Schindler, Matthias; Schumacher, Wolfgang: Auswirkungen des Anbaus vielfältiger Fruchtfolgen auf wirbellose Tiere in der Agrarlandschaft (Literaturstudie). Bonn: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Landwirtschaftliche Fakultät, Lehr- und Forschungsschwerpunkt Umweltverträgliche und Standortgerechte Landwirtschaft USL, 2007. In: Forschungsbericht / Lehr- und Forschungsschwerpunkt "Umweltverträgliche und Standortgerechte Landwirtschaft" an der Landwirtschaftlichen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität, 147.
Online-Ausgabe in bonndoc: http://hdl.handle.net/20.500.11811/1242
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note = {Auswirkungen des Anbaus vielfältiger Fruchtfolgen auf wirbellose Tiere in der Agrarlandschaft (Literaturstudie) SCINDLER, M. & W. SCHUMACHER: Institut für Nutzpflanzenkunde und Ressourcenschutz - Fachbereich Ökologie der Kulturlandschaft In fast allen landwirtschaftlichen Systemen wird heute nur noch eine geringe Anzahl an Kulturarten und Varietäten angebaut. Das Ergebnis ist die Nivellierung der Bodenstruktur und der Vegetationsstrukturen, die wiederum Einfluss auf Mikroklima und Lichtverhältnisse haben. Darüber hinaus können durch die geringere Vielfalt bei den Kultivaren und deren spezifische Eigenschaften die Blühzeiträume enger werden. Sämtliche Maßnahmen zur Pflege und Ernte der angebauten Kulturen führen großflächig zu einer meist gleichförmigen Veränderung von Ackerbiotopen. Die Auswirkungen dieser Bewirtschaftung auf die Ackerzoo-zönosen können sich in einem messbaren Rückgang der Diversität sowie in der Nivellierung der Artenzusammensetzung zeigen. Das NRW-Programm „Ländlicher Raum“ unterstützt die Entwicklung einer ökologisch und ökonomisch stabilen Land- und Forstwirtschaft sowie attraktiver ländlicher Räume. Bestandteil des Programms sind im Rahmen des Förderschwerpunktes 2 die „Agrarumweltmaßnahmen“ (AUM). Die AUM „Anbau vielfältiger Fruchtfolgen“ wurde 2003 als Teilmaßnahme der „Markt- und standortangepassten Landbewirtschaftung (MSL) im Rahmen der Modulation“ aufgestellt. Nachdem in Nordrhein-Westfalen im ersten Förderjahr 387 Betriebe mit einer Gesamtfläche von etwa 24.500 ha an dieser Maßnahme teilgenommen haben, umfasste die Gesamtfläche 2006 insgesamt ca. 60.800 ha. Im Rahmen der vorliegenden Literaturstudie wurde - exemplarisch für verschiedene Wirbellosen-Gruppen - analysiert, ob der „Anbau vielfältiger Fruchtfolgen“ zur Erhöhung der Artenvielfalt in Agrarökosystemen beitragen kann. Neben der Ausgestaltung der Fruchtfolgen wurden auch die möglichen Funktionen bestimmter Kulturpflanzen als Habitate oder Teilhabitate für blütenbesuchende Insekten in die Betrachtung mit einbezogen. Vorschläge für die Modifikation der AUM „Anbau vielgliedriger Fruchtfolgen“ zur Verbesserung des biotischen Ressourcenschutzes werden gegeben.},
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