Klasen, Daniel: Transgenerationale Effekte von erhöhter Temperatur auf Samen- und Keimlingseigenschaften von Arabidopsis thaliana Histondeacetylase-Mutanten. - Bonn, 2026. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-91437
@phdthesis{handle:20.500.11811/14299,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-91437,
author = {{Daniel Klasen}},
title = {Transgenerationale Effekte von erhöhter Temperatur auf Samen- und Keimlingseigenschaften von Arabidopsis thaliana Histondeacetylase-Mutanten},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2026,
month = jul,

note = {Pflanzensamen dienen zur Erhaltung und Verbreitung der Art, z.B. durch Überdauern im Boden und Erschließen neuer Lebensräume durch Wind und Tiere. Dafür sind von der Mutterpflanze beeinflusste Sameneigenschaften, wie das Keimverhalten und die Samenmorphologie von besonderer Relevanz. Die detaillierte Untersuchung des maternalen Einflusses erfordert eine individuelle Bestimmung des Phänotyps von Samen (Volumen, Masse etc.) und Keimlingen (Wachstum, Keimungszeitpunkt). Dies ist aufwendig und bei dem hier untersuchten Modellorganismus Arabidopsis aufgrund der äußerst geringen Samen- und Keimlingsgröße auch technisch herausfordernd. Daher wurde zunächst eine Seed-to-Plant Tracking Pipeline entwickelt und getestet, die aus verbesserten Versionen der Phänotypisierungs-Plattformen phenoSeeder (Sameneigenschaften) und Growscreen (Keimungsdetektion und Wachstum) besteht und eine verlässliche, präzise und automatisierte Charakterisierung von Arabidopsis-Samen und -Keimlingen ermöglicht. Das Seed-to-Plant Tracking wurde genutzt, um den Einfluss von transgenerationalem Stress zu untersuchen, indem Eigenschaften von Samen und Keimlingen gemessen und miteinander korreliert wurden, bei denen die Mutterpflanze vom Beginn der Blüte bis zur Samenernte erhöhter Temperatur ausgesetzt war. Diese Behandlung wurde sowohl über zwei aufeinanderfolgende Generationen als auch jeweils nur für die Eltern- bzw. Großelterngeneration durchgeführt. Beim Wildtyp Col-0 führte eine erhöhte Temperatur in der Elterngeneration zu einem Anstieg der Samenmasse und einer Abnahme der Samenhelligkeit. Weiterhin korrelierten Wachstum und Samenmasse positiv miteinander, dabei hing die Stärke der Abhängigkeit von der Behandlung ab.Die Effekte der erhöhten Temperatur konnten als plastisch identifiziert werden, da die Behandlung der Großeltern keine wesentlichen Auswirkungen auf die Messgrößen hatte. Mittels einer Transkriptomanalyse wurden Transkripte von Hitzeschockproteinen sowie Gene, welche im Zusammenhang mit Nährstoffspeicherung und ABA stehen, ermittelt, welche den Phänotyp beeinflussen könnten. Weiterhin wurden Effekte von Mutationen der pflanzenspezifischen Histon-deacethylasen (HDAC) in Interaktion mit der erhöhten Temperatur quantifiziert. Die Untersuchung des Phänotyps und der Expression erfolgte in Referenz zu Col-0. Die HDACs scheinen eine gewisse funktionelle Redundanz untereinander zu haben. Die hd2b-kd wies in allen Behandlungen jedoch die größte Anzahl unterschiedlich exprimierter Gene auf. Daher wurden Kombinationen des HD2B-knockdown mit anderen HDACs-knockouts untersucht. Die Tripelmutante hd2a/hd2b/hd2d besaß eine stark reduzierte Keim- und Wachstumsrate, verursacht durch die Kombination der hd2a-ko und hd2b-kd. Die HD2B scheint eine wichtige Rolle bei der Regulation von Genen der Samenentwicklung und des ABA-Gleichgewichts sowie der Stressreaktion auf erhöhte Temperatur zu spielen und wäre daher ein wichtiger Gegenstand für zukünftige Untersuchungen.},
url = {https://hdl.handle.net/20.500.11811/14299}
}

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