Lüttgens, Lisa Marie: Untersuchung von Gingivaduplikaturen während einer kieferorthopädischen Extraktionstherapie : eine longitudinale Beobachtungsstudie. - Bonn, 2024. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-77304
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-77304
@phdthesis{handle:20.500.11811/11714,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-77304,
author = {{Lisa Marie Lüttgens}},
title = {Untersuchung von Gingivaduplikaturen während einer kieferorthopädischen Extraktionstherapie : eine longitudinale Beobachtungsstudie},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2024,
month = jul,
note = {Hintergrund und Fragestellung: Die Extraktion von Zähnen, vornehmlich Prämolaren, ist ein häufiger Bestandteil von kieferorthopädischen Therapiekonzepten. Dabei ist die Entstehung einer Gingivaduplikatur eine häufige Nebenwirkung, die nach Extraktion mit anschließendem Lückenschluss entstehen kann. Auf Grund der interdentalen Lokalisation mit unterschiedlich großen Ausprägungen in horizontaler und vertikaler Richtung, können diese Ursächlich für einen nicht vollständigen Lückenschluss sein. Auch kieferorthopädische Rezidive, im Sinne eines Reopenings, werden den Gingivaduplikaturen nachgesagt. In unserer longitudinalen Beobachtungsstudie wurde in der untersuchten Patientengruppe die Inzidenz und der Schweregrad entstehender Gingivaduplikaturen festgestellt. Bei entstandenen Gingivaduplikaturen wurde über die aktive Behandlung bis zum Ende der Retention eventuelle Veränderungen in Inzidenz und Schweregrad untersucht.
Probanden/ Methodik: 20 Probanden (12 weiblich, 8 männlich) mit jeweils vier Prämolarenextraktionen wurden in die Studie inkludiert. Es wurde die Anwesenheit von Gingivaduplikaturen, die Sondierungstiefe in vertikaler und horizontaler Ausrichtung, PSI und die Sondierungstiefe des benachbarten Parodonts, zu drei verschiedenen Zeitpunkten untersucht. Zusätzlich wurden die Untersuchungen für den Ober- und Unterkiefer unterschieden und miteinander verglichen.
Ergebnisse: Ergebnis dieser longitudinalen Beobachtungsstudie war, dass Gingivaduplikaturen nicht nur eine höhere Inzidenz im Unterkiefer im Vergleich zum Oberkiefer aufweisen, sondern auch, dass der Schweregrad im Unterkiefer gesteigert ist. Im zeitlichen Verlauf konnte man feststellen, dass sowohl der Schweregrad als auch die Häufigkeit nach aktiver Therapie bis zum Abschluss der Retentionsphase rückläufig sind. Ein re-opening der Extraktionslücken wurde nicht beobachtet.
Schlussfolgerung: Auf Grund des Rückgangs der Inzidenz, des Schweregrades der Duplikaturen, sowie dem fehlen kieferorthopädischer Rezidive, wird empfohlen der Gingiva nach der Entstehung eine Erholungszeit zu geben und eine sehr zurückhaltende Indikation für korrektive chirurgische Interventionen zu stellen.},
url = {https://hdl.handle.net/20.500.11811/11714}
}
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-77304,
author = {{Lisa Marie Lüttgens}},
title = {Untersuchung von Gingivaduplikaturen während einer kieferorthopädischen Extraktionstherapie : eine longitudinale Beobachtungsstudie},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2024,
month = jul,
note = {Hintergrund und Fragestellung: Die Extraktion von Zähnen, vornehmlich Prämolaren, ist ein häufiger Bestandteil von kieferorthopädischen Therapiekonzepten. Dabei ist die Entstehung einer Gingivaduplikatur eine häufige Nebenwirkung, die nach Extraktion mit anschließendem Lückenschluss entstehen kann. Auf Grund der interdentalen Lokalisation mit unterschiedlich großen Ausprägungen in horizontaler und vertikaler Richtung, können diese Ursächlich für einen nicht vollständigen Lückenschluss sein. Auch kieferorthopädische Rezidive, im Sinne eines Reopenings, werden den Gingivaduplikaturen nachgesagt. In unserer longitudinalen Beobachtungsstudie wurde in der untersuchten Patientengruppe die Inzidenz und der Schweregrad entstehender Gingivaduplikaturen festgestellt. Bei entstandenen Gingivaduplikaturen wurde über die aktive Behandlung bis zum Ende der Retention eventuelle Veränderungen in Inzidenz und Schweregrad untersucht.
Probanden/ Methodik: 20 Probanden (12 weiblich, 8 männlich) mit jeweils vier Prämolarenextraktionen wurden in die Studie inkludiert. Es wurde die Anwesenheit von Gingivaduplikaturen, die Sondierungstiefe in vertikaler und horizontaler Ausrichtung, PSI und die Sondierungstiefe des benachbarten Parodonts, zu drei verschiedenen Zeitpunkten untersucht. Zusätzlich wurden die Untersuchungen für den Ober- und Unterkiefer unterschieden und miteinander verglichen.
Ergebnisse: Ergebnis dieser longitudinalen Beobachtungsstudie war, dass Gingivaduplikaturen nicht nur eine höhere Inzidenz im Unterkiefer im Vergleich zum Oberkiefer aufweisen, sondern auch, dass der Schweregrad im Unterkiefer gesteigert ist. Im zeitlichen Verlauf konnte man feststellen, dass sowohl der Schweregrad als auch die Häufigkeit nach aktiver Therapie bis zum Abschluss der Retentionsphase rückläufig sind. Ein re-opening der Extraktionslücken wurde nicht beobachtet.
Schlussfolgerung: Auf Grund des Rückgangs der Inzidenz, des Schweregrades der Duplikaturen, sowie dem fehlen kieferorthopädischer Rezidive, wird empfohlen der Gingiva nach der Entstehung eine Erholungszeit zu geben und eine sehr zurückhaltende Indikation für korrektive chirurgische Interventionen zu stellen.},
url = {https://hdl.handle.net/20.500.11811/11714}
}





