Khan, Oliver Simon: Endobiliäre Photodynamische Therapie und endobiliäre Radiofrequenzablation mit palliativer Chemotherapie in der Behandlung des extrahepatischen cholangiozellulären Karzinoms. - Bonn, 2026. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-92139
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-92139
@phdthesis{handle:20.500.11811/14430,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-92139,
author = {{Oliver Simon Khan}},
title = {Endobiliäre Photodynamische Therapie und endobiliäre Radiofrequenzablation mit palliativer Chemotherapie in der Behandlung des extrahepatischen cholangiozellulären Karzinoms},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2026,
month = sep,
note = {Extrahepatische Cholangiokarzinome (eCCA) werden meist in fortgeschrittenen, nicht resezierbaren Stadien diagnostiziert. Die Standardtherapie besteht aus systemischer Chemotherapie (SC) und der Behandlung der biliären Obstruktion durch Plastik- oder Metallstents. Daneben können die endobiliäre photodynamische Therapie (ePDT) und die endobiliäre Radiofrequenzablation (eRFA) lokal tumorreduzierend wirken. Direkte Vergleiche beider Verfahren in Kombination mit der systemischen Chemotherapie sowie Daten zur sequenziellen Anwendung beider lokalablativer Verfahren fehlen weitgehend. Soweit bekannt ist dies die erste Studie, die den Einsatz beider lokaler Verfahren in Kombination mit der systemischen Chemotherapie untersucht.
Methoden: Es wurde eine retrospektive monozentrische Analyse von 63 Patientinnen und Patienten mit nicht resezierbarem eCCA durchgeführt, die zwischen 2010 und 2020 am Universitätsklinikum Bonn eine palliative Systemtherapie und mindestens ein endobiliäres Verfahren erhielten. Hierbei wurden drei Gruppen gebildet: ePDT + SC (n = 22), eRFA + SC (n = 28), ePDT + eRFA + SC (n = 13). Die primären Endpunkte waren Gesamtüberleben (OS) und Verträglichkeit, zusätzlich wurden progressionsfreies Überleben (PFS), Ansprechraten sowie prognostische Faktoren analysiert.
Ergebnisse: Das mediane OS betrug 12,7 Monate (ePDT + SC), 13,8 Monate (eRFA + SC) und 20,2 Monate (Triple-Therapie). Der Unterschied war jedoch nicht signifikant (p = 0,112). Unabhängige signifikante Prädiktoren für ein längeres Überleben waren eRFA (HR 0,44), mehr als eine Chemotherapie-Linie (HR 0,48) und die Implantation von Metallstents (HR 0,33). In Subgruppenanalysen wurden je nach Stadium bzw. Lokalisation des Tumors weitere therapieabhängige Überlebensvorteile gefunden.
Schlussfolgerung: ePDT und eRFA sind in Kombination mit systemischer Chemotherapie bei fortgeschrittenem eCCA durchführbar und scheinen das Überleben positiv zu beeinflussen. Die Triple-Therapie zeigte den höchsten medianen Überlebenswert und deutet auf mögliche synergistische Effekte hin.},
url = {https://hdl.handle.net/20.500.11811/14430}
}
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Methoden: Es wurde eine retrospektive monozentrische Analyse von 63 Patientinnen und Patienten mit nicht resezierbarem eCCA durchgeführt, die zwischen 2010 und 2020 am Universitätsklinikum Bonn eine palliative Systemtherapie und mindestens ein endobiliäres Verfahren erhielten. Hierbei wurden drei Gruppen gebildet: ePDT + SC (n = 22), eRFA + SC (n = 28), ePDT + eRFA + SC (n = 13). Die primären Endpunkte waren Gesamtüberleben (OS) und Verträglichkeit, zusätzlich wurden progressionsfreies Überleben (PFS), Ansprechraten sowie prognostische Faktoren analysiert.
Ergebnisse: Das mediane OS betrug 12,7 Monate (ePDT + SC), 13,8 Monate (eRFA + SC) und 20,2 Monate (Triple-Therapie). Der Unterschied war jedoch nicht signifikant (p = 0,112). Unabhängige signifikante Prädiktoren für ein längeres Überleben waren eRFA (HR 0,44), mehr als eine Chemotherapie-Linie (HR 0,48) und die Implantation von Metallstents (HR 0,33). In Subgruppenanalysen wurden je nach Stadium bzw. Lokalisation des Tumors weitere therapieabhängige Überlebensvorteile gefunden.
Schlussfolgerung: ePDT und eRFA sind in Kombination mit systemischer Chemotherapie bei fortgeschrittenem eCCA durchführbar und scheinen das Überleben positiv zu beeinflussen. Die Triple-Therapie zeigte den höchsten medianen Überlebenswert und deutet auf mögliche synergistische Effekte hin.},
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