Reintke, Lukas: Analyse des intramuskulären Raums mittels Mikrodialyse-Technik : Veränderungen des lokalen Metabolismus innerhalb der Skelettmuskulatur sowie der systemischen Immunantwort durch Ischaemic Preconditioning. - Bonn, 2026. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-92992
@phdthesis{handle:20.500.11811/14543,
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author = {{Lukas Reintke}},
title = {Analyse des intramuskulären Raums mittels Mikrodialyse-Technik : Veränderungen des lokalen Metabolismus innerhalb der Skelettmuskulatur sowie der systemischen Immunantwort durch Ischaemic Preconditioning},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2026,
month = sep,

note = {Mithilfe der Technik der Mikrodialyse wurde in der vorliegenden Arbeit erfolgreich der metabolische Effekt einer Ischaemic Preconditioning (IPC)-Intervention im intramuskulären Raum untersucht. Diese Technik bietet ein großes Feld an Anwendungsmöglichkeiten, welches im Rahmen dieser Arbeit beleuchtet wurde. Bezogen auf das IPC bietet diese Technik eine gute Möglichkeit, Prozesse im intramuskulären Raum weiter zu untersuchen und so zugrundeliegende Mechanismen der muskulären Anpassung weiter zu verstehen. Zukünftige Studien sollten sich neben der Metabolik auch mit dem Proteom im intramuskulären Raum beschäftigen, da viele systemische und lokale Veränderungen auf genetischer Ebene und damit auch auf Ebene der Proteine beobachtet wurden. Die Technik der Mikrodialyse könnte auf muskulärer Ebene Langzeitanalysen bei geringer Invasivität ermöglichen und würde so einen entscheidenden Vorteil gegenüber Muskelbiospien bieten.
Das Ischaemic Preconditioning bzw. das Remote Ischaemic Preconditioning (RIPC) bietet durch seine einfache Anwendbarkeit eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten. In vielen Arbeiten konnten bereits vielversprechende Effekte beobachtet werde, allen voran im Bereich der Kardioprotektion. Dennoch bedarf es weiterer Untersuchungen, um die zugrundeliegenden Mechanismen besser zu verstehen und die idealen Protokolle für die verschiedenen Anwendungsbereiche festzulegen. Darüber hinaus sollten zukünftige Studien den Langzeiteffekt wiederholt angewandter IPC-Interventionen und unterschiedlicher Protokolle weiter untersuchen, um bspw. die Diskrepanz zwischen den beobachteten akuten Effekten und den fehlenden Langzeiteffekten bei der körperlichen Leistungsfähigkeit besser beurteilen zu können. Die Erkenntnisse aus der Literatur geben außerdem Anlass sich der Empfehlung von O'Brien & Jacobs (2021) anzuschließen, dass in zukünftigen Studien bei der Anwendung von IPC individualisierte Verschlussdrücke eingesetzt werden sollten. So kann das Risiko für Gewebsschäden und für damit ggf. einhergehende Messfehler durch zu hohe Drücke geringgehalten werden. Schlussendlich sollte der Effekt von IPC auch im klinischen Kontext in weiteren Studien untersucht werden, um herauszufinden, ob und in welchem Bereich das IPC im klinischen Alltag Anwendung finden kann und ob es in der Lage ist, das Behandlungsergebnis von Patienten zu verbessern. Auch hier bedarf es einer weiteren Exploration der angewendeten Protokolle sowie der Zielgruppe, um die ausgebliebenen Verbesserungen aus den bisherigen großen klinischen Studien (Hausenloy et al., 2016; Meybohm et al., 2015) besser einordnen zu können.
Im Rahmen dieser Studie konnte erstmalig eine akute Immunreaktion durch eine IPC-Intervention an der unteren Extremität ausgelöst und anhand verschiedener Zelltypen des angeborenen Immunsystems im venösen Blut gemessen werden. Es zeigten sich Parallelen zu der Immunreaktion bei körperlicher Belastung aus anderen Arbeiten, was den immunmodulatorischen Effekt des IPC unterstreicht. Hierdurch könnten sich Anwendungsmöglichkeiten ergeben, bei denen die Effektivität von körperlicher Aktivität, z. B. bei chronischen Entzündungen, unterstützt oder möglicherweise sogar ersetzt werden könnte, falls eine solche Belastung nicht oder nur eingeschränkt möglich ist. Für zukünftige Studien wäre es aufgrund der einfachen Anwendbarkeit und der fehlenden Invasivität des IPC denkbar, dieses Verfahren bei immobilen/bettlägerigen Patienten einzusetzen und bspw. den Einfluss auf Immunzellen, Entzündungsparameter oder den Erhalt von Muskelmasse zu untersuchen sowie das klinische Ergebnis mit einer Kontrollgruppe zu vergleichen.},

url = {https://hdl.handle.net/20.500.11811/14543}
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