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Regenerative Parodontalchirurgie und kieferorthopädische Zahnbewegung bei Stadium IV Parodontitis

Ergebnisse klinischer Studien

dc.contributor.advisorDommisch, Henrik
dc.contributor.authorTietmann, Christina
dc.date.accessioned2025-07-21T13:39:47Z
dc.date.available2025-07-21T13:39:47Z
dc.date.issued21.07.2025
dc.identifier.urihttps://hdl.handle.net/20.500.11811/13244
dc.description.abstractParodontitis im Stadium IV ist charakterisiert durch schweren Verlust an parodontalem Attachment, vertikale Knochendefekte und pathologische Zahnwanderung (PTM). Die Komplexität des Krankheitsbildes aufgrund von PTM - gekennzeichnet durch Elongationen, Auffächerungen und Lückenbildungen in Verbindung mit sekundärem okklusalem Trauma, bis hin zu Bisskollaps und mastikatorischer Dysfunktion - erfordert eine komplexe interdisziplinäre Therapie, um Funktion und Ästhetik sowie Lebensqualität der Patienten wiederherzustellen.
In zwei retrospektiven Studien wurde anhand einer großen Patientenkohorte untersucht, ob die kombinierte Therapie von regenerativer Parodontalchirurgie intraossärer Defekte mit anschließender kieferorthopädischer Zahnbewegung zum Zahnerhalt und Wiedereinordnung der pathologisch gewanderten Zähne in die Zahnreihe in der Praxisrealität einer parodontologischen Fachzahnarztpraxis möglich ist. Es konnte gezeigt. werden, dass die kombinierte Therapie zu einer statistisch signifikanten Verbesserung des radiologischen Knochenniveaus und Taschenelimination führt, die auch nach 10 Jahren zu langzeitstabilen parodontalen Verhältnissen und langfristigem Zahnerhalt und von mehr als 95 % der ehemals schwer parodontal vorgeschädigten Zähne führte, wenn die Patienten an einer engmaschigen UPT teilnahmen. Weiterhin wurde im Rahmen einer prospektiven multizentrischen randomisierten Studie die Auswirkung des Zeitpunktes des Beginns der kieferorthopädischen Zahnbewegung nach regenerativer Therapie auf die parodontale Heilung untersucht. Die Ergebnisse zeigten, dass ein Jahr nach regenerativer Therapie keine statistisch signifikanten Unterschiede bei frühem (4 Wochen) oder verzögertem (6 Monate) Beginn der kieferorthopädischen Zahnbewegung in Bezug auf CAL-Gewinn oder Taschenelimination beobachtet werden konnten. Der frühe Beginn der kieferorthopädischen Zahnbewegung nach regenerativer Therapie führte nach 24 Monaten sogar zu weiterem, statistisch signifikant höherem Attachmentgewinn und gleichzeitig die Behandlungsdauer für die Patienten verkürzt. Zahnerhalt und Wiedereinordnung der pathologisch gewanderten Zähne in die Zahnreihe werden aufgrund der Rekonstruktion von Funktion und Ästhetik von Patienten mit Parodontitis im Stadium IV als deutliche Verbesserung ihrer Mundgesundheitsbezogenen Lebensqualität (OHrQL) wahrgenommen. Die Ergebnisse der retrospektiven und der prospektiven Studie waren maßgeblich an den Empfehlungen der europäischen S3-Leitlinie zur Therapie der Parodontitis im Stadium IV der kombinierten regenerativ-parodontalchirurgischen Therapie intraossärer Defekte mit anschließender kieferorthopädischer Zahnbewegung beteiligt.
Als Alternative zur Multibandtherapie wurde der Einsatz neuerer, herausnehmbarer kieferorthopädischer Aligner Schienen bei der kombinierten Therapie bei Stadium IV Parodontitis nachuntersucht. Die Ergebnisse zeigten, dass die Alignertherapie eine mögliche Option zur Multibandtherapie ist, um pathologisch gewanderte Zähne nach regenerativer Therapie wieder in die Zahnreihe einzuordnen. Allerdings ist der positive Einfluss auf die parodontalen Parameter in Bezug auf Gewinn an radiologischem Knochenniveau und Taschenelimination nach Abschluss der kieferorthopädischen Therapie geringer als mit festsitzenden Multibandapparaturen.
de
dc.language.isodeu
dc.rightsIn Copyright
dc.rights.urihttp://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/
dc.subjectParodontitis Stadium IV
dc.subjectRegenerative Parodontalchirurgie
dc.subjectKieferorthopädische Zahnbewegung
dc.subjectPathologische Zahnwanderung
dc.subjectSchmelzmatrixprotein
dc.subjectbovines Knochenersatzmaterial
dc.subjectregenerative periodontal therapy
dc.subjectorthodontic tooth movement
dc.subjectpathologic tooth migration
dc.subjectenamel matrix derivative
dc.subjectbovine bone mineral
dc.subject.ddc610 Medizin, Gesundheit
dc.titleRegenerative Parodontalchirurgie und kieferorthopädische Zahnbewegung bei Stadium IV Parodontitis
dc.title.alternativeErgebnisse klinischer Studien
dc.typeDissertation oder Habilitation
dc.identifier.doihttps://doi.org/10.48565/bonndoc-610
dc.publisher.nameUniversitäts- und Landesbibliothek Bonn
dc.publisher.locationBonn
dc.rights.accessRightsopenAccess
dc.identifier.urnhttps://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-81099
dc.relation.doihttps://doi.org/10.1111/jcpe.13442
dc.relation.doihttps://doi.org/10.1002/JPER.23-0081
dc.relation.doihttps://doi.org/10.1111/jcpe.13528
dc.relation.doihttps://doi.org/10.3390/bioengineering10060695
dc.relation.doihttps://doi.org/10.3290/j.qi.b5213521
ulbbn.pubtypeErstveröffentlichung
ulbbnediss.affiliation.nameRheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
ulbbnediss.affiliation.locationBonn
ulbbnediss.thesis.levelHabilitation
ulbbnediss.dissID8109
ulbbnediss.date.accepted05.12.2024
ulbbnediss.instituteMedizinische Fakultät / Kliniken : Poliklinik für Parodontologie, Zahnerhaltung und Präventive Zahnheilkunde
ulbbnediss.fakultaetMedizinische Fakultät
dc.contributor.coRefereeKirschneck, Christian
ulbbnediss.contributor.orcidhttps://orcid.org/0000-0002-7667-762X


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