Knieps, Leah-Carolin: Antioxidatives Milieu im Fruchtwasser: Gestationsabhängige Dynamik von SOD3, Glutathion und Redox-Balance. - Bonn, 2026. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-87927
@phdthesis{handle:20.500.11811/13890,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-87927,
doi: https://doi.org/10.48565/bonndoc-785,
author = {{Leah-Carolin Knieps}},
title = {Antioxidatives Milieu im Fruchtwasser: Gestationsabhängige Dynamik von SOD3, Glutathion und Redox-Balance},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2026,
month = feb,

note = {Einleitung: Fruchtwasser (FW) spielt eine wichtige Rolle für die Entwicklung des fetalen Gastrointestinaltrakts (GIT), da es bioaktive Substanzen liefert, die die Reifung und Entwicklung des Darms fördern. Der Redoxzustand des FW und sein möglicher Beitrag zur fetalen intestinalen Homöostase sind jedoch bislang unzureichend charakterisiert. Ziel dieser Studie war es, zentrale antioxidative Marker — Superoxiddismutase-Isoformen (SOD1, SOD3), Glutathion (GSH) sowie den Marker für oxidative DNA-Schädigung 8-Hydroxy-2-Desoxyguanosin (8-OHdG) — im FW im Verlauf der Schwangerschaft hinweg zu quantifizieren und mit denen in menschlicher Muttermilch (MM) zu vergleichen.
Methoden: FW-Proben (n = 60) wurden aus Schwangerschaften zwischen der 15. und 40. Gestationswoche entnommen und in Frühgeburten (<37 Wochen) und Termingeburten (≥37 Wochen) eingeteilt. Die Konzentrationen von SOD1, SOD3, GSH und 8-OHdG wurden mittels ELISA bestimmt. MM-Proben (n = 45) wurden auf ähnliche Weise analysiert.
Ergebnisse: Die Konzentrationen von SOD1 und SOD3 im FW nahmen mit zunehmendem Gestationsalter signifikant ab (p < 0,001), während die 8-OHdG-Werte signifikant anstiegen (p < 0,001). SOD3 zeigte eine negative Korrelation mit 8-OHdG (p = 0,004). Die MM enthielt im Vergleich zum FW signifikant höhere Konzentrationen beider SOD-Isoformen sowie zeigten beide SOD-Frmen hier eine positive Korrelation zum Gestationsalter.
Schlussfolgerungen: Unsere Ergebnisse verdeutlichen die dynamische Natur des Redoxmilieus im FW und seine potenzielle Bedeutung für die Entwicklung des fetalen GIT. Eine Störung des Redoxgleichgewichts durch Frühgeburt oder eine unzureichende Aufnahme von FW während der fetalen Entwicklung kann langfristige Folgen für die Entwicklung und Funktion des Darms haben. Diese Erkenntnisse bilden eine Grundlage für zukünftige klinische Studien, die darauf abzielen, neonatale Ernährungsregime zu verbessern, insbesondere für Frühgeborene und Kinder mit angeborenen gastrointestinalen Erkrankungen.},

url = {https://hdl.handle.net/20.500.11811/13890}
}

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