Schmeißer, Friederike Sophie: Einsatz von künstlicher Intelligenz in Echtzeit bei der Darmkrebsüberwachung von Patienten mit Lynch-Syndrom : eine randomisiert kontrollierte Pilotstudie. - Bonn, 2026. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-91694
@phdthesis{handle:20.500.11811/14345,
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school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2026,
month = aug,

note = {Die Dissertation untersucht den Einsatz künstlicher Intelligenz in der endoskopischen Überwachung von Patientin mit Lynch-Syndrom im Rahmen der CADLY-Studie. In der Studie wurden Vorsorgekoloskopien bei Lynch-Syndrom Patienten mit oder ohne künstliche Intelligenz durchgeführt. Die Studie zeigt erstmals, dass der Einsatz künstlicher Intelligenz bei Koloskopien im Risikokollektiv vielversprechend ist.
Ein Vorteil ist die erhöhte Detektionsrate flacher Läsionen, die bei herkömmlichen Koloskopie-Verfahren häufig übersehen werden. Dies ist von besonderer klinischer Relevanz, da gerade solche Läsionen ein potenziell erhöhtes Risiko für die Entwicklung eines Kolonkarzinoms darstellen und deren frühzeitige Erkennung entscheidend für eine erfolgreiche Behandlung ist.
Trotz der teilweise positiven Ergebnisse muss jedoch betont werden, dass die Studie einige methodische Einschränkungen aufweist. Die geringe Stichprobengröße und das explorative Studiendesign erlauben keine generalisierbaren Aussagen über die Effektivität der künstlichen Intelligenz in der breiten klinischen Anwendung. Zudem fehlen Vergleiche in einem multizentrischen Kontext, um die Anwendbarkeit der Ergebnisse über verschiedene Patientengruppen, Kliniken und technische Voraussetzungen hinweg zu validieren.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die CADLY-Studie einen wichtigen ersten Schritt darstellt, der auf das Potenzial von KI bei der Verbesserung der Früherkennung von Läsionen hinweist. Gleichzeitig betont sie aber auch die Notwendigkeit weiterer Forschung, um die langfristige klinische Relevanz und die tatsächlichen Auswirkungen dieser Technologie auf die Patientenversorgung zu evaluieren. Auch in den Positionspapieren der Fachgesellschaften für Gastroenterologie zeigen sich ähnliche Ergebnisse.},

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