auf einer herzchirurgischen Intensivstation praktikabel durchführbar ist und von Patienten sowie Pflegepersonal positiv wahrgenommen wird. Hinweise auf einen möglichen positiven Einfluss auf Delirsymptome sollten in größeren kontrollierten Studien weiter untersucht werden.
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<dc:date>2026-05-27T00:00:00Z</dc:date>
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