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Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Versorgung der HIV-Patienten am Beispiel der Bonner HIV-Kohorte

dc.contributor.advisorRockstroh, Jürgen Kurt
dc.contributor.authorMüller, Kilian Justus
dc.date.accessioned2026-02-26T15:04:07Z
dc.date.available2026-02-26T15:04:07Z
dc.date.issued26.02.2026
dc.identifier.urihttps://hdl.handle.net/20.500.11811/13928
dc.description.abstractDie COVID-19-Pandemie hat den weltweiten Kampf gegen HIV durch u.a. Lockdown, Überlastung bzw. Ausfall des medizinischen Personals und psychologische Hürden für Personen, die mit HIV leben (PLWH) stark beeinträchtigt. Auch die Infektiologische Ambulanz des Uniklinikums Bonn musste zwischen dem 16.03.2020 und dem 04.05.2020 pandemiebedingt schließen.
Ziel dieser retrospektiven Studie war es, herauszufinden, ob sich die Häufigkeit und Regelmäßigkeit von Routinekontrollen während der COVID-19-Pandemie signifikant von denen vor der Pandemie unterschieden haben und ob dies zu einem schlechteren Therapieergebnis von PLWH geführt hat. Wegen vermuteter Auswirkungen von Kontaktbeschränkungen während der COVID-19-Pandemie auf das Sexualverhalten wurde weiterhin die Häufigkeit von sexuell übertragbaren Erkrankungen im Patientenkollektiv vor und während der Pandemie verglichen. Für jede der 473 eingeschlossenen PLWH, die sich zwischen Oktober 2019 und Ende Januar 2020 zu einer Routinekontrolle in der Infektiologischen Ambulanz vorstellten, wurden 12-Monats-Zeiträume vor und nach der Indexvorstellung im oben genannten Zeitraum verglichen, wobei u.a. Kontrolltermine, Viruslastmessungen und Tests auf sexuell übertragbare Erkrankungen ausgewertet wurden.
Während der COVID-19-Pandemie stellten sich PLWH signifikant seltener und unregelmäßiger zu Routinekontrollen in der Infektiologischen Ambulanz vor, was sich unter anderem an einem längeren durchschnittlichen Abstand zwischen Kontrollen (+15,4 %), einer höheren Streuung der Abstände zwischen Kontrollen (+25 %) und insgesamt einem höheren Anteil von Patienten, die sich mindestens einmal seltener als in der Leitlinie gefordert zu Kontrollen vorstellten (13,5 % vs. 22 %), bemerkbar machte. Trotz dieser Veränderungen sank während der Pandemie die Anzahl von virologischen Ereignissen um 28 % und auch die Häufigkeit von virologischem Versagen ging um 57 % zurück. Auch bei neu diagnostizierten sexuell übertragbaren Erkrankungen kam es während der Pandemie zu einer Abnahme (-57 %) der Infektionen. Insgesamt zeigten sich in unserer Studie durch die COVID-19-Pandemie keine negativen Auswirkungen auf den Therapieerfolg von PLWH unter einer stabilen antiretroviralen Therapie; das Ziel von 95 % erfolgreicher Suppression der Viruslast unter der Nachweisgrenze blieb für alle Patienten erreicht.
de
dc.language.isodeu
dc.rightsIn Copyright
dc.rights.urihttp://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/
dc.subjectHIV
dc.subjectART
dc.subjectSTD
dc.subjectCOVID-19
dc.subjectLockdown
dc.subjectMSM
dc.subjectPLWH
dc.subjectVirussuppression
dc.subject.ddc610 Medizin, Gesundheit
dc.titleAuswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Versorgung der HIV-Patienten am Beispiel der Bonner HIV-Kohorte
dc.typeDissertation oder Habilitation
dc.identifier.doihttps://doi.org/10.48565/bonndoc-798
dc.publisher.nameUniversitäts- und Landesbibliothek Bonn
dc.publisher.locationBonn
dc.rights.accessRightsopenAccess
dc.identifier.urnhttps://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-88315
ulbbn.pubtypeErstveröffentlichung
ulbbnediss.affiliation.nameRheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
ulbbnediss.affiliation.locationBonn
ulbbnediss.thesis.levelDissertation
ulbbnediss.dissID8831
ulbbnediss.date.accepted11.02.2026
ulbbnediss.instituteMedizinische Fakultät / Kliniken : Medizinische Klinik und Poliklinik I - Allgemeine Innere Medizin
ulbbnediss.fakultaetMedizinische Fakultät
dc.contributor.coRefereeLemmermann, Niels


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