Uyaner, Aylin: Effekte von intraoralen Schlaftherapiegeräten auf Bisslage- und Zahnstellungsänderungen. - Bonn, 2026. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-92027
@phdthesis{handle:20.500.11811/14426,
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author = {{Aylin Uyaner}},
title = {Effekte von intraoralen Schlaftherapiegeräten auf Bisslage- und Zahnstellungsänderungen},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2026,
month = sep,

note = {Hintergrund: Unterkieferprotrusionsschienen (UPS) stellen eine etablierte Therapieoption bei einem leicht- bis mittelgradigem obstruktivem Schlafapnoesyndrom (OSAS) dar. Durch die protrudierte Positionierung des Unterkiefers wird eine Stabilisierung der oberen Atemwege erreicht. Ziel der vorliegenden Studie war es, mögliche dentoalveoläre Nebenwirkungen einer Therapie mit UPS hinsichtlich Veränderungen der Bisslage und Zahnstellung zu untersuchen.
Material und Methoden: Insgesamt wurden 20 Patienten untersucht und in eine prospektive und eine retrospektive Gruppe eingeteilt. Die Patienten der prospektiven Gruppe wurden über einen Zeitraum von einem Jahr nach Eingliederung der UPS in dreimonatigen Abständen untersucht. Anhand von Gipsmodellen wurden die Angle-Verzahnung sowie die Parameter Overjet und Overbite erfasst. Die Patienten der retrospektiven Gruppe trugen ihre UPS zum Untersuchungszeitpunkt seit mindestens zwei Jahren und wurden einmalig untersucht. Die Analyse von Overjet und Overbite erfolgte anhand von Fernröntgenseitenaufnahmen. Zusätzlich wurde eine kephalometrische Analyse durchgeführt.
Ergebnisse: In der prospektiven Gruppe zeigte sich eine signifikante Reduktion des Overjets sowie eine signifikante Zunahme des Overbites. In der retrospektiven Gruppe wurden signifikante Reduktionen von Overjet und Overbite festgestellt. Darüber hinaus zeigte sich eine signifikante Retroklination der Oberkieferfrontzähne. Trotz der statistischen Signifikanz waren die beobachteten Veränderungen hinsichtlich ihrer Ausprägung insgesamt gering.
Schlussfolgerung: Die Therapie mit einer Unterkieferprotrusionsschiene führte sowohl kurz- als auch langfristig zu signifikanten dentoalveolären Veränderungen. Aufgrund der geringen Dimension der beobachteten Veränderungen erscheint die UPS dennoch als eine effektive und insgesamt sichere Therapieoption zur Behandlung des leicht- bis mittelgradigen obstruktiven Schlafapnoesyndroms. Die Ergebnisse unterstreichen zugleich die Bedeutung regelmäßiger polysomnographischer und zahnmedizinischer Kontrollen während einer langfristigen UPS-Therapie.},

url = {https://hdl.handle.net/20.500.11811/14426}
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