Kayser, Max: Digitale Anfallsdetektion und Qualitätsbewertung in der Elektrokonvulsionstherapie. - Bonn, 2026. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-91106
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-91106
@phdthesis{handle:20.500.11811/14263,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-91106,
doi: https://doi.org/10.48565/bonndoc-902,
author = {{Max Kayser}},
title = {Digitale Anfallsdetektion und Qualitätsbewertung in der Elektrokonvulsionstherapie},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2026,
month = jul,
note = {Die Elektrokonvulsionstherapie (EKT) ist ein etabliertes und hochwirksames Behandlungsverfahren bei schweren psychiatrischen Erkrankungen. Die EEG-basierte Beurteilung des induzierten Krampfanfalls ist dabei zentral für die Einschätzung der Behandlungsqualität. Insbesondere die Bestimmung des Anfallsendpunkts und die Berechnung daraus abgeleiteter Qualitätsparameter sind jedoch durch visuelle Beurteilung, geräteinterne Algorithmen und methodische Definitionsunterschiede nur begrenzt standardisiert. Ziel dieser Arbeit war die Entwicklung und Validierung eines digitalen Analyse-Frameworks zur automatisierten Erkennung EKT-induzierter Krampfanfälle und zur reproduzierbaren Berechnung etablierter EEG-basierter Krampfqualitätsparameter. Grundlage war eine retrospektive Analyse von 1.634 EKT-Behandlungen bei 116 Patientinnen und Patienten. Die EEG-Aufzeichnungen wurden segmentiert, numerisch charakterisiert und mithilfe überwachter maschineller Lernverfahren als iktal oder nicht-iktal klassifiziert. Anschließend wurden auf Basis des algorithmisch bestimmten Anfallsendpunkts Parameter wie Krampfdauer, postiktaler Suppressionsindex, amplituden- und energiebasierte Indizes sowie interhemisphärische Kohärenz berechnet. Die leistungsstärksten Klassifikationsmodelle erreichten eine hohe segmentbasierte Trennleistung mit einer Genauigkeit, Präzision und Sensitivität von jeweils etwa 89 %. Die berechneten Qualitätsparameter zeigten insgesamt eine gute bis hohe Übereinstimmung mit gerätebasierten Referenzwerten und visuellen Expertenbewertungen, wobei die Übereinstimmung parameterabhängig war. Die Ergebnisse zeigen, dass maschinelles Lernen eine objektive, reproduzierbare und skalierbare EEG-basierte Anfallserkennung im Kontext der EKT ermöglichen kann. Das entwickelte Framework schafft damit eine Grundlage für standardisierte digitale Auswertungen, weiterführende Validierungsstudien und perspektivisch stärker individualisierte Behandlungsstrategien.},
url = {https://hdl.handle.net/20.500.11811/14263}
}
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-91106,
doi: https://doi.org/10.48565/bonndoc-902,
author = {{Max Kayser}},
title = {Digitale Anfallsdetektion und Qualitätsbewertung in der Elektrokonvulsionstherapie},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2026,
month = jul,
note = {Die Elektrokonvulsionstherapie (EKT) ist ein etabliertes und hochwirksames Behandlungsverfahren bei schweren psychiatrischen Erkrankungen. Die EEG-basierte Beurteilung des induzierten Krampfanfalls ist dabei zentral für die Einschätzung der Behandlungsqualität. Insbesondere die Bestimmung des Anfallsendpunkts und die Berechnung daraus abgeleiteter Qualitätsparameter sind jedoch durch visuelle Beurteilung, geräteinterne Algorithmen und methodische Definitionsunterschiede nur begrenzt standardisiert. Ziel dieser Arbeit war die Entwicklung und Validierung eines digitalen Analyse-Frameworks zur automatisierten Erkennung EKT-induzierter Krampfanfälle und zur reproduzierbaren Berechnung etablierter EEG-basierter Krampfqualitätsparameter. Grundlage war eine retrospektive Analyse von 1.634 EKT-Behandlungen bei 116 Patientinnen und Patienten. Die EEG-Aufzeichnungen wurden segmentiert, numerisch charakterisiert und mithilfe überwachter maschineller Lernverfahren als iktal oder nicht-iktal klassifiziert. Anschließend wurden auf Basis des algorithmisch bestimmten Anfallsendpunkts Parameter wie Krampfdauer, postiktaler Suppressionsindex, amplituden- und energiebasierte Indizes sowie interhemisphärische Kohärenz berechnet. Die leistungsstärksten Klassifikationsmodelle erreichten eine hohe segmentbasierte Trennleistung mit einer Genauigkeit, Präzision und Sensitivität von jeweils etwa 89 %. Die berechneten Qualitätsparameter zeigten insgesamt eine gute bis hohe Übereinstimmung mit gerätebasierten Referenzwerten und visuellen Expertenbewertungen, wobei die Übereinstimmung parameterabhängig war. Die Ergebnisse zeigen, dass maschinelles Lernen eine objektive, reproduzierbare und skalierbare EEG-basierte Anfallserkennung im Kontext der EKT ermöglichen kann. Das entwickelte Framework schafft damit eine Grundlage für standardisierte digitale Auswertungen, weiterführende Validierungsstudien und perspektivisch stärker individualisierte Behandlungsstrategien.},
url = {https://hdl.handle.net/20.500.11811/14263}
}





