Kötter, Theo; Op't Eynde, Bernd; Langer, Julia: Zukunftsfähige Dorfkerne und Ortsmitten : Revitalisierung durch Innenentwicklung - intelligente Flächennutzung im Ort - Konsequenzen für Planung und Bodenordnung, Baukultur, Ökologie, Flächenverbrauch ; Zusammenhänge mit demographischen und soziokulturellen Entwicklungen - Erarbeitung von Konzepten und Strategien. Bonn: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Landwirtschaftliche Fakultät, Lehr- und Forschungsschwerpunkt Umweltverträgliche und Standortgerechte Landwirtschaft USL, 2011. In: Forschungsbericht / Lehr- und Forschungsschwerpunkt "Umweltverträgliche und Standortgerechte Landwirtschaft" an der Landwirtschaftlichen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität, 163.
Online-Ausgabe in bonndoc: http://hdl.handle.net/20.500.11811/1258
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author = {{Theo Kötter} and {Bernd Op't Eynde} and {Julia Langer}},
title = {Zukunftsfähige Dorfkerne und Ortsmitten : Revitalisierung durch Innenentwicklung - intelligente Flächennutzung im Ort - Konsequenzen für Planung und Bodenordnung, Baukultur, Ökologie, Flächenverbrauch ; Zusammenhänge mit demographischen und soziokulturellen Entwicklungen - Erarbeitung von Konzepten und Strategien},
publisher = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Landwirtschaftliche Fakultät, Lehr- und Forschungsschwerpunkt Umweltverträgliche und Standortgerechte Landwirtschaft USL},
year = 2011,
series = {Forschungsbericht / Lehr- und Forschungsschwerpunkt "Umweltverträgliche und Standortgerechte Landwirtschaft" an der Landwirtschaftlichen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität},
volume = 163,
note = {Die ca. 4.000 nordrhein-westfälischen Dörfer unterscheiden sich hinsichtlich erheblich hinsichtlich ihrer Dynamik, ihren Entwicklungspotentialen und Problemlagen. Vielerorts kristallisieren sich indessen die Dorfkerne und Ortsmitten als neue Problembereiche mit strukturellem Handlungsbedarf heraus. Sie bedürfen aktiver und frühzeitiger Strategien, um sie auch zukünftig als Standort für Wohnen, Arbeiten, Daseinsvorsorge und Kommunikation zu erhalten. Dieser vorliegende Forschungsbericht hat die Ursachen für die aktuellen Entwicklungstrends und Problemlagen nordrhein-westfälischer Dorfkerne und Ortsmitten sowie deren Handlungserfordernisse hervorgehoben. Gerade die Auswirkungen des demographischen Wandels mit einem Verlust an Einwohnern sowie in der Folge der Verlust an örtlichen Einrichtungen der Daseinsvorsorge und einer wachsende Anzahl von Gebäudeleerständen belasten in erster Linie die Ortskerne und führen zu neuen Herausforderungen. Die örtliche Infrastruktur stellt zugleich einen wichtigen Baustein und Motor der Innenentwicklung in den Dörfern dar und bestimmt maßgeblich die Standortqualitäten für Wohnen und Arbeiten. Deshalb ist die revitalisierende Dorfinnenentwicklung als die Zukunftsaufgabe in den ländlichen Räumen zu betrachten, die die natürlichen Ressourcen schont und vorhandene Potenziale optimal nutzt. Abschließend sollen vier Prinzipien herausgestellt werden, die sich in den Fallstudien als Erfolgsfaktoren erwiesen haben und daher für die Dorfkernrevitalisierung von Bedeutung sind. Danach sind erfolgreiche Entwicklungen der Dorfkerne und Ortsmitten sind mit folgenden Ansätzen verknüpft: ▪ Ortskerne als multifunktionale Wohnstandorte entwickeln: Es ist durch intensive Öffentlichkeitsarbeit zu verdeutlichen, dass das Wohnen in historischer Umgebung im Ortskern eine ebenso hohe Qualität hat wie das Wohnen am Ortsrand in einem Neubaugebiet. Dabei ist es von entscheidender Bedeutung, das Wohnumfeld aufzuwerten, Verkehrsbelastungen zu vermindern und Freiflächen multifunktional zu gestalten. Modernisierung und Umnutzung, Abriss und Neubau müssen die veränderten Lebensstile und Wohnansprüche einer pluralistischen und alternden Gesellschaft berücksichtigen. ▪ Partizipative Planungs- und Entwicklungsprozesse: Die Innenentwicklung der Dörfer ist äußerst komplex und erfordert eine strategisch ausgerichtete kleinteilige Vorgehensweise. Dabei muss den Bewohnern Gelegenheit gegeben werden, die Entwicklung des Dorfes aktiv mitzugestalten und zu beeinflussen. Prozesse der Dorfentwicklung sind daher offen zu gestalten, so dass die Bewohner die Chance haben, sich zu engagieren und die Ziele und Maßnahmen verantwortlich mit zu tragen. Gerade darin liegt ein wesentliches Potenzial der Dorfentwicklung. ▪ Regionalisierung: Die externen regionalen, aber und auch die globalen Einflüsse und Abhängigkeiten wirken unverkennbar auf die Entwicklung der Dorfkerne. Zudem können zahlreiche Funktionen kaum noch wirtschaftlich auf der örtlichen Ebene erfüllt werden. Deshalb muss anstelle einer kommunalzentrierten Entwicklung eine Kooperation mit den benachbarten Orten der Region vor allem in den Bereichen der Baulandstrategien und Daseinsvorsorge treten, um die Impulse für die Innenentwicklung zu verstärken und um die Synergien durch regional abgestimmte Infrastrukturangebote zur Verbesserung der Lebensqualität zu nutzen. ▪ Mittelweg zwischen Entwicklung und Bewahrung: Die Entwicklung des Ortskerns ist eine kontinuierliche Daueraufgabe. Dabei ist einerseits eine zukunftsorientierte und bedarfsgerechte Entwicklung zu ermöglichen und andererseits das baukulturelle Erbe und damit die örtliche Identität zu bewahren. Die Qualitätssicherung bei allen baulichen und gestalterischen Maßnahmen ist eine zentrale Herausforderung bei der Innenentwicklung der Dörfer. Ein allfälliger Rückbau muss immer mit einem qualitativ hochwertigen Konzept für die Nachnutzung oder die Neubebauung des Grundstücks einhergehen. Die neuen Herausforderungen für die Dörfer in Nordrhein-Westfalen verlangen Kreativität auf allen Ebenen und die Bereitschaft von allen Beteiligten, auch neue, bisher nicht erprobte Wege zu beschreiten. Inwieweit sich die formulierten Ziele tatsächlich realisieren lassen, hängt von den örtlichen Handlungsspielräumen ab. Das örtliche Umsetzungspotenzial ist kritisch zu überprüfen, um die Ziele und letztlich die Handlungsfelder zu ermitteln, die unter den gegebenen Bedingungen überhaupt verwirklicht werden können. Dennoch zeigen die Befragungen, dass sich die nordrhein-westfälischen Dörfer und ihre Ortskerne auch unter den veränderten Rahmendbedingungen zukunftsfähig entwickeln lassen. Dazu bedarf es Ideen, innovativer Ansätze und vor allem des Engagements der Bewohner.},
url = {http://hdl.handle.net/20.500.11811/1258}
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