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<title>Fakultäten der Universität Bonn</title>
<link>https://hdl.handle.net/20.500.11811/59</link>
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<pubDate>Sun, 31 May 2026 13:58:03 GMT</pubDate>
<dc:date>2026-05-31T13:58:03Z</dc:date>
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<title>Biomarker zur Einschätzung der residualen Nierenfunktion und zur Prognose kardiovaskulärer Ereignisse bei Patienten mit terminaler Nierenkrankheit</title>
<link>https://hdl.handle.net/20.500.11811/14177</link>
<description>Biomarker zur Einschätzung der residualen Nierenfunktion und zur Prognose kardiovaskulärer Ereignisse bei Patienten mit terminaler Nierenkrankheit
Schwab, Sebastian
Der Zusammenhang zwischen Restnierenfunktion und verbesserter Überlebensrate bei Dialysepatienten ist seit Jahrzehnten gut belegt. Eine Restnierenfunktion, unabhängig ihres Ausmaßes, trägt zur Elektrolytregulierung, Volumenkontrolle, Erythropoetinbildung und Clearance gelöster Moleküle unterschiedlicher Größe bei und ist in der Entfernung der Moleküle mit großer Molekülgröße der Entfernung durch die Dialyse deutlich überlegen. &lt;br/&gt;&#13;
Die Bestimmung der Restnierenfunktion über Clearance-Messungen erfordert eine Urinsammlung und ist im klinischen Alltag oftmals fehlerbehaftet. &lt;br/&gt;&#13;
Wir haben in den vorgelegten Arbeiten Beta-Trace Protein als zuverlässigen endogenen Biomarker identifiziert, da er kaum von den üblichen Determinanten der Nierenersatztherapie abhängt und allenfalls im Rahmen einer Behandlung mittels Hämodiafiltration moderat eliminiert wird. Bei Peritonealdialysepatienten konnten wir zeigen, dass Beta-Trace Protein aufgrund seiner peritonealen Elimination ebenfalls anderen Markern der Nierenfunktion überlegen ist und Veränderungen von Beta-Trace Protein auch Veränderungen der Restdiurese widerspiegeln können. Für intensivstationäre Patienten unter kontinuierlicher Nierenersatztherapie konnten wir Hinweise generieren, die eine Verlaufsbeurteilung einer akuten Nierenfunktionseinschränkung durch wiederholte Messungen von Serum Beta-Trace Protein ermöglicht. &lt;br/&gt;&#13;
Angesichts der Bedeutung der Restnierenfunktion und ihres Rückgangs, müssen wir die Faktoren besser verstehen, die den Verlust der residualen Nierenfunktion bei Dialysepatienten vorhersagen können. Eine Behandlung mit Inhibitoren des RAAS-Systems gilt als die wirksamste Strategie zur Erhaltung der Restnierenfunktion in Dialysepatienten. Wir konnten eine negative Assoziation von DKK-3 im Urin mit einer RAAS-Blockade zeigen. Nach unserer systematischen Charakterisierung von DKK-3 in einer Kohorte von Peritonealdialysepatienten sollte nun untersucht werden, ob DKK-3 zusätzlich zur GFR und Proteinurie den Erhalt der Restnierenfunktion vorhersagen kann. &lt;br/&gt;&#13;
In Zukunft müssen einfache Methoden zur Einschätzung der Restnierenfunktion standardisiert werden, um eine regelmäßige Einschätzung der Patienten zu ermöglichen, die noch Urin ausscheiden. Davon ausgehend müssen Therapien und Strategien für den Erhalt der Restnierenfunktion bei Dialysepatienten erarbeitet werden. &lt;br/&gt;&#13;
Keine Strategie für den Erhalt der Eigennierenfunktion bei Dialysepatienten wird so gut wie eine Nierentransplantation sein. Eine Nierentransplantation senkt das Risiko kardiovaskulärer Erkrankungen im Vergleich zu einer Dialyse, jedoch besteht bei den Patienten nach Transplantation im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung ein höheres Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen. Patienten, die auf der Warteliste zu einer Organtransplantation stehen, werden im Rahmen von strukturierten Vorsorgeuntersuchungen hinsichtlich ihres kardiovaskulären Risikos untersucht. Diese Untersuchungen spiegeln jedoch nicht das Risiko zum unmittelbaren Transplantationszeitraum wider. Es bedarf daher neben den gängigen apparativen und invasiven Verfahren auch einfacher Möglichkeiten, dass kardiovaskuläre Risiko zum Transplantationszeitpunkt einzuschätzen. &lt;br/&gt;&#13;
Wir haben mit NT-proBNP und Beta-Trace Protein zwei einfach zu bestimmende endogene Biomarker eingeführt und konnten zeigen, dass diese abhängig ihrer Konzentration zum Transplantationszeitpunkt mit kardiovaskulären Endpunkten assoziiert sind. &lt;br/&gt;&#13;
Zusammenfassend erweitern die hier vorgelegten Arbeiten das Verständnis und die diagnostischen Möglichkeiten für eine Einschätzung und Prognose der Restnierenfunktion bei Dialysepatienten. Zudem wurden Biomarker vorgestellt, die zur Stratifizierung des kardiovaskulären Risikos nach Nierentransplantation beitragen. Es wird mutmaßlich niemals den perfekten Biomarker geben, der jeden Patienten in jedem Krankheitsstadium verlässlich abbilden kann. Es wird entscheidend sein, zukünftig validierte Grenzwerte und Strategien zu implementieren, die eine Einschätzung und Prognose der Restnierenfunktion wie auch des Risikos nach Transplantation erlaubt. &lt;br/&gt;&#13;
Biomarker können hier eine verlässliche und kostengünstige Ergänzung sein, um die Behandlung terminal nierenkranker Patienten zu verbessern und Dialyseeffizienz zu steuern.
