Kurt, Darius: Nutzen der MRT-basierten Fettquantifizierung zur nicht-invasiven Abschätzung des Differenzierungsgrades hepatozellulärer Karzinome. - Bonn, 2026. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-87285
@phdthesis{handle:20.500.11811/13813,
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title = {Nutzen der MRT-basierten Fettquantifizierung zur nicht-invasiven Abschätzung des Differenzierungsgrades hepatozellulärer Karzinome},
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year = 2026,
month = jan,

note = {Zielsetzung
Die bildbasierte Detektion von intraläsionalem Fett in fokalen Leberläsionen ist in diagnostischen Leitlinien als charakteristisches Merkmal für das hepatozelluläre Karzinom (HCC) etabliert und wird mit einer günstigen Prognose assoziiert. Angesichts jüngster Fortschritte bei MRT-basierten Fettquantifizierungstechniken untersuchten wir eine mögliche Korrelation zwischen dem intraläsionalen Fettgehalt und dem histologischen Tumorgrading bei steatotischen HCCs.
Methoden
Patient*innen mit histopathologisch gesichertem HCC und vorangegangener MRT inklusive Protonen-Dichte-Fettanteil-Mapping (PDFF) wurden retrospektiv identifiziert. Das intraläsionale Fett der HCCs wurde mittels einer ROI-basierten Analyse bewertet. Der mediane Fettanteil der steatotischen HCCs wurde zwischen den Tumorgraden G1-3 mittels nicht-parametrischer Tests verglichen. Bei statistisch signifikanten Unterschieden (p < 0,05) wurde eine ROC-Analyse durchgeführt. Zudem erfolgten Subgruppenanalysen für Patient*innen mit/ohne Lebersteatose sowie mit/ohne Leberzirrhose.
Ergebnisse
Insgesamt 57 Patient*innen mit steatotischen HCCs (62 Läsionen) wurden in die Analyse eingeschlossen. Der mediane Fettanteil war bei G1-Läsionen signifikant höher (Median [Interquartilsabstand]: 7,9 % [6,0–10,7 %]) als bei G2-Läsionen (4,4 % [3,2–6,6 %]; p = 0,001) und G3-Läsionen (4,7 % [2,8–7,8 %]; p = 0,036). Die PDFF erwies sich als guter Diskriminator zwischen G1- und G2/3-Läsionen (AUC 0,81; Cut-off 5,8 %, Sensitivität 83 %, Spezifität 68 %) mit vergleichbaren Ergebnissen bei Patient*innen mit Leberzirrhose. Bei Patient*innen mit Lebersteatose war der intraläsionale Fettgehalt höher als in der Gesamtstichprobe, wobei die PDFF hier eine noch bessere Differenzierung zwischen G1- und G2/3-Läsionen ermöglichte (AUC 0,92; Cut-off 8,8 %, Sensitivität 83 %, Spezifität 91 %).
Schlussfolgerungen
Die Quantifizierung des intraläsionalen Fetts mittels MRT-PDFF-Mapping erlaubt die Unterscheidung zwischen hochdifferenzierten (G1) und weniger differenzierten (G2/3) steatotischen HCCs.
Klinische Relevanz
Das PDFF-Mapping kann als Instrument zur Beurteilung des Tumorgrads bei steatotischen HCCs dazu beitragen, die Präzisionsmedizin zu optimieren. Die weitere Untersuchung des intratumoralen Fettgehalts als potenzieller prognostischer Indikator für das Ansprechen auf eine Therapie ist erstrebenswert.},

url = {https://hdl.handle.net/20.500.11811/13813}
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