Schönhardt, Stefani: Kompetenzbasierte Leistungsüberprüfung in Gesundheitsberufen : Entwicklung eines Rahmenkonzeptes für Performanzprüfungen am Beispiel der Hebammenwissenschaft. - Bonn, 2026. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-87738
@phdthesis{handle:20.500.11811/13916,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-87738,
author = {{Stefani Schönhardt}},
title = {Kompetenzbasierte Leistungsüberprüfung in Gesundheitsberufen : Entwicklung eines Rahmenkonzeptes für Performanzprüfungen am Beispiel der Hebammenwissenschaft},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2026,
month = feb,

note = {Einführung und Relevanz: Die Bologna-Reform hat das Bildungs- und Hochschulwesen in Europa grundlegend verändert. Damit gehen gesetzliche sowie curriculare Neuregelungen einher, welche als unmittelbare Konsequenz innovative Lösungen in Bezug auf die Lehr-Lern- und Prüfungsgestaltung erfordern (Biggs, Tang 2011, 3; Bonse-Rohmann 2023, 459; Walzig 2012, 17). Die Kompetenzorientierung als didaktischer Wandel im Zuge der Bologna-Reform stellt die Akteure der fachschulischen und hochschulischen Ausbildungsprogramme vor die Herausforderung, die Lehre und auch Formate von Prüfungen darauf anzupassen. Mit der Orientierung am Learning Outcome wird das Ziel verfolgt, dass Absolventinnen und Absolventen während der Ausbildung nicht nur Wissen und Inhalte erwerben, sondern diese in komplexen beruflichen Kontexten anwenden können (Biggs, Tang 2011, 6 ff). In der Folge rückt auch im hochschulischen Kontext die berufliche Handlungskompetenz als übergeordnetes Gesamtziel in den Fokus (Bonse-Rohmann 2023, 459). Die vorliegende Dissertation stellt das Prinzip von Performanzprüfungen am Beispiel der Hebammenwissenschaft vor. Diese Prüfungsform beansprucht insbesondere, den Anforderungen der Kompetenz- und Outcome-Orientierung gerecht zu werden und dient der Überprüfung beruflicher Handlungskompetenz im holistischen Sinn.
Ziele: Es wird angestrebt, berufliche Handlungskompetenz in den Domänen des Wissens, Handelns und der Einstellungen zu überprüfen. Ziel ist es, eine evaluierte Methode des Prüfens bereitzustellen, welche das Learning Outcome hebammenberuflicher Handlungskompetenz aus der ganzheitlichen Perspektive überprüfen kann. Die Fähigkeiten sollen bewusst nicht einzeln abgeprüft werden, vielmehr liegt der Fokus auf einer Erhebung holistischer beruflicher Handlungskompetenz im Rahmen komplexer beruflicher Situationen. Diesem Ziel entsprechend, bedarf es der Entwicklung einer Prüfungsform, welche die Fähigkeiten der Studierenden in der Gesamtzusammenschau der berufsspezifischen (Schlüssel-)Kompetenzen überprüft. Ebenfalls ist Prämisse, die Kompetenzen in einer lernstandsorientierten Form zu erheben. Um die Zielsetzung dieser Dissertation erreichen zu können, galt es, im Vorfeld bestimmte Grundlagen – wie bspw. das professionsspezifische Kompetenzmodell und die Lernergebnistaxonomie des gestuften Lernens – zu entwickeln.
Methode: Nach der Bereitstellung einer theoretischen Rahmung, welche einen stark analytischen Charakter aufweist, wurde anhand dieser ein Beispiel guter Praxis einer Performanzprüfung konzipiert, welches oben genannte Bedingungen erfüllte, berufliche Handlungskompetenz im holistischen Sinn zu überprüfen. Dieses Konzept der Prüfungsform wurde auf seine Güte in der Entwicklung, Durchführung und Bewertung mit der qualitativen Untersuchungsmethode leitfadengestützter Interviews evaluiert.
Ergebnis: Eine kompetenzorientierte Prüfung im Format einer Performanzprüfung kann objektiv sein, sofern im Vorfeld der didaktisch-curricularen Rahmung die Kompetenzen differenziert und lernstandsgerecht definiert werden. Auf eine inhaltliche Ausgestaltung kann insbesondere im Hinblick auf die Objektivität nicht verzichtet werden. Vielmehr gilt es, die Inhalte in die Definition der Kompetenzen als integrativen Bestandteil – zum einen übergreifend, und zum anderen spezifisch in Passung zur jeweiligen Prüfung – zu verorten. Bei der Bewertung müssen prüfungsspezifische Inhalte mit den Schlüsselkompetenzen der Berufsgruppe verschränkt werden, sodass ein einheitlicher Bewertungsmodus im Prüfer*innen-Team eingehalten werden kann. Voraussetzung für Validität, Objektivität und Reliabilität sind differenzierte Schulungen der Lehrenden und Prüfenden sowie die Anwendung eines detaillierten Manuals zur Entwicklung der gesamten Prüfung und entsprechender Instrumente.},

url = {https://hdl.handle.net/20.500.11811/13916}
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