Daniels, Jule: Einsamkeit und Trauma: Beeinflussung der Amygdalahabituation durch Einsamkeit und Geschlecht. - Bonn, 2024. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-77281
@phdthesis{handle:20.500.11811/11702,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-77281,
doi: https://doi.org/10.48565/bonndoc-334,
author = {{Jule Daniels}},
title = {Einsamkeit und Trauma: Beeinflussung der Amygdalahabituation durch Einsamkeit und Geschlecht},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2024,
month = jul,

note = {Es erfolgte die Durchführung einer kontrollierten Querschnittsstudie zur Untersuchung der Einflussfaktoren Einsamkeit und Geschlecht auf die Habituation der Amygdala. Zu diesem Zweck wurden 82 Proband:innen mithilfe eines Screenings in eine einsame (ULCA-LS ≥ 50) und nicht-einsame Gruppe (ULCA-LS ≤ 25) kategorisiert, diese nahmen an einer funktionellen Magnetresonanztomographie teil, bei der sie eine Emotional Face-Matching Task absolvierten. Im Anschluss erfolgte die Durchführung eines experimentellen Traumaparadigmas, bei dem sowohl physiologische, als auch psychologische Parameter erhoben und entstandene Intrusionen mittels eines Online-Tagesbuchs quantifiziert wurden.
Hinsichtlich der Ergebnisse des Traumaparadigmas ist darauf hinzuweisen, dass das Traumaparadigma zu einer vergleichbaren Stressreaktion in allen untersuchten Gruppen führte. Einsame Männer zeigten mehr Intrusionen im Vergleich zu einsamen Frauen, gleichzeitig zeigte sich eine Diskrepanz zum Trauma Disclosure, insofern als dass diese einsamen Männer weniger über ihr Trauma sprachen, obgleich das Bedürfnis stark war. Neuronal ergab sich eine Amygdalahabituation, die mit der Abnahme der Intrusionen über alle Gruppen hinweg korrelierte. Eine erhöhte Vulnerabilität ergab sich für einsame Männern, insofern dass diese einen reduzierten Habituationseffekt in der Amygdala aufwiesen und Auffälligkeiten in der funktionellen Konnektivität der Amygdala zeigten. Überdies ergaben sich bildmorphologische Hinweise auf eine erhöhte Konnektivität zwischen der Amygdala und dem Lobus parietalis als möglicher Hinweis auf die Entstehung von vermehrten Intrusionen bei einsamen Männern.
Die vorangestellten Ergebnisse sind Hinweise auf eine erhöhte Vulnerabilität hinsichtlich der Entwicklung einer PTBS bei einsamen Männern. Diese erhöhte Vulnerabilität ist in der klinischen Prävention von der Entstehung einer PTBS zu berücksichtigen und in den klinischen Alltag zu integrieren. Dies könnte beispielsweise erfolgen, indem man Einsamkeit als Screening-Parabel in die Anamnese integriert und den Fokus auf die Amygdala modulierende Verfahren in der Prävention und Therapie legt, wie beispielsweise durch Neurofeedback-Training oder transkranieller Magnetstimulation.},

url = {https://hdl.handle.net/20.500.11811/11702}
}

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