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<pubDate>Fri, 29 May 2026 00:00:00 GMT</pubDate>
<guid isPermaLink="false">https://hdl.handle.net/20.500.11811/14177</guid>
<dc:date>2026-05-29T00:00:00Z</dc:date>
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<title>Abū Laiṯ as-Samarqandīs (gest. 375/986) Werk zur islamischen Ethik &lt;em&gt;Tanbīh al-ġāfilīn&lt;/em&gt; im Kontext der ideengeschichtlichen Entwicklungen in Zentralasien des 9. - 10. Jahrhunderts</title>
<link>https://hdl.handle.net/20.500.11811/14176</link>
<description>Abū Laiṯ as-Samarqandīs (gest. 375/986) Werk zur islamischen Ethik &lt;em&gt;Tanbīh al-ġāfilīn&lt;/em&gt; im Kontext der ideengeschichtlichen Entwicklungen in Zentralasien des 9. - 10. Jahrhunderts
Larbi, Maritana
Die vorliegende Dissertation untersucht das Werk &lt;em&gt;Tanbīh al-ġāfilīn&lt;/em&gt; des zentralasiatischen hanafitischen Gelehrten Abū Laiṯ as-Samarqandī (gest. 375/986) im Kontext der ideengeschichtlichen Entwicklungen Zentralasiens des 9. und 10. Jahrhunderts. Obwohl das Werk zu den bekanntesten religiös-didaktischen Schriften der islamischen Tradition zählt, wurde es bislang kaum systematisch unter dem Gesichtspunkt islamischer Ethik erforscht. Die Arbeit setzt sich daher zum Ziel, &lt;em&gt;Tanbīh al-ġāfilīn&lt;/em&gt; nicht lediglich als kompilatorische Predigt- und Erbauungsliteratur zu betrachten, sondern als einen ethisch-normativen Diskursraum zu analysieren, in dem zentrale Vorstellungen vom Menschen, von der Gottesbeziehung, von sozialer Ordnung und moralischer Selbstdisziplinierung verhandelt werden.&lt;br /&gt; &#13;
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Samarqandī durch Auswahl, Anordnung und Deutung von Koranversen, prophetischen Überlieferungen, Aussagen früher Gelehrter, Weisheiten und Ermahnungen ein kohärentes ethisches Konzept entfaltet. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei dem Verhältnis von Offenbarung, Vernunft, Recht und Moral sowie dem methodischen Umgang mit nichtkanonischen, schwachen und teilweise als fabriziert eingestuften Überlieferungen. Die Untersuchung zeigt, dass Samarqandīs Werk trotz seines kompilatorischen Charakters eine klare argumentative Struktur besitzt und menschliches Handeln vor allem im Horizont theologischer Ethik deutet.&lt;br /&gt;&#13;
Darüber hinaus verortet die Dissertation &lt;em&gt;Tanbīh al-ġāfilīn&lt;/em&gt; im Spannungsfeld hanafitischer Rechtsmoral, frühzentralasiatischer Askese, religiöser Bildungskultur und der politischen sowie kulturellen Dynamiken der Samanidenzeit. Auf diese Weise leistet die Arbeit einen Beitrag zur Erforschung vormoderner islamischer Ethik und zeigt, dass Samarqandīs Werk als wichtige Vorstufe späterer systematischer Ethikentwürfe im islamischen Mittelalter verstanden werden kann.
