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Das postoperative Delir in Abhängigkeit einer positiven Bilanzierung des Volumenhaushaltes nach einer aortokoronaren Bypass-Operation

dc.contributor.advisorWelz, Armin
dc.contributor.authorRepschläger, Sophie Linnéa
dc.date.accessioned2026-02-19T09:24:14Z
dc.date.available2026-02-19T09:24:14Z
dc.date.issued19.02.2026
dc.identifier.urihttps://hdl.handle.net/20.500.11811/13906
dc.description.abstractDas postoperative Delir ist ein nach herzchirurgischen Eingriffen häufig gesehenes Syndrom. Patienten, die ein Delir entwickeln, weisen eine höhere Morbidität und Mortalität als Patienten ohne Delir auf und können auch längerfristig unter kognitiven Einbußen leiden. Insbesondere ältere und Hochrisiko-Patienten sind vom Delir betroffen. Eine frühzeitige Diagnose mit Einleitung einer adäquaten Therapie ist entsprechend von großer Bedeutung, um das Delir möglichst schnell zu durchbrechen.
Im Rahmen einer retrospektiven monozentrischen klinischen Studie wurden 251 Patienten eingeschlossen, die im Zeitraum zwischen März 2017 bis Februar 2018 in der Klinik und Poliklinik für Herzchirurgie am Universitätsklinikum Bonn eine aortokoronare Bypass-Operation erhielten. Ziel der Studie war es, den Zusammenhang zwischen einer postoperativen Volumenüberladung und dem Auftreten eines behandlungsbedürftigen Delirs zu untersuchen. Die Kohorte wurde anhand ihrer kumulativen maximalen Gesamtbilanz in vier Gruppen eingeteilt und auf ihre Delir-Inzidenz hin untersucht. Zur Delir-Diagnostik wurden der 4AT-Test sowie der CAM-ICU-Test verwendet.
Die Ergebnisse der vorliegenden Studie zeigen, dass eine postoperative Volumenüberladung statistisch signifikant häufiger mit dem Auftreten eines Delirs korrelierte. Insbesondere ab einer kumulativen Gesamtbilanz von mehr als 5 Litern (0,09 L/kg KG) trat ein postoperatives Delir deutlich häufiger auf. Darüber hinaus konnten in der multivariaten Analyse zwei weitere Risikofaktoren identifiziert werden: Ein höheres Patientenalter stellte sich als unabhängiger Risikofaktor für die Entwicklung eines Delirs dar. Zudem war eine verlängerte Dauer der Beatmungszeit ebenfalls statistisch signifikant mit einem erhöhten Auftreten eines postoperativen Delirs assoziiert.
Die Ergebnisse dieser Arbeit unterstreichen, dass die Entwicklung eines postoperativen Delirs nach einer aortokoronaren Bypass-Operation multifaktoriell bedingt ist. Neben nicht modifizierbaren Risikofaktoren wie dem Patientenalter stellen perioperative Faktoren wie die Beatmungsdauer und insbesondere das Volumenmanagement potenziell beeinflussbare Faktoren der Delirentstehung dar. Dies unterstreicht die Bedeutung eines präzisen hämodynamischen Monitorings und einer individualisierten Volumentherapie für die Prävention eines postoperativen Delirs.
de
dc.language.isodeu
dc.rightsIn Copyright
dc.rights.urihttp://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/
dc.subjectDelir
dc.subjectCABG
dc.subject.ddc610 Medizin, Gesundheit
dc.titleDas postoperative Delir in Abhängigkeit einer positiven Bilanzierung des Volumenhaushaltes nach einer aortokoronaren Bypass-Operation
dc.typeDissertation oder Habilitation
dc.identifier.doihttps://doi.org/10.48565/bonndoc-788
dc.publisher.nameUniversitäts- und Landesbibliothek Bonn
dc.publisher.locationBonn
dc.rights.accessRightsopenAccess
dc.identifier.urnhttps://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-88081
ulbbn.pubtypeErstveröffentlichung
ulbbnediss.affiliation.nameRheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
ulbbnediss.affiliation.locationBonn
ulbbnediss.thesis.levelDissertation
ulbbnediss.dissID8808
ulbbnediss.date.accepted13.01.2026
ulbbnediss.instituteMedizinische Fakultät / Kliniken : Klinik und Poliklinik für Herzchirurgie
ulbbnediss.fakultaetMedizinische Fakultät
dc.contributor.coRefereeHilbert, Tobias
ulbbnediss.contributor.orcidhttps://orcid.org/0009-0009-1854-3226


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