Brenner, Sven; Nieß, Erhard; Pfeffer, Ernst: Quantifizierung horizontaler Nährstoffbewegungen durch angepasste Weidewirtschaft mit Schafen in Naturschutzgebieten. Bonn: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Landwirtschaftliche Fakultät, Lehr- und Forschungsschwerpunkt Umweltverträgliche und Standortgerechte Landwirtschaft USL, 2002. In: Forschungsbericht / Lehr- und Forschungsschwerpunkt "Umweltverträgliche und Standortgerechte Landwirtschaft" an der Landwirtschaftlichen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität, 85.
Online-Ausgabe in bonndoc: http://hdl.handle.net/20.500.11811/1168
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author = {{Sven Brenner} and {Erhard Nieß} and {Ernst Pfeffer}},
title = {Quantifizierung horizontaler Nährstoffbewegungen durch angepasste Weidewirtschaft mit Schafen in Naturschutzgebieten},
publisher = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Landwirtschaftliche Fakultät, Lehr- und Forschungsschwerpunkt Umweltverträgliche und Standortgerechte Landwirtschaft USL},
year = 2002,
series = {Forschungsbericht / Lehr- und Forschungsschwerpunkt "Umweltverträgliche und Standortgerechte Landwirtschaft" an der Landwirtschaftlichen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität},
volume = 85,
note = {Ziel der vorliegenden Untersuchung war es, in einem Beweidungsversuch über zwei Vegetationsperioden die mit der Hüteschafhaltung in Naturschutzgebieten verbundenen horizontalen Nährstoffbewegungen zu quantifizieren. Den heute üblichen Naturschutzauflagen entsprechend erfolgt die Hüteschafhaltung nach dem Prinzip, dass die Schafe tagsüber auf den zu schützenden Flächen weiden und nachts außerhalb gepfercht werden. Die Untersuchung wurde auf zwei verschiedenen Grünlandbiotopen in der Eifel durchgeführt. Im ersten Versuchsjahr 1998 fand der Beweidungsversuch auf zwei Kalkmagerrasen- Standorten statt, im zweiten Versuchsjahr 1999 auf Flächen mit einer Rotschwingel- Rotstraußgras-Gesellschaft in einem Heidegebiet. Während der täglich achtstündigen Weide wurde der Kot von acht ausgewählten Schafen mit Kotsammelgeschirren quantitativ erfasst. Im Pferch konnten mit Stoffwechselkäfigen Kotund Harnausscheidungen getrennt aufgefangen werden. Die Futteraufnahme wurde bestimmt, indem die Pflanzenmasse vor und nach der Beweidung erfasst und die Differenz daraus als entzogene Pflanzenmasse dem Futterverzehr gleichgesetzt wurde. Bei der Messung des Nährstoffaustrags über den Mittags- und Nachtpferch standen N, P und K im Vordergrund. Die umsetzbare Energie (ME) im aufgenommenen Futter nahm im Laufe der Vegetationsperiode ab und lag zwischen 8,5 und 2,1 MJ/kg T. Die Verdaulichkeiten der Organischen Substanz wiesen die gleiche Tendenz auf und erreichten Werte von 61 bis 17%. Die von den ausgewählten Schafen im Pferch ausgeschiedenen N-Mengen betrugen auf dem Kalkmagerrasen durchschnittlich 13,4 und auf den Heideflächen 14,1 g N/Tier und Tag. Davon entfielen 56% auf die Kot-N-Ausscheidungen. Phosphor wurde nahezu ausschließlich mit dem Kot ausgeschieden. Die P-Ausscheidungen lagen durchschnittlich zwischen 1,06 g P/Tier und Tag (1998) und 1,42 g P/Tier und Tag (1999). Die K-Ausscheidungen lagen mit 10,9 bzw. 9,7 g K/Tier und Tag in beiden Jahren auf gleichem Niveau. Davon stammten 28% (1998) bzw. 39% (1999) aus dem Kot. In einer Modellrechnung wurden die gemessenen Daten auf einen praxisüblichen Schäfereibetrieb übertragen. Der ermittelte Nährstoffaustrag berücksichtigte neben den Ausscheidungen im Pferch auch den Zuwachs an Lebendmasse der Lämmer. In drei Varianten wurde ein Zuwachs von 200, 150 und 100 g LM/Tier und Tag zugrunde gelegt. Demnach werden jährlich je ha 20 bis 24 kg N, 1,2 bis 1,5 kg P und 18 bis 20 kg K von den Naturschutzflächen ausgetragen. Anhand detaillierter Vegetationserhebungen vor und nach der Beweidung und Beobachtungen der Tiere bei der Futteraufnahme wurde die Futterselektion der Schafe untersucht und das Artenspektrum der aufgenommenen Pflanzen bestimmt. Für jeden Teilversuch wurde eine Rangfolge bezüglich der Aufnahmepräferenz der Schafe für die vorkommenden Pflanzenarten erstellt.},
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