Steinau, Charlotte: Die Auswirkungen der SARS-CoV-2-Pandemie auf die Lebenssituation von Psychiatriepatient*innen an einer Universitätsklinik in Nordrhein-Westfalen. - Bonn, 2026. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-87917
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-87917
@phdthesis{handle:20.500.11811/13885,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-87917,
author = {{Charlotte Steinau}},
title = {Die Auswirkungen der SARS-CoV-2-Pandemie auf die Lebenssituation von Psychiatriepatient*innen an einer Universitätsklinik in Nordrhein-Westfalen},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2026,
month = feb,
note = {Mittels des Bonner Pandemiefragebogens wurde zu drei Erhebungszeiträumen das Belastungserleben psychisch vorerkrankter Patient*innen, insbesondere mit vorbestehender PTBS-Symptomatik, im Vergleich zu gesunden Kontrollproband*innen durch die SARS-CoV-2 Pandemie und die damit einhergehenden Einschränkungen untersucht. Anhand der neun Skalen "Allgemeine psychische Belastung", "Berufliche Belastung", "Einschränkung der Lebensqualität", "Gesundheitliche Ängste", "Misstrauen gegenüber Regierungspolitik und Medien", "Selbstschädigendes Verhalten", "Sozialer Rückzug", "Veränderung des Schlafverhaltens", "Wirtschaftliche Ängste" sowie der gesondert und einzeln ausgewerteten Skala "SARS-CoV-2- Impfung" wurde ein breites Spektrum des Belastungserlebens erfasst. In allen Skalen, mit Ausnahme der Skala "Berufliche Belastung", hat die PG mit PTBS im Vergleich zur Patient*innengruppe ohne PTBS sowie zur gesunden Referenzgruppe höhere Belastungswerte angegeben, ein signifikanter Effekt konnte in den Skalen "Allgemeine psychische Belastung" (p< ,001), "Veränderung des Schlafverhaltens" (p = ,004), "Selbstschädigendes Verhalten" (p = ,002) sowie "Wirtschaftliche Ängste" (p = ,006) festgestellt werden. Darüber hinaus konnte gezeigt werden, dass sowohl die 7-Tage- Inzidenz pro 100.000 Einwohner als auch die ergriffenen Maßnahmen, die in der vorliegenden Arbeit mittels eines auf den Coronaschutzverordnungen zwischen dem 22.03.2020 und dem 21.05.2021 basierenden Maßnahmenscores dargestellt wurden, teilweise einen signifikanten Einfluss auf das Belastungserleben und dessen Intensität zwischen den Vergleichsgruppen hatte, wobei die Tagesinzidenz eher die Kontrollgruppe und der Maßnahmenscore eher die Patient*innengruppen affiziert hat. Ein signifikanter Unterschied zwischen den drei Vergleichsgruppen bezüglich Erwartungen, Ängsten und Motivation hinsichtlich der SARS-CoV-2-Impfung ergab sich nicht. Nebenbefundlich konnte festgestellt werden, dass sich die Beschäftigung mit der SARS-CoV-2-Thematik bei psychisch vorerkrankten Patient*innen signifikant negativ auf die Angstsymptomatik ausgewirkt hat.
Diese Ergebnisse zeigen, dass die SARS-CoV-2-Pandemie und die eingeführten Maßnahmen multidimensionale Auswirkungen auf das Belastungsempfinden gehabt haben. Zudem legen die Ergebnisse nahe, dass psychisch vorerkrankte Menschen, insbesondere mit vorbestehender PTBS, ein besonders vulnerables Kollektiv darstellen und es weiterer Forschung bedarf, um mit Blick auf zukünftige Krisen eine gute Versorgung gewährleisten zu können.},
url = {https://hdl.handle.net/20.500.11811/13885}
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Diese Ergebnisse zeigen, dass die SARS-CoV-2-Pandemie und die eingeführten Maßnahmen multidimensionale Auswirkungen auf das Belastungsempfinden gehabt haben. Zudem legen die Ergebnisse nahe, dass psychisch vorerkrankte Menschen, insbesondere mit vorbestehender PTBS, ein besonders vulnerables Kollektiv darstellen und es weiterer Forschung bedarf, um mit Blick auf zukünftige Krisen eine gute Versorgung gewährleisten zu können.},
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