Özkan, Nesrin Sultan: Effekt der interventionellen Trikuspidalklappenreparatur auf die sympathische Muskelaktivität bei Patienten mit hochgradiger symptomatischer Trikuspidalklappeninsuffizienz. - Bonn, 2026. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-91860
@phdthesis{handle:20.500.11811/14391,
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author = {{Nesrin Sultan Özkan}},
title = {Effekt der interventionellen Trikuspidalklappenreparatur auf die sympathische Muskelaktivität bei Patienten mit hochgradiger symptomatischer Trikuspidalklappeninsuffizienz},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2026,
month = aug,

note = {Die vorliegende Dissertation untersucht den Einfluss interventioneller Trikuspidalklappenreparaturen auf die sympathische Muskelnervenaktivität (Muscle Sympathetic Nerve Activity, MSNA) bei Patientinnen und Patienten mit hochgradiger symptomatischer Trikuspidalklappeninsuffizienz (TI). Ausgangspunkt der Arbeit ist die Annahme, dass die chronische Sympathikusaktivierung wesentlich zur Progression der Herzinsuffizienz beiträgt und auch bei der TI eine prognostisch relevante Rolle spielt. Während interventionelle Verfahren bereits eine Verbesserung hämodynamischer und klinischer Parameter zeigen konnten, war ihr Einfluss auf die autonome Regulation des Herz-Kreislauf-Systems bislang kaum untersucht.
In einer prospektiven Studie wurden 28 Patientinnen und Patienten (Durchschnittsalter 80,7 ± 5,2 Jahre) mit hochgradiger symptomatischer TI eingeschlossen. Vor der Intervention erfolgten umfassende klinische, echokardiographische und laborchemische Untersuchungen sowie die Messung der MSNA mittels Mikroneurographie des Nervus peroneus communis. Als interventionelle Therapien kamen überwiegend kathetergestützte Edge-to-Edge-Reparaturen (Clipping) sowie in ausgewählten Fällen Anuloplastien zum Einsatz. Nachuntersuchungen erfolgten nach drei, sechs und zwölf Monaten. Primärer Endpunkt war die Veränderung der sympathischen Nervenaktivität; sekundäre Endpunkte umfassten hämodynamische, laborchemische und klinische Parameter einschließlich der gesundheitsbezogenen Lebensqualität.
Die Studienpopulation war durch ein hohes Alter, zahlreiche kardiovaskuläre Komorbiditäten sowie eine fortgeschrittene Symptomatik geprägt. Die interventionellen Eingriffe konnten mit einer hohen technischen Erfolgsrate durchgeführt werden. In der Mehrzahl der Fälle gelang eine anhaltende Reduktion der Trikuspidalklappeninsuffizienz, begleitet von einer Verbesserung klinischer Parameter.
Ein zentrales Ergebnis der Arbeit ist der Nachweis eines Zusammenhangs zwischen der sympathischen Nervenaktivität und etablierten Biomarkern der Herzinsuffizienz, insbesondere NT-proBNP. Die Ergebnisse sprechen dafür, dass interventionelle Trikuspidalklappenreparaturen nicht nur die hämodynamische Situation verbessern, sondern auch zu einer Reduktion der sympathischen Überaktivierung beitragen können. Damit weist die MSNA Potenzial als ergänzender Biomarker für die Beurteilung des Therapieerfolgs und möglicherweise auch für die Prognose von Patientinnen und Patienten mit schwerer TI auf.
Zusammenfassend erweitert die Dissertation das Verständnis der autonomen Dysregulation bei Trikuspidalklappeninsuffizienz und liefert Hinweise darauf, dass interventionelle Klappentherapien neben ihrer mechanischen Wirkung auch günstige neurohumorale Effekte entfalten. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung einer frühzeitigen interventionellen Therapie sowie die mögliche Rolle der MSNA als innovativen prognostischen Marker. Aufgrund der begrenzten Fallzahl sollten die Befunde jedoch in größeren prospektiven Studien bestätigt werden.},

url = {https://hdl.handle.net/20.500.11811/14391}
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