Beukert, Christoph; Simons, Johannes; Hartmann, Monika: Der Markt für ökologisch erzeugte Fleischprodukte : Wachstumsimpulse durch den Aufbau einer effizienten und konsumentenorientierten Wertschöpfungskette. Bonn: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Landwirtschaftliche Fakultät, Lehr- und Forschungsschwerpunkt Umweltverträgliche und Standortgerechte Landwirtschaft USL, 2006. In: Forschungsbericht / Lehr- und Forschungsschwerpunkt "Umweltverträgliche und Standortgerechte Landwirtschaft" an der Landwirtschaftlichen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität, 135.
Online-Ausgabe in bonndoc: http://hdl.handle.net/20.500.11811/1229
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author = {{Christoph Beukert} and {Johannes Simons} and {Monika Hartmann}},
title = {Der Markt für ökologisch erzeugte Fleischprodukte : Wachstumsimpulse durch den Aufbau einer effizienten und konsumentenorientierten Wertschöpfungskette},
publisher = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Landwirtschaftliche Fakultät, Lehr- und Forschungsschwerpunkt Umweltverträgliche und Standortgerechte Landwirtschaft USL},
year = 2006,
series = {Forschungsbericht / Lehr- und Forschungsschwerpunkt "Umweltverträgliche und Standortgerechte Landwirtschaft" an der Landwirtschaftlichen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität},
volume = 135,
note = {Der Anteil von Bio-Fleisch an der gesamten Fleischnachfrage in Deutschland liegt – trotz hoher Wachstumsraten durch Lebensmittelskandale und die BSE-Krise – bei Rindfleisch un-ter 5 % und bei Schweinefleisch unter 0,5 %. Als hemmende Faktoren für das Marktwachs-tum werden vor allem die geringe Distributionsdichte, ein Mangel an Convenience-Produkten und das hohe Preisniveau genannt. Vor diesem Hintergrund wurde mit diesem Forschungs-projekt untersucht, ob durch den Aufbau einer effizienten und konsumentenorientierten Wert-schöpfungskette von Fleischskandalen unabhängige Wachstumsimpulse für den Bio-Fleisch-markt möglich sind. Rechtliche Grundlage für die Verwendung der Bezeichnungen „Bio“ oder „Öko“ bildet die EG-Öko-VO, daneben haben aber auf dem deutschen Markt unterschiedliche Anbauverbände mit jeweils eigenen, über die Bestimmungen der EG-Öko-VO hinausgehenden Richtlinien eine große Bedeutung. Dies führt zu einer Segmentierung des Bio-Fleischmarktes. Die Analyse der Nachfrage basiert auf der Annahme, dass Marktpotenziale für Bio-Fleisch nur im Zusammenhang mit den pflanzlichen Bio-Produkten identifiziert und genutzt werden können. Sie ist deshalb nicht auf Bio-Fleisch begrenzt. Die qualitative Marktstudie des Pro-jektes zeigt im Zusammenhang mit der Literaturanalyse, dass Bio-Lebensmittel als qualitativ hochwertig angesehen werden und die Wahrnehmung von Bio-Produkten und Bio-Fleisch sich vor allem durch die Abgrenzung von der Erzeugung und Vermarktung konventioneller Lebensmittel auszeichnet. Diese psychologisch wichtige Produkteigenschaft steht im Zusam-menhang mit den o. g. hemmenden Faktoren für das Marktwachstum und erschwert die Integ-ration der Produkte in den Alltag der Verbraucher. Die hohen Kosten entlang der Bio-Fleisch-Wertschöpfungskette sind nur in geringem Umfang auf die rechtlichen Rahmenbedingungen der EG-Öko-VO zurückzuführen. Die im Vergleich zum konventionellen Bereich höheren Kosten resultieren vor allem aus den strukturellen Un-terschieden in der Erzeugung, Schlachtung, Verarbeitung und Vermarktung, aus Richtlinien der Anbauverbände sowie aus dem geringen Marktvolumen. Die Kosten der Schlachtung und Verarbeitung können durch eine Eingliederung der ökologischen Wertschöpfungskette in konventionell arbeitende Betriebe erheblich gesenkt werden. Das grundsätzliche Spannungsverhältnis zwischen Abgrenzung und Integration sowie die Zahlungsbereitschaft der Verbraucher für Bio-Produkte ist in drei Gruppen von Verwendungsstilen unterschiedlich stark ausgeprägt, so dass sich der Markt basierend auf den Ver-wendungsstilen angemessen segmentieren lässt: • In den Marktsegmenten, in denen die Abgrenzung von der konventionellen Wertschöp-fungskette von Bedeutung ist, sind Kostensenkungen durch strukturelle Anpassungen nur begrenzt möglich. Aufgrund der hohen Zahlungsbereitschaft können die Produkte im Hochpreissegment positioniert werden. • In den Marktsegmenten, in denen die Integration in den Verbraucheralltag und ein gerin-ger Preis ein großes Gewicht haben, sind Kostensenkungen und Produktdifferenzierungen durch eine Eingliederung der ökologischen Wertschöpfungskette in konventionelle Be-triebe möglich. Die nachhaltige Sicherung und Ausweitung der Hochpreissegmente und die Differenzierung der Produkte mit unterschiedlichen Preisen setzen eine kommunikative Unterstützung voraus. Für die Förderung des Bio-Sektors sind die Unterstützung von Pilotprojekten für die Ver-marktung von Bio-Fleisch und die auf Kostensenkungen ausgerichtete Beratung in den land-wirtschaftlichen Betrieben sinnvoll. Die segmentierte Marktbearbeitung würde der besonderen Situation in Nordrhein-Westfalen entgegenkommen: die leistungsstarken Strukturen und das Know-how in der Erzeugung und Vermarktung von Fleisch könnten zur Effizienzverbesserung in der Bio-Fleisch-Wertschöpfungskette genutzt werden. Damit könnte auch der konventionelle Bereich von einer Ausweitung des Marktes für Bio-Fleisch profitieren. Die bisherigen Vermarktungsketten würden demgegenüber durch eine angemessene Produkt- und Kommunikationspolitik erhal-ten bleiben, so dass auch aus diesen Ketten weiterhin Einkommen erzielt werden könnte.},
url = {http://hdl.handle.net/20.500.11811/1229}
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