Grabowski, Daniela: Selbsteingeschätztes Herzinfarktrisiko und Gesundheitsverhalten von Hypertonikern : Eine Querschnittsstudie mit Daten aus Hausarztpraxen. - Bonn, 2026. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-88149
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school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2026,
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note = {Die arterielle Hypertonie ist eine weltweite verbreitete Erkrankung mit hoher Prävalenz. In Deutschland zeigen epidemiologische Daten aus dem Jahr 2008-2011 eine hohe Prävalenz für Bluthochdruck im Vergleich zu anderen westlichen Staaten sowohl bei Frauen (34-37%) als auch bei Männern (41-45%).
Die Hypertonie ist einer der wichtigsten Risikofaktoren für kardiovaskulären Erkrankungen, und das Risiko eines Myokardinfarkts steigt mit zunehmendem Blutdruck.
Umgekehrt zeigen Studien, dass die Prävalenz von arterieller Hypertonie und Übergewicht bei Patienten, die sich gut ernähren, nie geraucht haben, körperlich aktiv sind und ausreichend schlafen, niedriger sind.
Trotz dieser Erkenntnisse rauchen 55% der Patienten nach angiographisch dokumentierter Koronarer Herzerkrankung (KHK) weiter, 44% sind adipös und nur die Hälfte dieser Menschen versuchen nach PTCA/ Stent- Intervention Gewicht zu verlieren. Darüber hinaus wurde bei 42% dieser Patienten trotz medikamentöser Therapie einen Blutdruck über 140/85 mmHg dokumentiert, 29% leiden zusätzlich an Diabetes und bei fast der Hälfte wurde ein schlecht eingestelltem Hba1C Wert über 7% festgestellt. Balijepalli et al. stellten 2014 fest, dass 30-40% der Patienten mit arterieller Hypertonie in deutschen Hausarztpraxen trotz der guten therapeutischen Einsätze, unzureichend eingestellt waren.
Ausländische Studien zeigten, dass Patienten mit Bluthochdruck ihr eigenes Risiko, eine kardiovaskuläre Erkrankung (CVD) zu entwickeln, oft falsch einschätzen und weniger als die Hälfte der Patienten mit Hypertonie haben gute Kenntnisse über die CVD. Für Hypertoniker aus Deutschland liegen hierzu kaum Erkenntnisse vor.
Die geplante Studie untersucht folgende Fragestellung: Gibt es Assoziationen zwischen der Selbstwahrnehmung von kardiovaskulären Risiken und dem Gesundheitsverhalten von Patienten mit arterieller Hypertonie?
Das Promotionsvorhaben findet im Kontext der Cluster-randomisierten PIA- Interventionsstudie statt, an der 60 Praxen aus NRW mit ca. 600 Patienten teilnehmen. Die Studie untersucht die Wirksamkeit eines IT-gestützten Hypertonie- Managements zur Einstellung des Blutdrucks.
Methodisch wird ein standardisierter und validierter Fragebogen eingesetzt, der die Einschätzung des eigenen kardiovaskulären Risikos und des Gesundheitsverhaltens erhebt. Dabei wird auf die Hauptrisiken fokussiert (Hypertonie, Nikotinabusus, körperliche Bewegung).
Perspektivisch sollen diese Erkenntnisse zur Entwicklung besserer Aufklärungsstrategien für Hypertoniepatienten dienen.},

url = {https://hdl.handle.net/20.500.11811/13905}
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