Budimovska, Andrea: Auswirkung der Eosinophilie auf die Gefäßsteifigkeit und das Auftreten von Bauchaortenaneurysmen bei Patienten mit Asthma bronchiale. - Bonn, 2026. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-91564
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-91564
@phdthesis{handle:20.500.11811/14323,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-91564,
author = {{Andrea Budimovska}},
title = {Auswirkung der Eosinophilie auf die Gefäßsteifigkeit und das Auftreten von Bauchaortenaneurysmen bei Patienten mit Asthma bronchiale},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2026,
month = jul,
note = {Hintergrund:
Asthma bronchiale ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Atemwege, die durch Atemwegsobstruktion, bronchiale Hyperreagibilität und Atemwegsremodelling gekennzeichnet ist. Zunehmende Evidenz deutet darauf hin, dass Asthma bronchiale nicht ausschließlich auf die Atemwege begrenzt ist, sondern auch mit systemischen Entzündungsprozessen und vaskulären Veränderungen assoziiert sein kann. Eosinophile Granulozyten als zentrale Effektorzellen der Typ-2-Inflammation spielen dabei sowohl in der lokalen Atemwegsentzündung als auch möglicherweise bei systemischen Gefäßveränderungen eine wichtige Rolle. Zur Beurteilung einer potenziellen vaskulären Beteiligung bei Asthma bronchiale können der Durchmesser der abdominalen Aorta (AA) und die Gefäßsteifigkeit als nicht-invasive Gefäßparameter herangezogen werden.
Methoden:
In dieser Studie wurden 112 Patient*innen mit Asthma bronchiale untersucht. Der Durchmesser der AA wurde sonographisch bestimmt, während die Gefäßsteifigkeit als Marker frühatherosklerotischer Gefäßveränderungen mittels vaskulären Speckle-Tracking-Analyse analysiert wurde. Gemäß der Nationalen VersorgungsLeitlinie Asthma 2024 wurde eine Blut-Eosinophilenzahl (BEC) von ≥300 Zellen/µL als Grenzwert für das eosinophile Asthma bronchiale verwendet. Basierend auf diesem Grenzwert wurden die Teilnehmenden in zwei Gruppen eingeteilt (<300/µL vs. ≥300/µL).
Ergebnisse:
Patient*innen mit einer BEC von ≥300 Zellen/µL wiesen einen signifikant breiteren Aortendurchmesser auf als Patient*innen mit BEC von <300 Zellen/µL. Darüber hinaus zeigte sie eine erhöhte Gefäßsteifigkeit der Aortenwand, was auf frühe vaskuläre Umbauprozesse hideuten könnte. Zusätzlich wurden im Rahmen der Studie drei zuvor nicht diagnostizierte Bauchaortenaneurysmen entdeckt; alle betroffenen Patient*innen wiesen eine BEC von ≥300 Zellen/µL auf.
Schlussfolgerung:
Die vorliegenden Ergebnisse deuten auf einen Zusammenhang zwischen erhöhten BEC-Werten bei Asthma bronchiale und strukturellen sowie funktionellen Veränderungen der abdominalen Aorta hin.},
url = {https://hdl.handle.net/20.500.11811/14323}
}
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Asthma bronchiale ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Atemwege, die durch Atemwegsobstruktion, bronchiale Hyperreagibilität und Atemwegsremodelling gekennzeichnet ist. Zunehmende Evidenz deutet darauf hin, dass Asthma bronchiale nicht ausschließlich auf die Atemwege begrenzt ist, sondern auch mit systemischen Entzündungsprozessen und vaskulären Veränderungen assoziiert sein kann. Eosinophile Granulozyten als zentrale Effektorzellen der Typ-2-Inflammation spielen dabei sowohl in der lokalen Atemwegsentzündung als auch möglicherweise bei systemischen Gefäßveränderungen eine wichtige Rolle. Zur Beurteilung einer potenziellen vaskulären Beteiligung bei Asthma bronchiale können der Durchmesser der abdominalen Aorta (AA) und die Gefäßsteifigkeit als nicht-invasive Gefäßparameter herangezogen werden.
Methoden:
In dieser Studie wurden 112 Patient*innen mit Asthma bronchiale untersucht. Der Durchmesser der AA wurde sonographisch bestimmt, während die Gefäßsteifigkeit als Marker frühatherosklerotischer Gefäßveränderungen mittels vaskulären Speckle-Tracking-Analyse analysiert wurde. Gemäß der Nationalen VersorgungsLeitlinie Asthma 2024 wurde eine Blut-Eosinophilenzahl (BEC) von ≥300 Zellen/µL als Grenzwert für das eosinophile Asthma bronchiale verwendet. Basierend auf diesem Grenzwert wurden die Teilnehmenden in zwei Gruppen eingeteilt (<300/µL vs. ≥300/µL).
Ergebnisse:
Patient*innen mit einer BEC von ≥300 Zellen/µL wiesen einen signifikant breiteren Aortendurchmesser auf als Patient*innen mit BEC von <300 Zellen/µL. Darüber hinaus zeigte sie eine erhöhte Gefäßsteifigkeit der Aortenwand, was auf frühe vaskuläre Umbauprozesse hideuten könnte. Zusätzlich wurden im Rahmen der Studie drei zuvor nicht diagnostizierte Bauchaortenaneurysmen entdeckt; alle betroffenen Patient*innen wiesen eine BEC von ≥300 Zellen/µL auf.
Schlussfolgerung:
Die vorliegenden Ergebnisse deuten auf einen Zusammenhang zwischen erhöhten BEC-Werten bei Asthma bronchiale und strukturellen sowie funktionellen Veränderungen der abdominalen Aorta hin.},
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