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<pubDate>Fri, 29 May 2026 00:00:00 GMT</pubDate>
<guid isPermaLink="false">https://hdl.handle.net/20.500.11811/14176</guid>
<dc:date>2026-05-29T00:00:00Z</dc:date>
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<title>Gesetz und Lebenswirklichkeit im antiken Athen</title>
<link>https://hdl.handle.net/20.500.11811/14175</link>
<description>Gesetz und Lebenswirklichkeit im antiken Athen
Reitz, Claudia
Diese Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen kodifiziertem Recht und informellen gesellschaftlichen Normen in der 41. Rede des Demosthenes. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass attische Gerichtsreden des 4. Jhds. v. Chr. wiederholt Spannungen zwischen gesetzlichen Regelungen und sozialer Praxis erkennen lassen. Ziel ist es, diese Abweichungen sowie die ihnen zugrunde liegenden sozialen Mechanismen zu analysieren. &lt;br/&gt;&#13;
Ein Schwerpunkt liegt auf dem athenischen Gerichtsverfahren, das im Kontext von Ehre und sozialem Status als sozialer Wettkampf verstanden werden kann. Die Analyse der Spudias-Rede zeigt, dass der Kläger gezielt seine Selbstdarstellung nutzt, um die Richter zu beeinflussen. Darüber hinaus untersucht die Arbeit das attische Erbrecht, die Mitgiftpraxis sowie die Rolle von Frauen im wirtschaftlichen und rechtlichen Leben Athens. Dabei wird deutlich, dass gesetzliche Regelungen häufig durch flexible gesellschaftliche Praktiken ergänzt oder umgangen wurden. Besonders innerhalb des &lt;em&gt;οἶκος&lt;/em&gt; bestanden informelle Normbereiche, die Frauen größere Handlungsspielräume ermöglichten. &lt;br/&gt;&#13;
Ein Vergleich mit den Komödien des Menander zeigt, dass viele dieser Entwicklungen auch gegen Ende des 4. Jhds. v. Chr. fortbestanden. Insgesamt kommt die Arbeit zu dem Ergebnis, dass im klassischen Athen mehrere Normsysteme parallel existierten und die beobachtbaren Abweichungen vom Gesetz Ausdruck eines umfassenderen sozialen und rechtlichen Wandels waren.
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<pubDate>Fri, 29 May 2026 00:00:00 GMT</pubDate>
<guid isPermaLink="false">https://hdl.handle.net/20.500.11811/14175</guid>
<dc:date>2026-05-29T00:00:00Z</dc:date>
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<title>Radio and millimeter observations of the environments of young stars undergoing accretion bursts</title>
<link>https://hdl.handle.net/20.500.11811/14174</link>
<description>Radio and millimeter observations of the environments of young stars undergoing accretion bursts
Szabó, Zsófia Marianna
Studying the formation and evolution of Sun-like stars is crucial for understanding the origins of the Solar System. Young stellar objects (YSOs) undergo episodic outbursts that may impact disk chemistry and planet formation. FU Orionis- and EX Lupi-type objects (FUors and EXors) experience dramatic brightness increases due to enhanced accretion, and while these outbursts may have lasting effects on disk chemistry and surrounding environments, their impact remains poorly explored, especially at radio and millimeter wavelengths.&#13;
&lt;br /&gt;&#13;
In this PhD thesis, I conducted the first dedicated radio surveys of FUors and EXors, using ammonia (NH3) with the Effelsberg 100-m telescope to trace their dense cores and water (H2O) maser emission as an accretion burst indicator. Additionally, I performed the first wideband millimeter line survey of the evolved FUor V1057 Cyg with the IRAM 30-m telescope, complemented by additional data from the APEX 12-m telescope.&#13;
&lt;br /&gt;&#13;
The NH&lt;sub&gt;3&lt;/sub&gt; survey detected (1,1) emission in over half of the sampled objects (28/51), revealing cold regions (below 25 K) with column densities similar to those found in infrared dark clouds. Archival &lt;em&gt;Herschel&lt;/em&gt; SPIRE data provided H&lt;sub&gt;2&lt;/sub&gt; column densities and dust temperatures, identifying dense material in at least seven sources. The detection of the (2,2) emission suggests some FUors and EXors may be younger than previously classified.&#13;
&lt;br /&gt;&#13;
The 22.2 GHz H&lt;sub&gt;2&lt;/sub&gt;O maser survey detected emission in three sources (6%), including two FUors and one EXor. Notably, masers were observed in the FUor HH 354 IRS for the first time, and multiple flares were identified in archival data for other sources, suggesting episodic variability.&#13;
&lt;br /&gt;&#13;
The millimeter survey of V1057 Cyg identified over 35 molecular species, including complex organic molecules. Position-velocity diagrams of &lt;sup&gt;12&lt;/sup&gt;CO suggest past episodic outbursts, with a dynamical timescale of the outflow on the order of tens of thousands of years, indicating that it cannot represent the ongoing outburst alone. This work demonstrates the potential of molecular line studies to refine the classification and chemical characterization of eruptive stars.
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<pubDate>Thu, 28 May 2026 00:00:00 GMT</pubDate>
<guid isPermaLink="false">https://hdl.handle.net/20.500.11811/14174</guid>
<dc:date>2026-05-28T00:00:00Z</dc:date>
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