Simmat, Ralf: Identifizierung hochgradig metamorpher Krustenprovinzen im Indischen Eastern Ghats Belt mittels der Datierung von Monazit mit der Elektronenstrahl-Mikrosonde. - Bonn, 2003. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5n-02776
@phdthesis{handle:20.500.11811/1943,
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author = {{Ralf Simmat}},
title = {Identifizierung hochgradig metamorpher Krustenprovinzen im Indischen Eastern Ghats Belt mittels der Datierung von Monazit mit der Elektronenstrahl-Mikrosonde},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2003,
note = {Es wurden Monazitkörner aus granulitfaziellen Gesteinen des an der indischen Ostküste gelegenen Eastern Ghats Belt (EGB) mit der Elektronenstrahl-Mikrosonde (EMS) in situ datiert. Der EGB ist der granulitfazielle tiefe Krustenbereich eines proterozoischen Orogens, das für die Rekonstruktion der Superkontinente Rodinia und Gondwana von großer Bedeutung ist.
Ziel war es, eine Übersicht über die im EGB auftretenden Monazitalter zu gewinnen und Regionen mit einheitlichen Daten zu definieren.
Insgesamt wurden Monazitkörner aus 56 verschiedenen Granulitproben mit der EMS datiert. Die Altersdaten umfassen insgesamt die Zeitspanne zwischen etwa 1650 und 500 Millionen Jahre, wobei große regionale Unterschiede festzustellen sind. Die Altersdaten dokumentieren für weite Bereiche des EGB eine polyphase, hochgradig metamorphe Überprägungsgeschichte.
Granulite aus der Western Charnockite Zone unterscheiden sich durch ihre Monazitalter zwischen 1650 bis 1550 Ma von allen anderen Bereichen des EGB. In einigen Proben der WCZ wurde eine schwache Überprägung vor 1350 bis 1450 Ma nachgewiesen, deren geologische Bedeutung jedoch nicht zweifelsfrei geklärt werden kann.
In sämtlichen untersuchten Bereichen des EGB außerhalb der WCZ wurden Proben mit EMS-Monazitaltern in der Spanne zwischen etwa 1020 und 940 Ma festgestellt. In den meisten Gebieten sind diese Grenvillian-Alter typisch und vorherrschend. Untergeordnet auftretende Monazitalter zwischen 920 und 840 Ma lassen sich im Augenblick noch nicht befriedigend interpretieren. In einigen Gebieten sind die Monazit-Altermuster jedoch vielseitiger:
In der Region um Srikakulam-Chipurupalle ist ein intensiver Pan-afrikanischer Einfluss vor etwa 550 bis 500 Ma festzustellen. Auch einige Proben der Region Anakapalle - Arakutal enthalten Monazitkörner mit Pan-afrikanischen Anwachsdomänen. Solche sind ebenso typisch für Monazit verschiedener Granulite der Chilka Lake Region, die außerdem bezüglich ihrer Monazitalter eine ganz eigene Charakteristik aufweist. Grenvillian-Alter wurden nur in Sapphirin-führenden Granuliten festgestellt, dagegen zeigen Monazitkörner lithologisch unterschiedlicher Granulite Alterscluster zwischen etwa 760 und 740 Ma, die eventuell mit der Abkühlung nach der Platznahme des Chilka Lake Anorthositkomplexes oder, wahrscheinlicher, mit der Platznahme von Leukograniten in Verbindung zu bringen sind. Weitere Alterspopulationen zwischen 690 und 662 Ma werden von Monazit aus synkinematischen Leukosom-Proben definiert. In diese Zeitspanne fällt eine transpressive Deformation, die in der Chilka Lake Region im Gegensatz zu den übrigen Teilen des EGB das letzte Gefüge prägende Deformationsereignis ist.
Eine Sonderstellung bezüglich der EMS-Monazitalter nimmt außerdem die Angul-Region ein. In den hier vorkommenden metasedimentären Granuliten treten zonierte Monazitkörner auf, welche in ihren Kernen etwa 1260 Ma alt sind. Die sonst für den EGB (nicht der Western Charnockite Zone) typischen Grenvillianalter um 960 Ma wurden nur in schmalen, randlichen Korndomänen festgestellt.},

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