Liermann, Yannick Niklas: Zusammenhang zwischen der äußeren Netzhautreflektivität und der Netzhautfunktion bei altersabhängiger Makuladegeneration. - Bonn, 2026. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-87275
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-87275
@phdthesis{handle:20.500.11811/13818,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-87275,
author = {{Yannick Niklas Liermann}},
title = {Zusammenhang zwischen der äußeren Netzhautreflektivität und der Netzhautfunktion bei altersabhängiger Makuladegeneration},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2026,
month = jan,
note = {Hintergrund: Bei der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) fehlen für frühe Krankheitsstadien sensitive, funktionell relevante Bildgebungsmarker, die als klinische Endpunkte in Interventionsstudien geeignet sind. Die relative Ellipsoidzonen-Reflektivität (rEZR) quantifiziert die Reflektivität der äußeren Netzhaut in der optischen Kohärenztomographie und könnte als strukturbasiertes Surrogat der Netzhautfunktion dienen.
Ziel: Untersuchung der Assoziation zwischen rEZR und verschiedenen Parametern der Netzhautfunktion über unterschiedliche AMD-Stadien hinweg, global (über die gesamte Makula) und topografisch.
Methoden: Es wurden Querschnittsdaten der multizentrischen, prospektiven Beobachtungsstudie MACUSTAR analysiert. Eingeschlossen waren 275 Teilnehmende (Kontrollen sowie verschiedene AMD-Stadien). Die rEZR wurde automatisiert aus Volumendaten der optischen Kohärenztomographie abgeleitet; für die punktgenaue Zuordnung funktioneller Stimuluspositionen zu strukturellen Daten wurde ein Deep-Learning-gestützter Registrierungsansatz verwendet. Funktionelle Endpunkte umfassten bestkorrigierte Sehschärfe, Sehschärfe bei niedriger Leuchtdichte, Kontrastsensitivität, Moorfields-Acuity-Test sowie mesopische Mikroperimetrie. Assoziationen wurden mittels adjustierter Regressionsmodelle sowie ortsaufgelöster gemischter Modelle untersucht.
Ergebnisse: Höhere rEZR-Werte waren global signifikant mit höherer mesopischer Netzhautsensitivität in der Mikroperimetrie assoziiert (p = 0,0015). Zudem zeigten sich signifikante Assoziationen mit besserer Sehschärfe bei niedriger Leuchtdichte (p = 0,0092), höherer Kontrastsensitivität (p = 0,0001) und besseren Ergebnissen im Moorfields-Acuity-Test (p = 0,0285). Für die bestkorrigierte Sehschärfe bestand kein signifikanter Zusammenhang (p = 0,2572). In topografisch ortsaufgelösten Analysen zeigte sich konsistent eine positive Assoziation zwischen rEZR und lokaler mesopischer Sensitivität (p < 0,0001).
Schlussfolgerung: Die rEZR ist funktionell relevant und insbesondere in ortsaufgelösten Analysen eng mit der mesopischen Netzhautsensitivität assoziiert, während zur bestkorrigierten Sehschärfe kein Zusammenhang besteht. Die rEZR erscheint damit als potenzieller struktureller Biomarker zur Abbildung photorezeptoraler Funktionsbeeinträchtigung. Zur Bewertung ihrer prognostischen Relevanz sind longitudinale Studien erforderlich.},
url = {https://hdl.handle.net/20.500.11811/13818}
}
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-87275,
author = {{Yannick Niklas Liermann}},
title = {Zusammenhang zwischen der äußeren Netzhautreflektivität und der Netzhautfunktion bei altersabhängiger Makuladegeneration},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2026,
month = jan,
note = {Hintergrund: Bei der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) fehlen für frühe Krankheitsstadien sensitive, funktionell relevante Bildgebungsmarker, die als klinische Endpunkte in Interventionsstudien geeignet sind. Die relative Ellipsoidzonen-Reflektivität (rEZR) quantifiziert die Reflektivität der äußeren Netzhaut in der optischen Kohärenztomographie und könnte als strukturbasiertes Surrogat der Netzhautfunktion dienen.
Ziel: Untersuchung der Assoziation zwischen rEZR und verschiedenen Parametern der Netzhautfunktion über unterschiedliche AMD-Stadien hinweg, global (über die gesamte Makula) und topografisch.
Methoden: Es wurden Querschnittsdaten der multizentrischen, prospektiven Beobachtungsstudie MACUSTAR analysiert. Eingeschlossen waren 275 Teilnehmende (Kontrollen sowie verschiedene AMD-Stadien). Die rEZR wurde automatisiert aus Volumendaten der optischen Kohärenztomographie abgeleitet; für die punktgenaue Zuordnung funktioneller Stimuluspositionen zu strukturellen Daten wurde ein Deep-Learning-gestützter Registrierungsansatz verwendet. Funktionelle Endpunkte umfassten bestkorrigierte Sehschärfe, Sehschärfe bei niedriger Leuchtdichte, Kontrastsensitivität, Moorfields-Acuity-Test sowie mesopische Mikroperimetrie. Assoziationen wurden mittels adjustierter Regressionsmodelle sowie ortsaufgelöster gemischter Modelle untersucht.
Ergebnisse: Höhere rEZR-Werte waren global signifikant mit höherer mesopischer Netzhautsensitivität in der Mikroperimetrie assoziiert (p = 0,0015). Zudem zeigten sich signifikante Assoziationen mit besserer Sehschärfe bei niedriger Leuchtdichte (p = 0,0092), höherer Kontrastsensitivität (p = 0,0001) und besseren Ergebnissen im Moorfields-Acuity-Test (p = 0,0285). Für die bestkorrigierte Sehschärfe bestand kein signifikanter Zusammenhang (p = 0,2572). In topografisch ortsaufgelösten Analysen zeigte sich konsistent eine positive Assoziation zwischen rEZR und lokaler mesopischer Sensitivität (p < 0,0001).
Schlussfolgerung: Die rEZR ist funktionell relevant und insbesondere in ortsaufgelösten Analysen eng mit der mesopischen Netzhautsensitivität assoziiert, während zur bestkorrigierten Sehschärfe kein Zusammenhang besteht. Die rEZR erscheint damit als potenzieller struktureller Biomarker zur Abbildung photorezeptoraler Funktionsbeeinträchtigung. Zur Bewertung ihrer prognostischen Relevanz sind longitudinale Studien erforderlich.},
url = {https://hdl.handle.net/20.500.11811/13818}
}





