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Verhalten und zirkadiane Glukokortikoide bei präpubertären monozygoten Zwillingen mit Geburtsgewichtsunterschieden aufgrund des fetofetalen Transfusionssyndroms

dc.contributor.advisorGohlke, Bettina Christine
dc.contributor.authorEberhardt, Nora Helen
dc.date.accessioned2026-02-17T12:37:44Z
dc.date.available2026-02-17T12:37:44Z
dc.date.issued17.02.2026
dc.identifier.urihttps://hdl.handle.net/20.500.11811/13900
dc.description.abstractEin niedriges Geburtsgewicht hat deutliche Folgen auf die spätere Gesundheit und Entwicklung. In der vorliegenden Arbeit wurden Verhaltensprobleme und Glukokortikoide aus Speichelproben bei monozygoten Zwillingen analysiert, welche pränatal mit dem fetofetalen Transfusionssyndrom (FFTS) diagnostiziert wurden. Durch das FFTS kam es zu Geburtsgewichtsunterschieden innerhalb der monozygoten Zwillingspaare.
Es wurden 46 FFTS Zwillingspaare im durchschnittlichen Alter von 6,9 Jahren für die Studie rekrutiert. Hiervon hatten 29 Paare einen Geburtsgewichtsunterschied von <1SDS (konkordant) und 17 Paare einen Unterschied von ≥1SDS (diskordant). Zur Untersuchung der Glukokortikoidkonzentrationen wurden Speichelproben gesammelt (um 7 Uhr, 13 Uhr, 18 Uhr und 21 Uhr) und mittels "liquid chromatography-tandem mass spectrometry" untersucht. Der Fragebogen "Strengths and Difficulties Questionnaire" wurde von den Eltern für alle Zwillinge ausgefüllt.
Aus Sicht der Eltern hatten die ehemals kleineren Zwillinge signifikant höhere Werte in den Kategorien Hyperaktivität (Mittel 4,63 vs 3,48, p=0,003) und emotionale Probleme (Mittel 2,67 vs 2,02, p=0,042). Ein geringeres Aufholwachstum des kleineren Zwillings war assoziiert mit höheren Werten für Hyperaktivität (Adj. R2=0,261, p<0,001, β=-1,88, F(1,44)=16,86, n=46, f2=0,35). Zusätzlich waren ein niedrigeres Geburtsgewicht (Adj. R2=0,135, p=0,007, β=-0,87, F(1,44)=8,03, n=46, f2=0,16) und kleinere Geburtsgröße (Adj. R2=0,085, p=0,028, β=-0,78, F(1,44)=5,19, n=46, f2=0,09) assoziiert mit höheren Werten in der Kategorie Verhaltensprobleme mit Gleichaltrigen.
Ein größerer Unterschied innerhalb eines Zwillingspaares für Kortisol (7 Uhr: rho=0,337, p=0,029; kumulativ: rho=0,458; p=0,024) und Kortison (7 Uhr: rho=0,329, p=0,029; 13 Uhr: rho=0,436, p=0,005) korrelierte mit einem größeren Unterschied innerhalb des Zwillingspaares für Verhaltensprobleme, wobei der ehemals kleinere Zwilling jeweils die höheren Werte hatte. In der diskordanten Gruppe bestand ab Geburt bis zum Zeitpunkt der Studie bezüglich des Kopfumfanges ein Unterschied von 1SDS (mittlerer SDS bei Geburt: kleinerer Zwilling -1,18 vs größerer Zwilling -0,08, p<0,001; mittlerer SDS aktuell: kleinerer Zwilling -1,16 vs größerer Zwilling -0,14, p<0,001).
Zusammenfassend ließ sich feststellen, dass höhere Werte für Kortisol und Kortison beim ehemals kleineren Zwilling vorlagen, wenn diesen auch höhere Werte für Verhaltensprobleme von den Eltern zugeordneten wurden. Niedriges Geburtsgewicht und ausbleibendes Aufholwachstum hatten einen Einfluss auf die Einschätzung der Eltern bezüglich des Verhaltens des ehemals kleineren Zwillings. Die Eltern ordneten dem kleineren Zwilling anhand des verwendeten Fragebogens mehr Hyperaktivität, Verhaltensprobleme mit Gleichaltrigen und emotionale Probleme zu. Somit ist zu empfehlen, dass regelmäßige Untersuchungen bei Kindern mit niedrigem Geburtsgewicht durchgeführt werden sollten zur Erhebung von Verhaltensproblemen. So kann den Familien frühzeitig Unterstützung und Förderung angeboten werden. Da sich zusätzlich ein ausbleibendes Aufholwachstum des Kopfumfanges bei den ehemals kleineren Zwillingen in der diskordanten Gruppe zeigte, sollte dieser Parameter ebenfalls regelmäßig gemessen werden.
de
dc.language.isodeu
dc.rightsNamensnennung 4.0 International
dc.rights.urihttp://creativecommons.org/licenses/by/4.0/
dc.subjectniedriges Geburtsgewicht
dc.subjectfetofetales Transfusionssyndrom
dc.subjectVerhaltensprobleme
dc.subjectGlukokortikoide
dc.subjectAufholwachstum
dc.subject.ddc610 Medizin, Gesundheit
dc.titleVerhalten und zirkadiane Glukokortikoide bei präpubertären monozygoten Zwillingen mit Geburtsgewichtsunterschieden aufgrund des fetofetalen Transfusionssyndroms
dc.typeDissertation oder Habilitation
dc.publisher.nameUniversitäts- und Landesbibliothek Bonn
dc.publisher.locationBonn
dc.rights.accessRightsopenAccess
dc.identifier.urnhttps://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-88101
dc.relation.doihttps://doi.org/10.1016/j.psyneuen.2024.107082
ulbbn.pubtypeErstveröffentlichung
ulbbnediss.affiliation.nameRheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
ulbbnediss.affiliation.locationBonn
ulbbnediss.thesis.levelDissertation
ulbbnediss.dissID8810
ulbbnediss.date.accepted04.02.2026
ulbbnediss.instituteMedizinische Fakultät / Kliniken : Allgemeine Pädiatrie und Poliklinik
ulbbnediss.fakultaetMedizinische Fakultät
dc.contributor.coRefereeGrigull, Lorenz


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