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Untersuchungen zum Vorkommen von Mycotoxinen bei Auftreten der Rußfleckenkrankheit an Apfelfrüchten

dc.contributor.authorFeldmann, Thomas
dc.contributor.authorOertel, Bernhard
dc.contributor.authorSteiner, Ulrike
dc.contributor.authorNoga, Georg
dc.date.accessioned2018-11-20T13:33:54Z
dc.date.available2018-11-20T13:33:54Z
dc.date.issued2003
dc.identifier.urihttp://hdl.handle.net/20.500.11811/1204
dc.description.abstractIn den Anbaugebieten der gemäßigten Klimazonen ist die Rußfleckenkrankheit eine häufig auftretende Pilzkrankheit beim Apfel (Malus xdomestica Borkh.). Die Gefahr des Befalls mit Rußfleckenerregern steigt durch einen verminderten Einsatz von Fungiziden sowie mit dem vermehrten Anbau schorfresistenter Apfelsorten, die ebenfalls in der Regel wenigen oder keinen Fungizidspritzungen ausgesetzt sind. Dieses trifft vor allem im ökologischen Anbau zu. In den USA wurden 1993 in einer Flüssigkultur eines Peltaster fructicola-Isolates, einem der pilzlichen Erreger der Rußfleckenkrankheit, die Mycotoxine Trichothecolon und Trichothecolon-Acetat gefunden. Daher wurden die in Deutschland als Erreger der Rußfleckenkrankheit geltenden Pilze auf ihre Fähigkeit untersucht, Mycotoxine der Gruppe der Trichothecene zu bilden. Die bisherigen Untersuchungen zeigen, dass weder in Flüssigkulturen der einzelnen Erreger der Rußfleckenkrankheit, noch in Schalen befallener Apfelfrüchte, noch in Apfelsäften die Trichothecene Trichothecin und Trichothecolon vorkommen. Auch die zusätzlich analysierten Toxine Nivalenol, Deoxynivalenol, Diacetoxyscirpenol und T-2 Toxin wurden nicht gefunden. Aufgrund der bisher vorliegenden Ergebnisse liegen keinerlei Hinweise vor, dass deutsche Apfelfrüchte oder Apfelprodukte mit Mycotoxinen aus der Gruppe der Trichothecene kontaminiert sind. Dennoch sind weitergehende Untersuchungen erforderlich, da es Hinweise gibt, dass viele Pilze nur unter bestimmten Stresssituationen Mycotoxine produzieren. Hinzu kommt, dass die dem Pilz zur Verfügung stehenden Nährstoffe, insbesondere deren Stickstoff- und Kohlenstoff-Gehalte, einen wesentlichen Einfluss auf die Mycotoxinbildung zu haben scheinen. Des Weiteren ist zu untersuchen, inwiefern eine Mycotoxinproduktion von der jeweiligen, klimatisch unterschiedlichen Herkunft der Erreger abhängig ist. Auch wäre zu klären, ob die in Betracht gezogenen Erreger der Rußfleckenkrankheit über die notwendigen Gene für eine Mycotoxin-Synthese verfügen. Hier besteht nach wie vor großer Forschungsbedarf.de
dc.format.extent53
dc.language.isodeu
dc.relation.ispartofseriesForschungsbericht / Lehr- und Forschungsschwerpunkt "Umweltverträgliche und Standortgerechte Landwirtschaft" an der Landwirtschaftlichen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität ; 110
dc.rightsIn Copyright
dc.rights.urihttp://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/
dc.subject.ddc630 Landwirtschaft, Veterinärmedizin
dc.titleUntersuchungen zum Vorkommen von Mycotoxinen bei Auftreten der Rußfleckenkrankheit an Apfelfrüchten
dc.typeArbeitspapier
dc.publisher.nameRheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Landwirtschaftliche Fakultät, Lehr- und Forschungsschwerpunkt Umweltverträgliche und Standortgerechte Landwirtschaft USL
dc.publisher.locationBonn
dc.rights.accessRightsopenAccess
dc.relation.pissn1610-2460
dc.relation.urlhttps://www.usl.uni-bonn.de/pdf/Forschungsbericht 110.pdf
dc.relation.zdb2705463-9
ulbbn.pubtypeZweitveröffentlichung


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