Elter, Tim Lukas: Strukturelle Veränderungen des Nucleus dentatus bei Mutationsträger*innen mit spinozerebellärer Ataxie Typ 3 / Machado-Joseph-Krankheit. - Bonn, 2026. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-87013
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-87013
@phdthesis{handle:20.500.11811/13820,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-87013,
doi: https://doi.org/10.48565/bonndoc-755,
author = {{Tim Lukas Elter}},
title = {Strukturelle Veränderungen des Nucleus dentatus bei Mutationsträger*innen mit spinozerebellärer Ataxie Typ 3 / Machado-Joseph-Krankheit},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2026,
month = jan,
note = {Die spinozerebelläre Ataxie Typ 3 (SCA3) ist eine autosomal-dominant vererbte CAG-Triplett-Expansions-Erkrankung. In der manifesten (ataktischen) Phase der SCA3 ist diese klinisch von einer progredienten Ataxie gekennzeichnet. Dieser Phase geht ein prä-ataktisches Stadium voraus, das keine oder allenfalls eine geringe klinische Symptomatik zeigt.
Es existiert bislang kein geeigneter Progressionsmarker für dieses Stadium der Erkrankung. Vor diesem Hintergrund wurde in der vorliegenden Arbeit untersucht, ob sich die auf MRT-Aufnahmen miterfassten zerebellären Kerne und im Besonderen der Ncl. dentatus dazu eignen, die Dynamik der Erkrankung abzubilden.
Zur Untersuchung dieser Fragestellung wurde die Studienkohorte der "European Spinocerebellar Ataxia Type 3 / Machado-Joseph-Disease Initiative (ESMI)", einer multizentrischen und longitudinalen Studie, verwendet. SCA3-Mutationsträger*innen wurden in prä-ataktische und ataktische Mutationsträger*innen unter Verwendung des SARA, unterteilt. Zudem lagen Untersuchungen von gesunden Kontrollen im Vergleich vor.
Der Querschnittsvergleich und die univariate Varianzanalyse der Kernvolumina zum Zeitpunkt der Baseline-Untersuchung zeigten in der Gruppe sowohl der prä-ataktischen als auch der ataktischen Studienteilnehmer*innen ein statistisch signifikant geringeres Kernvolumen im Vergleich zu den gesunden Kontrollen (p < 0,001).
Der Querschnittsvergleich und die univariate Varianzanalyse der Volumendifferenzen zwischen Baseline- und 1-Jahres-Verlaufs-Untersuchung zeigten insbesondere im prä-ataktischen Stadium einen Trend zur Volumenabnahme, der allerdings keine statistische Signifikanz erreichte.
Die dargestellten Zusammenhänge sollten in longitudinalen Studien mit einer höheren Anzahl von Verlaufs-Untersuchungen der prä-ataktischen Mutationsträger*innen und einer höheren Auflösung der verwendeten Scans, mit bspw. eisensensitiven Sequenzen, weiter eruiert werden, um genauere Aussagen bzgl. der Eignung des Ncl. dentatus als Progressionsmarker der SCA3 treffen zu können.
Trotz der genannten Limitationen konnte durch diese Arbeit gezeigt werden, dass die strukturellen Veränderungen der zerebellären Kerne und des Ncl. dentatus bereits im prä-ataktischen Stadium der Erkrankung auffällig sind und somit das Potential haben, einen Bildgebungs-Progressionsmarker für die SCA3, im Besonderen für das prä-ataktische Stadium der Erkrankung, darzustellen.},
url = {https://hdl.handle.net/20.500.11811/13820}
}
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Es existiert bislang kein geeigneter Progressionsmarker für dieses Stadium der Erkrankung. Vor diesem Hintergrund wurde in der vorliegenden Arbeit untersucht, ob sich die auf MRT-Aufnahmen miterfassten zerebellären Kerne und im Besonderen der Ncl. dentatus dazu eignen, die Dynamik der Erkrankung abzubilden.
Zur Untersuchung dieser Fragestellung wurde die Studienkohorte der "European Spinocerebellar Ataxia Type 3 / Machado-Joseph-Disease Initiative (ESMI)", einer multizentrischen und longitudinalen Studie, verwendet. SCA3-Mutationsträger*innen wurden in prä-ataktische und ataktische Mutationsträger*innen unter Verwendung des SARA, unterteilt. Zudem lagen Untersuchungen von gesunden Kontrollen im Vergleich vor.
Der Querschnittsvergleich und die univariate Varianzanalyse der Kernvolumina zum Zeitpunkt der Baseline-Untersuchung zeigten in der Gruppe sowohl der prä-ataktischen als auch der ataktischen Studienteilnehmer*innen ein statistisch signifikant geringeres Kernvolumen im Vergleich zu den gesunden Kontrollen (p < 0,001).
Der Querschnittsvergleich und die univariate Varianzanalyse der Volumendifferenzen zwischen Baseline- und 1-Jahres-Verlaufs-Untersuchung zeigten insbesondere im prä-ataktischen Stadium einen Trend zur Volumenabnahme, der allerdings keine statistische Signifikanz erreichte.
Die dargestellten Zusammenhänge sollten in longitudinalen Studien mit einer höheren Anzahl von Verlaufs-Untersuchungen der prä-ataktischen Mutationsträger*innen und einer höheren Auflösung der verwendeten Scans, mit bspw. eisensensitiven Sequenzen, weiter eruiert werden, um genauere Aussagen bzgl. der Eignung des Ncl. dentatus als Progressionsmarker der SCA3 treffen zu können.
Trotz der genannten Limitationen konnte durch diese Arbeit gezeigt werden, dass die strukturellen Veränderungen der zerebellären Kerne und des Ncl. dentatus bereits im prä-ataktischen Stadium der Erkrankung auffällig sind und somit das Potential haben, einen Bildgebungs-Progressionsmarker für die SCA3, im Besonderen für das prä-ataktische Stadium der Erkrankung, darzustellen.},
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