Duhm, Lina: Evaluation und Analyse der Einflussfaktoren bei der Facharztwahl "Gynäkologie und Geburtshilfe" während verschiedenen Zeitpunkten im Medizinstudium : Eine Querschnittserhebung unter Studierenden. - Bonn, 2026. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-87202
@phdthesis{handle:20.500.11811/13807,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-87202,
author = {{Lina Duhm}},
title = {Evaluation und Analyse der Einflussfaktoren bei der Facharztwahl "Gynäkologie und Geburtshilfe" während verschiedenen Zeitpunkten im Medizinstudium : Eine Querschnittserhebung unter Studierenden},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2026,
month = jan,

note = {Es gibt einen weltweiten Mangel an Geburtshelfer*innen und Gynäkolog*innen (OB/GYN), was Anlass zur Sorge über die künftige Patientinnenversorgung und personelle Nachhaltigkeit gibt. Deutschland steht vor einem besonders akuten Mangel, der durch die bevorstehende Pensionierung vieler Chefärzt*innen noch verstärkt wird. In dieser Studie wurden die Berufsvorstellungen von Medizinstudent*innen im Hauptstudium an der Universität Bonn untersucht, wobei der besondere Schwerpunkt auf den Einstellungen gegenüber einer medizinischen Laufbahn im Fachgebiet OB/GYN lag.
Die Ergebnisse zeigen, dass vor der praktischen klinischen Erfahrung nur 32% der Studierenden Interesse an einer Karriere im Fachgebiet OB/GYN bekundeten. Nach Beendigung der klinischen Rotation blieb das Interessenniveau gleich. Auffallend war, dass nach der Rotation Bedenken hinsichtlich der Nachtschichten signifikant zugenommen hatten, und dass 75% der Studierenden sie als ein wichtiges Abschreckungsmittel nannten. Hinzu kam noch, dass finanzielle Erwägungen an Bedeutung gewannen. Nach der Rotation gaben 54% der Studierenden an, dass das zukünftige Einkommen ein kritischer Faktor für sie sei verglichen mit 43% vor der Rotation. Trotz des besseren Verständnisses von OB/GYN nach der Praxiserfahrung blieben die Bedenken über Arbeitsbelastung und Stress bestehen.
Während die praktische klinische Erfahrung das Wissen der Studierenden über das Fachgebiet OB/GYN vergrößerte, hat die praktische Erfahrung das Interesse an dem Fachgebiet nicht maßgeblich beeinflusst, wahrscheinlich wegen den Bedenken hinsichtlich der Vereinbarkeit von Arbeit und Familie sowie den anspruchsvollen Anforderungen des Fachgebiets. Die Studie unterstreicht die Notwendigkeit für Reformen beim OB/GYN-Training und in der Praxis, um gegen solche negativen Perzeptionen vorzugehen und die Rekrutierung neuer Fachärzt*innen für dieses wichtige medizinische Fachgebiet zu verbessern.},

url = {https://hdl.handle.net/20.500.11811/13807}
}

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