Schäfer, David; Grauer, Zara; Britz, Wolfgang: Regionale Modellierung von agrarstrukturellen Änderungen in einem agentenbasierten Ansatz unter Berücksichtigung des überbetrieblichen Austausches von organischen Dünger. Bonn: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Landwirtschaftliche Fakultät, Lehr- und Forschungsschwerpunkt Umweltverträgliche und Standortgerechte Landwirtschaft USL, 2019. In: Forschungsbericht / Lehr- und Forschungsschwerpunkt "Umweltverträgliche und Standortgerechte Landwirtschaft" an der Landwirtschaftlichen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität, 193.
Online-Ausgabe in bonndoc: http://hdl.handle.net/20.500.11811/1367
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author = {{David Schäfer} and {Zara Grauer} and {Wolfgang Britz}},
title = {Regionale Modellierung von agrarstrukturellen Änderungen in einem agentenbasierten Ansatz unter Berücksichtigung des überbetrieblichen Austausches von organischen Dünger},
publisher = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Landwirtschaftliche Fakultät, Lehr- und Forschungsschwerpunkt Umweltverträgliche und Standortgerechte Landwirtschaft USL},
year = 2019,
series = {Forschungsbericht / Lehr- und Forschungsschwerpunkt "Umweltverträgliche und Standortgerechte Landwirtschaft" an der Landwirtschaftlichen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität},
volume = 193,
note = {Die Düngeverordnung (DüV) ist das zentrale agrar- und umweltpolitische Instrument zur Steuerung des Einsatzes von Wirtschafts- und Mineraldünger in Deutschland. Sie ist die primäre Implementierung der EU Nitrate Directive (NiD), mit dem Ziel, den Eintrag von Nährstoffen aus der Landwirtschaft in die Umwelt zu regulieren. Aufgrund des Verfehlens der Zielvorgabe der NiD wurde die DüV im Jahre 2017 novelliert. Die novellierte DüV implementiert dabei strengere Maßnahmen für die Nährstoffausbringung sowie zusätzliche Anforderungen an emissionsarme Technik. Ziel des vorliegenden Forschungsprojekts ist es, die Novellierung auf regionaler Ebene mit Fokus auf Wirtschaftsdüngertransporte aus ökonomischer Sicht zu analysieren. Das Projekt ist als Teilprojekt in ein übergeordnetes Clusterprojekt integriert, welches auf verschiedenen Skalen (Feld, Betrieb, Region) die Auswirkungen der Novellierung untersucht. Es widmet sich der regionalen Analyse und untersucht mittels des räumlichen Gleichgewichtsmodells ManTra und des agentenbasierten Modells ABMSIM Wirtschaftsdüngertransporte zwischen Kreisen in Nordrhein- Westfalen (NRW). Die Datengrundlage basiert auf der Agrarstrukturerhebung 2016 sowie dem Nährstoffbericht 2016. Die Maßnahme der DüV, die auf regionaler Ebene beobachtet wird, ist die Anrechnung von pflanzlichen Gärresten in die Ausbringungsobergrenze von 170 kg N ha -1. Die Ergebnisse von ManTra zeigen hierbei eine Steigerung der Exporte aus den Kreisen mit hohem Stickstoffaufkommen aus der Tierhaltung und Gärresten. Sie sind vorwiegend im Nordwesten von NRW mit Borken, Kleve und Coesfeld vorzufinden. Die aufnehmenden Kreise Wesel, Recklinghausen und Steinfurt sind in direkter Nachbarschaft zu den exportierenden Kreisen zu finden. Eine besondere Rolle in den Ergebnissen nehmen die Kreise Heinsberg und Viersen ein, welche durch die Maßnahme weniger Nährstoffe aus NRW importieren, jedoch die Importe aus den Niederlanden konstant halten. Im Laufe des Projekts ist es jedoch gelungen, ABMSIM um ein funktionierendes Nährstoffauktionsmodul zu erweitern und die Betriebspopulation von NRW darzustellen. Hierbei zeigt ABMSIM vielversprechende Ergebnisse, um in folgenden Entwicklungen auch das Meta-Model mit in die Analyse zu integrieren. Durch die Ergebnisse von ManTra wird deutlich, dass die exportierte Wirtschaftsdüngermenge zwischen Kreisen vor allem in hoch belasteten Gebieten zunehmen wird. Die Bereitschaft zur Aufnahme von Wirtschaftsdünger von Betrieben in angrenzenden Regionen ist jedoch nicht nur abhängig von monetären Ausgleichszahlungen, sondern auch von Ressentiments gegenüber der Nutzung von Wirtschaftsdüngern, wie Geruchsbelastung, Unkrautbelastung oder Konflikten mit Arbeitsspitzen im Ackerbau. Der Politik kommt hierdurch eine zentrale Rolle im Bereich der Beratung und der Entwicklung unterstützender Maßnahmen in den Regionen mit Nährstoffaufnahmekapazitäten zu.},
url = {http://hdl.handle.net/20.500.11811/1367}
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