Meyer, Anja; Enbergs, Heinrich: Untersuchungen zum Steroidprofil beim Pferd mit Hilfe der GC/MS : Ein Beitrag zur Interpretation des Steroidprofils in der Dopinganalytik. Bonn: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Landwirtschaftliche Fakultät, Lehr- und Forschungsschwerpunkt Umweltverträgliche und Standortgerechte Landwirtschaft USL, 2004. In: Forschungsbericht / Lehr- und Forschungsschwerpunkt "Umweltverträgliche und Standortgerechte Landwirtschaft" an der Landwirtschaftlichen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität, 117.
Online-Ausgabe in bonndoc: http://hdl.handle.net/20.500.11811/1211
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author = {{Anja Meyer} and {Heinrich Enbergs}},
title = {Untersuchungen zum Steroidprofil beim Pferd mit Hilfe der GC/MS : Ein Beitrag zur Interpretation des Steroidprofils in der Dopinganalytik},
publisher = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Landwirtschaftliche Fakultät, Lehr- und Forschungsschwerpunkt Umweltverträgliche und Standortgerechte Landwirtschaft USL},
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note = {Ziel des Forschungsvorhabens war es, auf der Basis einer gaschromatographischmassenspektrometrischen Harnsteroidprofilanalyse Angaben zu den Referenzwerten des endogenen Steroidprofils von Stuten zu machen. Es wurden für jedes Steroidprofil 14 Androgene, 3 Östrogene und 5 Gestagene erfasst und deren Konzentration bestimmt. Dabei wurde außerdem ein rassenspezifischer Vergleich zwischen Warm- und Vollblutstuten angestrebt. Ferner sollten die Steroidprofile virilisierter Stuten im Hinblick auf Abweichungen untersucht werden. Dabei wurden als Einflussfaktoren Alter, ovarieller Defekt, Virilisierungsstärke und Reproduktionsstatus berücksichtigt. Zur Untersuchung standen Proben von drei verschiedenen Referenzpopulationen zur Verfügung: 1. Zyklusunabhängige Harnproben aus der Routinedopinganalytik von 260 Warmblutstuten und 272 Vollblutstuten (Referenzpopulation 1) 2. Je 20 Harnproben von Warm- und Vollblutstuten, von denen jeweils 10 im Östrus und 10 im Diöstrus genommen wurden (Referenzpopulation 2) 3.Je eine Harnprobe von 28 Warmblutstuten und 20 Vollblutstuten mit Virilisierungserscheinungen und jeweils bekanntem Zyklusstadium (Referenzpopulation 3) Folgende Ergebnisse wurden erzielt: Probenentnahme: Als effektivste Methode zur Probenentnahme erwies sich die Animierung zur Harnentleerung durch Frischeinstreu. Probenanalyse:Das angewandte Analyseverfahren auf GC/MS – Basis konnte als schnell und hochspezifisch für eine breite Substanzpalette beurteilt werden. Zum Steroidprofil im Harn von Stuten mit unbekanntem Zyklusstadium (Referenzpopulation 1): a) Hier wurden folgende Gesamtkonzentrationen der Steroide ermittelt: * Androgene Warmblut/Vollblut: 32,93/23,55 ng/ml * Östrogene Warmblut/Vollblut: 31,58/32,04 ng/ml * Gestagene Warmblut/Vollblut: 345,45/461,32 ng/ml * Corticosteroid Warmblut/Vollblut: 789,47/802,25 ng/ml b) Die gemessenen Androgen- und Östrogenkonzentrationen lagen bei den Warmblutstuten höher als bei den Vollblutstuten. Diese wiesen ihrerseits höhere Gestagen- und Corticosteroidspiegel auf. Die Unterschiede waren für die alle Androgene bis auf Epiandrosteron, Androstandiol-17α und Androstendion sowie für alle Gestagene signifikant. Zum Steroidprofil im Harn von Stuten mit bekanntem Zyklusstadium (Referenzpopulation 2): a) Die ermittelten Steroidkonzentrationen zeigten eine zyklusabhängige Variation. Im Östrus konnten sowohl bei Warm- als auch bei Vollblutstuten hohe und im Diöstrus niedrige Androgen- und Östrogenspiegel nachgewiesen werden. Umgekehrt lag der Gestagenspiegel im Östrus auf niedrigem und im Diöstrus auf hohem Niveau. b) Pregnandiol-20ß konnte aufgrund seiner hohen Konzentration als häufigstes Umwandlungsprodukt des Progesteron nachgewiesen werden. c) Bei den Stuten der Referenzpopulation 1 und 2 zeigten sich hohe DHEA-Konzentrationen, die auf eine gesteigerte Steroidsynthese auf dem ∆5-Weg schließen lassen. Zum Steroidprofil im Harn von Stuten mit Virilisierungserscheinungen (Referenzpopulation 3): a) Sowohl im Östrus als auch Diöstrus wurden bei den virilisierten Stuten wesentlich höhere Androgen-, Östrogen- und Gestagenkonzentrationen als bei den nicht virilisierten nachgewiesen. Die Unterschiede waren signifikant bis hochsignifikant. Als mögliche Ursache kommen Enzymdefekte der 21ß-Hydroxylase, bzw. der 11ß-Hydroxylase in Betracht. b) Für die virilisierten Stuten ergaben sich folgende Referenzwerte ( ng/ml ): • Warmblut/Östrus: 413 (Androgene); 355,04 (Östrogen ); 1386,62 (Gestagene) • Warmblut/Diöstrus: 209,99 ( Androgene ); 179 (Östrogene); 325,75 (Gestagene) • Vollblut/Östrus: 441,99 ( Androgene); 351,03 (Östrogene); 896,89 (Gestagene) • Vollblut/Diöstrus: 173,19 (Androgene); 160,15 (Östrogene); 2871,56 (Gestagene) Zu den unterschiedlichen Einflussfaktoren auf das Steroidprofil bei virilisierten Stuten: a) Alter: Ein signifikanter Einfluß des Alters auf das Steroidprofil war nicht nachweisbar. b) Fruchtbarkeitsstatus: Bei Stuten mit einer Fruchtbarkeitsrate=0% lagen die Androgen-, Östrogen- und Gestagenkonzentrationen auf einem höherem Niveau als bei den Stuten mit einer Fruchtbarkeitsrate>0%. Dies war sowohl im Östrus als auch im Diöstrus der Fall. Die Unterschiede waren für einzelne Steroide signifikant. c) Ovarialtumor: Virilisierte Stuten mit einem Ovarialtumor wiesen höhere Androgen-, Östrogen- und Gestagenkonzentrationen auf als virilisierte Stuten ohne Tumor. d) Virilisierungsstärke: Der Steroidspiegel lag bei den schwach virilisierten Stuten auf einem höheren Niveau als bei den stark virilisierten Stuten. Es konnte nicht nachgewiesen werden, dass eine Korrelation zwischen der Stärke der Virilisierung im klinischen Bild und der Stärke der endokrinologischen Abweichung besteht.},
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