Reuvers, Nina Theresa: Genotyp-Phänotyp-Korrelation im oberen Gastrointestinaltrakt bei Patienten mit familiärer adenomatöser Polyposis. - Bonn, 2026. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-92464
@phdthesis{handle:20.500.11811/14540,
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author = {{Nina Theresa Reuvers}},
title = {Genotyp-Phänotyp-Korrelation im oberen Gastrointestinaltrakt bei Patienten mit familiärer adenomatöser Polyposis},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2026,
month = sep,

note = {Die familiäre adenomatöse Polyposis (FAP) ist ein autosomal-dominant vererbtes Tumorprädispositionssyndrom, das durch pathogene Keimbahnmutationen im APC-Gen verursacht wird. Neben der ausgeprägten kolorektalen Polyposis treten häufig Manifestationen im oberen Gastrointestinaltrakt sowie extraintestinale Veränderungen auf. Ziel der vorliegenden Arbeit war es, mögliche Zusammenhänge zwischen der Lokalisation der APC-Mutation und der klinischen Ausprägung der FAP zu untersuchen, mit besonderem Fokus auf Magen und Duodenum. Hierzu wurden retrospektiv die klinischen, endoskopischen, histopathologischen und genetischen Daten von 109 FAP-Patienten aus 76 Familien ausgewertet. Die Mutationen wurden anhand ihrer Codonposition in fünf Gruppen eingeteilt und hinsichtlich verschiedener klinischer Manifestationen verglichen. Für gastrale Manifestationen, insbesondere Drüsenkörperzysten und Antrumadenome, zeigte sich keine eindeutige Genotyp-Phänotyp-Korrelation. Dagegen bestand ein signifikanter Zusammenhang zwischen der Lokalisation der APC-Mutation und der Schwere der duodenalen Polyposis. Fortgeschrittene Spigelman-Stadien traten insbesondere bei Mutationen in den Codonbereichen 454-1019 und 1251-1580 häufiger auf. Auch das Auftreten von Desmoidtumoren war signifikant mit der Mutationslokalisation assoziiert und zeigte sich besonders häufig bei Mutationen im Bereich der Codons 1251-1580. Für das Alter zum Zeitpunkt der Kolektomie konnte hingegen kein signifikanter Zusammenhang mit der Mutationslokalisation nachgewiesen werden. Die Ergebnisse unterstützen somit das Vorliegen klinisch relevanter Genotyp-Phänotyp-Korrelationen bei der FAP, insbesondere hinsichtlich der duodenalen Polyposis und des Auftretens von Desmoidtumoren. Die Kenntnis der APC-Mutationslokalisation könnte zukünftig zur individuellen Risikostratifizierung beitragen und bestehende klinische und endoskopische Kriterien bei der Planung von Vorsorge- und Therapiestrategien ergänzen.},
url = {https://hdl.handle.net/20.500.11811/14540}
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