Neuhoff, Daniel; Klinkenberg, Hans-Josef; Köpke, Ulrich: Kartoffeln im Organischen Landbau : Bekämpfung der Kraut- und Knollenfäule (Phytophthora infestans (Mont.) De Bary). Bonn: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Landwirtschaftliche Fakultät, Lehr- und Forschungsschwerpunkt Umweltverträgliche und Standortgerechte Landwirtschaft USL, 2002. In: Forschungsbericht / Lehr- und Forschungsschwerpunkt "Umweltverträgliche und Standortgerechte Landwirtschaft" an der Landwirtschaftlichen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität, 89.
Online-Ausgabe in bonndoc: http://hdl.handle.net/20.500.11811/1172
@techreport{handle:20.500.11811/1172,
author = {{Daniel Neuhoff} and {Hans-Josef Klinkenberg} and {Ulrich Köpke}},
title = {Kartoffeln im Organischen Landbau : Bekämpfung der Kraut- und Knollenfäule (Phytophthora infestans (Mont.) De Bary)},
publisher = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Landwirtschaftliche Fakultät, Lehr- und Forschungsschwerpunkt Umweltverträgliche und Standortgerechte Landwirtschaft USL},
year = 2002,
series = {Forschungsbericht / Lehr- und Forschungsschwerpunkt "Umweltverträgliche und Standortgerechte Landwirtschaft" an der Landwirtschaftlichen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität},
volume = 89,
note = {In den Jahren 1999 bis 2001 wurden 2 Gewächshaus- und 9 Feldversuche auf 2 Standorten (Hennef, Niederkrüchten) durchgeführt. In den Untersuchungen wurden verschiedene Präparate auf ihre Wirksamkeit gegen Krautfäule (Phytophthora infestans) im ökologischen Kartoffelbau überprüft. Zur Anwendung kamen Extrakte aus Salbei, Tormentillstock, Zitrusfrüchten und Braunalgen, verschiedene Mikroorganismen (u.a. Pseudomonas fluorescens) sowie Kaliseife. Die Wirkung der Präparate wurde im Vergleich zu einer dreimaligen Kupferhydroxidspritzungen à 1 kg Cu * ha-1 und einer unbehandelten Kontrolle getestet. Der Schwerpunkt der Untersuchungen lag in der Prüfung von Salbei, da dieser in Untersuchungen an der Universität Bonn eine deutliche Wirkung gegen P. infestans in Labor und Feld gezeigt hatte und großflächig und vglw. kostengünstig angebaut werden kann. Es wurden Salbeikonzentrationen von 2 - 4 % bei einer Aufwandmenge von bis zu 800 l * ha-1 verwendet. In den Gewächshausversuchen mit künstlich inokulierten Kartoffel- und Tomatenpflanzen (80.000 Zoosporen je ml, 48 h Inkubation im Feuchteschrank) wiesen die Salbei- und Braunalgenextrakte einen Wirkungsgrad von über 80% gegenüber P. infestans auf. Die Zitrusextrakte und die verschiedenen Mikroorganismen wiesen Wirkungsgrade zwischen 50 und 100 % auf. Unter Freilandbedingungen konnte die Wirksamkeit der meisten Präparate nicht reproduziert werden. In keinem der durchgeführten Versuche wurde eine Wirksamkeit der Salbeiextrakte nachgewiesen, obwohl im Gewächshaus ein deutlicher befallsreduzierender Effekt festgestellt wurde. Weder bei vglw. geringem Befallsdruck noch bei hohem bewirkten die Extrakte aus Salbei eine Befallsminderung. Mit Ausnahme der aufgrund einer zugesetzten anorganischen Komponente im ökologischen Landbau nicht zugelassenen Braunalgenextrakte zeigte keines der verwendeten Präparate eine befallsmindernde bzw. ertragssteigernde Wirkung im Feldversuch. Eine Ursache für die mangelnde Wirkung der meisten Präparate im Freiland könnte in der Photolabilität der Wirksubstanzen bzw. am Abbau der Substanzen durch Phyllosphärenorganismen liegen. Durch wöchentliche Applikation von 4,5 l*ha-1 Braunalgenextrakten ab Reihenschluß wurde an zwei Standorten eine deutliche befallsreduzierende Wirkung festgestellt. Diese war mit einer signifikanten Zunahme des Rohertrages um 14% auf etwa 440 dt * ha-1 verbunden. Zur weiteren Erforschung der Braunalgenextrakte ist es notwendig, den Wirkmechanismus im Labor genauer zu untersuchen, um ertragssteigernde Effekte, die evtl. auf einer Stimulierung des Wachstums beruhen, von einer möglicherweise direkten befallsmindernden Wirkung der anorganischen Komponente zu trennen. Zu diesem Zwecke sind in-vitro Untersuchungen (Myzelwachstumstest etc.) ebenso erforderlich, wie die Bonitur möglicher wachstumssteigernder Effekte im Feld (Staudenhöhe, Chlorophyllgehalt der Blätter). Auf Grundlage dieser Untersuchungen sind dann weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Wirksamkeit der Braunalgenextrakte zu entwickeln.},
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