Wimmers, Klaus; Ponsuksili, Siriluck; Rasad, Siti Darodjah; Tholen, Ernst; Schellander, Karl: Abstammungskontrolle beim Schwein nach tierschonender Probenentnahme. Bonn: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Landwirtschaftliche Fakultät, Lehr- und Forschungsschwerpunkt Umweltverträgliche und Standortgerechte Landwirtschaft USL, 2003. In: Forschungsbericht / Lehr- und Forschungsschwerpunkt "Umweltverträgliche und Standortgerechte Landwirtschaft" an der Landwirtschaftlichen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität, 98.
Online-Ausgabe in bonndoc: http://hdl.handle.net/20.500.11811/1188
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title = {Abstammungskontrolle beim Schwein nach tierschonender Probenentnahme},
publisher = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Landwirtschaftliche Fakultät, Lehr- und Forschungsschwerpunkt Umweltverträgliche und Standortgerechte Landwirtschaft USL},
year = 2003,
series = {Forschungsbericht / Lehr- und Forschungsschwerpunkt "Umweltverträgliche und Standortgerechte Landwirtschaft" an der Landwirtschaftlichen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität},
volume = 98,
note = {In diesem Forschungsprojekt wurde ein molekulares Verfahren zur Abstammungs- und Identitätskontrolle an den Schweinerassen Deutsche Landrasse, Deutsches Edelschwein und Pietrain aus nordrhein-westfälischen Zuchtgebieten entwickelt. Besonderes Augenmerk wurde auf ein tierschonendes Probeentnahmeverfahren gelegt. Als Gewebequelle erwiesen sich die Haarwurzelzellen von 6 Haaren als geeignet, um für die Analysen ausreichend DNA zur Verfügung zu bekommen. Die Haare müssen mit einer Flachzange an ihrer Basis gefasst und ausgezogen werden. Als geeigneter und Probennehmer leicht zugänglicher Ort erwies sich der Widerrist. Die Freisetzung der DNA aus den Follikelzellen wurde durch Inkubation in einem Verdauungspuffer einfach erzielt. Die in diesem Verfahren hergestellte DNA-Menge reicht quantitativ und qualitativ für bis zu 50 PCR-Ansätze aus. Für die Abstammungs- und Identitätskontrolle wurde zunächst die Variabilität von 25 Mikrosatellitenloci in den drei Rassen überprüft. Es zeigte sich, dass generell eine hohe Variabilität mit 3 – 16 Allelen pro Lokus, mit einem Durchschnitt von 6 Allelen pro Lokus zu finden war. Der durchschnittliche Heterozygotiegrad war mit 0,72 bei DL am höchsten, gefolgt mit 0,67 bei De und 0,62 bei Pi. Die Mikrosatelliten erwiesen sich zum größeren Teil als sehr informativ mit PIC-Werten (Polymorphic Information Content) zwischen 0,42 und 0,87. Die berechneten Ausschlusswahrscheinlichkeiten der Einzelloci waren zwischen 15,1 % und 77,6 %. Wurden die informativsten Loci kombiniert betrachtet, so konnten mit 5, 6 bzw. 7 Loci Ausschlusswahrscheinlichkeiten von 99,4 %, 99,7 % bzw. 99,9 % erreicht werden. Für die routinemäßige Abstammungs- und Identitätskontrolle wurden drei Multiplex-PCR mit jeweils 5 Loci zusammengestellt. Die Kombination der ersten beiden 5 Plex-PCRs ergibt Ausschlusssicherheiten von mehr als 99,9 % über alle Rassen. Für seltene Sonderfälle wurde die dritte Multiplex-PCR zusätzlich entwickelt um Ausschlüsse mit nur einem einzelnen Locus nach Möglichkeit zu verhindern. Das in diesem Projekt erarbeitete Verfahren basiert auf einer sehr einfachen Probenentnahme, einer vereinfachten DNA-Aufbereitung und auf 2-PCR-Reaktionen um die Variabilität an 10 Mikrosatellitenloci für die Abstammung nachzuweisen. Damit werden sehr hohe Ausschlusssicherheiten, wie sie in der Abstammungs- und Identitätskontrolle verlangt werden, erreicht.},
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