Schlapp, Marie-Sovie: Evaluation und Analyse der Ultraschallausbildung in der postgradualen Weiterbildung zum Facharzt der Gynäkologie und Geburtshilfe in Deutschland. - Bonn, 2026. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-90859
@phdthesis{handle:20.500.11811/14240,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-90859,
doi: https://doi.org/10.48565/bonndoc-894,
author = {{Marie-Sovie Schlapp}},
title = {Evaluation und Analyse der Ultraschallausbildung in der postgradualen Weiterbildung zum Facharzt der Gynäkologie und Geburtshilfe in Deutschland},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2026,
month = jun,

note = {Einleitung:
Ultraschall ist das am häufigsten eingesetzte bildgebende Verfahren in der gynäkologisch-geburtshilflichen Diagnostik. Um dieses Diagnostikum sachgemäß anwenden zu können, sind fundierte Kenntnisse und Fertigkeiten erforderlich, die im Rahmen der Weiterbildung zum Facharzt erworben werden sollen. Und obwohl sich sowohl nationale als auch internationale Institutionen bereits intensiv mit der Qualitätssicherung der Ultraschallausbildung in der Frauenheilkunde beschäftigt haben, fehlt überraschenderweise in Deutschland im Fachgebiet der Gynäkologie und Geburtshilfe eine strukturierte Ultraschallausbildung.
Methode:
Um einen umfassenden Einblick in den aktuellen Stand der postgradualen Ultraschallausbildung von Weiterbildungsassistenten in der Frauenheilkunde in Deutschland zu erhalten, wurde eine deutschlandweite Umfrage durchgeführt. Das Hauptziel dieser Studie bestand darin, zu evaluieren, ob eine strukturierte Ultraschall-Ausbildung an den verschiedenen Bildungseinrichtungen stattfindet. Hierfür wurde ein Online-Evaluationsbogen entwickelt, der u.a. mittels einer 5-Punkte-Likert-Skala bewertet werden konnte.
Ergebnisse:
Es zeigt sich ein Defizit in der strukturierten postgradualen Ultraschallausbildung und es besteht ein Bedarf von einer Lehre mit u.a. einem festen Ansprechpartner. Oftmals fühlen sich die Befragten unsicher bis überfordert und kritisieren eine mangelhafte Betreuung. Des Weiteren haben sie den Eindruck, dass ihre Qualifikationen für den eigenständigen Einsatz von Ultraschallgeräten in einer möglichen späteren Niederlassung nicht ausreichend sind. Die Studie offenbarte weiterhin, dass eine organisierte Ultraschallweiterbildung für einen Großteil der Weiterbildungsassistenten aufgrund der Struktur des Krankenhausbetriebes nahezu unmöglich erscheint.
Diskussion:
Trotz der Integration einer Ultraschallausbildung in den Weiterbildungskatalog für Frauenheilkunde gibt es für die postgraduale Weiterbildung weder einen festen Ansprechpartner noch ausreichend zeitlichen Raum für regelmäßigen, strukturierten Unterricht. Eine kombinierte strukturierte theoretische und praktische Ausbildung mit regelmäßigen Übungseinheiten, begleitet von Zertifikaten, erscheint ratsam. Zusätzlich wäre ein freier Zugang zu Ultraschallmodellen sowie der Zugriff auf frei verfügbare Fachliteratur ideal. Diese Maßnahmen würden die Qualität der Weiterbildung und die spätere Arbeit als Facharzt für Frauenheilkunde erheblich verbessern. Insgesamt würde eine sichere und präzise Handhabung des Ultraschallgerätes unmittelbar zu einer verbesserten direkten Patientenversorgung führen.},

url = {https://hdl.handle.net/20.500.11811/14240}
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