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Entwicklung eines kombinierten Stuhl- und Blut-Tests für die Früherkennung von kolorektalen Karzinomen

dc.contributor.advisorDietrich, Dimo
dc.contributor.authorRohrbach, Stefanie
dc.date.accessioned2024-02-16T12:38:23Z
dc.date.available2024-02-16T12:38:23Z
dc.date.issued16.02.2024
dc.identifier.urihttps://hdl.handle.net/20.500.11811/11325
dc.description.abstractDarmkrebs ist ein signifikantes Gesundheitsproblem, welches durch Screening-Programme deutlich vermindert werden kann. Die Koloskopie ist der aktuelle Goldstandard, wird allerdings von einem Großteil der Bevölkerung nicht angenommen. Es werden dringend weitere nicht-invasive, individualisierte und risikoadaptierte sowie leicht zugängliche Screeningmethoden benötigt.
Aktuell wird bei Verweigerung einer Koloskopie die Stuhluntersuchung auf okkultes Hämoglobin mittels immunologischem fäkalem Okkultbluttest (iFOBT) empfohlen. Der Epi proColon® Bluttest weist Tumor-DNA im Blut anhand aberranter Methylierung des Septin 9-Genlokus (mSEPT9) nach und ist seit einigen Jahren für das Darmkrebsscreening zugelassen. Ein direkter Vergleich der diagnostischen Leistungsfähigkeit von immunologischem fäkalem Okkultbluttest und der Methylierung des Septin-9-Gens in derselben Patientenkohorte wurde bisher nicht durchgeführt. Aufgrund der unterschiedlichen Probentypen (Stuhl versus Blut) und Analyten (Hämoglobin versus DNA-Methylierung) könnte eine geeignete Kombination beider Testverfahren dazu die jeweiligen diagnostischen Leistungsfähigkeiten der Einzeltest übertreffen.
Im Rahmen dieser Arbeit wurden n = 100 Patienten mit kolorektalem Karzinom eingeschlossen, welche Stuhl- und Blutproben für die Studie zur Verfügung stellten. Als Vergleich wurden weitere n = 100 Probanden ohne maligne Erkrankungen aber vergleichbarem Risikoprofil eingeschlossen. Die Bestimmung der Septin-9-Genmethylierung der zirkulierenden zellfreien DNA im Blutplasma erfolgte mittels einer an der Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde des Universitätsklinikums Bonn etablierten quasi-digitalen Echtzeit-PCR. Das Hämoglobin im Stuhl wurde mit dem fäkal-immunhistochemischen „OC-Sensor“-Test (Eiken Chemical Co, Ldt., Japan) durch das Labor Dr. von Froreich GmbH als Service bestimmt. Die diagnostische Leistungsfähigkeit wurde anhand der Receiver Operating Characteristics (ROC)-Kurve und der resultierenden Area Under the Curve (AUC) beschrieben.
Der immunologische fäkale Okkultbluttest zeigte mit AUCiFOBT = 0,88 eine bessere Leistungsfähigkeit als der Mehtylierungstest des Septin-9-Gens mit AUC mSEPT9 = 0,82. Die quantitativen Hämoglobinwerte im Stuhl wurden empirisch in sieben ordinale Inkremente aufgeteilt und diese mit der Anzahl der methylierten Septin-9-Gen-PCR-Replikate addiert. Hieraus ergab sich eine im Vergleich zu den Areas Under the Curve der einzelnen Tests höhere Area Under the Curve (AUC mSEPT9/iFOBT = 0,92). Bei einem optimierten Schwellenwert (= 4) wurden mit dem kombinierten Test aus immunologischem fäkalem Okkultbluttest und Mehtylierungstest des Septin-9-Gens eine Sensitivität von 75 % bei einer Spezifität von 94 % erreicht. Dies übertrifft das von den Centers for Medicare and Medicaid Services (2021) geforderte Kriterium (75 % Sensitivität, 90 % Spezifität) in Bezug auf Spezifität deutlich und erfüllt die Anforderungen bezogen auf Sensitivität.
Die vorliegende Arbeit zeigt Machbarkeit bezüglich der Kombination von Tests auf okkultes Hämoglobin im Stuhl und frei-zirkulierender zellfreier methylierter Tumor-DNA im Blut für die Darmkrebsdiagnostik und liefert die Rationale und Methodik für eine prospektive Validierung, idealerweise in einer asymptomatischen Risikopopulation.
de
dc.language.isodeu
dc.rightsIn Copyright
dc.rights.urihttp://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/
dc.subjectKolorektalkarzinom
dc.subjectFrüherkennung
dc.subjectSEPT9
dc.subjectMethylierung
dc.subjectiFOBT
dc.subject.ddc610 Medizin, Gesundheit
dc.titleEntwicklung eines kombinierten Stuhl- und Blut-Tests für die Früherkennung von kolorektalen Karzinomen
dc.typeDissertation oder Habilitation
dc.identifier.doihttps://doi.org/10.48565/bonndoc-226
dc.publisher.nameUniversitäts- und Landesbibliothek Bonn
dc.publisher.locationBonn
dc.rights.accessRightsopenAccess
dc.identifier.urnhttps://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-74733
ulbbn.pubtypeErstveröffentlichung
ulbbnediss.affiliation.nameRheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
ulbbnediss.affiliation.locationBonn
ulbbnediss.thesis.levelDissertation
ulbbnediss.dissID7473
ulbbnediss.date.accepted06.02.2024
ulbbnediss.instituteMedizinische Fakultät / Kliniken : Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde/Chirurgie
ulbbnediss.fakultaetMedizinische Fakultät
dc.contributor.coRefereeAretz, Stefan
ulbbnediss.contributor.gnd1385609486


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