Mihaylov, Nikolay Zdravkov: Die Bedeutung der Unterstützung zur beruflichen Wiedereingliederung und der Auswirkung von Krankheit auf die Frühverrentung bei Brustkrebspatientinnen. - Bonn, 2026. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-88383
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-88383
@phdthesis{handle:20.500.11811/13933,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-88383,
author = {{Nikolay Zdravkov Mihaylov}},
title = {Die Bedeutung der Unterstützung zur beruflichen Wiedereingliederung und der Auswirkung von Krankheit auf die Frühverrentung bei Brustkrebspatientinnen},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2026,
month = mar,
note = {Die vorliegende Dissertation untersucht den Einfluss medizinischer und beruflicher Unterstützungsstrukturen sowie krankheitsbezogener und sozioökonomischer Faktoren auf die Wahrscheinlichkeit einer frühzeitigen Berentung bei Brustkrebspatientinnen. Hintergrund der Untersuchung ist die zunehmende Relevanz der beruflichen Wiedereingliederung im Kontext verbesserter Überlebensraten und langfristiger Krankheitsfolgen.
Datengrundlage bildet die multizentrische, nicht interventionelle Kohortenstudie B-CARE (Breast cancer patients' return to work), die auf einer Teilstichprobe der PIAT-Studie basiert. Insgesamt wurden 184 ehemals erwerbstätige Patientinnen fünf bis sechs Jahre nach Erstdiagnose (T4) nachuntersucht. Die abhängige Variable "Frühzeitige Berentung" wurde dichotom operationalisiert. Als unabhängige Variablen wurden medizinische und berufliche Unterstützungsangebote, krankheitsbezogene Parameter (u. a. Rezidivstatus, Operationsart, körperliche Funktionsfähigkeit gemäß EORTC QLQ-C30), ausgewählte Komorbiditäten sowie sozioökonomische Merkmale berücksichtigt. Zur statistischen Auswertung wurde ein blockweises binäres logistisches Regressionsmodell mit schrittweiser Integration der Variablen berechnet.
Zum Zeitpunkt T4 berichteten 11,4 % der Patientinnen eine frühzeitige Berentung. Gespräche über medizinische Rehabilitationsmaßnahmen sowie Unterstützungsleistungen durch die Rentenversicherung zeigten eine signifikante Assoziation mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit der Frühverrentung. Demgegenüber war eine arbeitgeberseitige Unterstützung im Rahmen der beruflichen Wiedereingliederung mit einer reduzierten Wahrscheinlichkeit assoziiert. Eine Mastektomie ohne direkte Rekonstruktion stellte in den Modellen einen signifikanten Risikofaktor dar. Eine höhere körperliche Funktionsfähigkeit wirkte protektiv. Darüber hinaus zeigten sich sozioökonomische Faktoren, insbesondere jüngeres Alter und der Status als Hauptverdienerin, als mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit einer Frühverrentung verbunden.
Die Ergebnisse unterstreichen die multifaktorielle Determination frühzeitiger Berentung nach Brustkrebs und weisen auf die Bedeutung differenzierter Unterstützungsstrukturen im Kontext der Nachsorge und beruflichen Reintegration hin.},
url = {https://hdl.handle.net/20.500.11811/13933}
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Datengrundlage bildet die multizentrische, nicht interventionelle Kohortenstudie B-CARE (Breast cancer patients' return to work), die auf einer Teilstichprobe der PIAT-Studie basiert. Insgesamt wurden 184 ehemals erwerbstätige Patientinnen fünf bis sechs Jahre nach Erstdiagnose (T4) nachuntersucht. Die abhängige Variable "Frühzeitige Berentung" wurde dichotom operationalisiert. Als unabhängige Variablen wurden medizinische und berufliche Unterstützungsangebote, krankheitsbezogene Parameter (u. a. Rezidivstatus, Operationsart, körperliche Funktionsfähigkeit gemäß EORTC QLQ-C30), ausgewählte Komorbiditäten sowie sozioökonomische Merkmale berücksichtigt. Zur statistischen Auswertung wurde ein blockweises binäres logistisches Regressionsmodell mit schrittweiser Integration der Variablen berechnet.
Zum Zeitpunkt T4 berichteten 11,4 % der Patientinnen eine frühzeitige Berentung. Gespräche über medizinische Rehabilitationsmaßnahmen sowie Unterstützungsleistungen durch die Rentenversicherung zeigten eine signifikante Assoziation mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit der Frühverrentung. Demgegenüber war eine arbeitgeberseitige Unterstützung im Rahmen der beruflichen Wiedereingliederung mit einer reduzierten Wahrscheinlichkeit assoziiert. Eine Mastektomie ohne direkte Rekonstruktion stellte in den Modellen einen signifikanten Risikofaktor dar. Eine höhere körperliche Funktionsfähigkeit wirkte protektiv. Darüber hinaus zeigten sich sozioökonomische Faktoren, insbesondere jüngeres Alter und der Status als Hauptverdienerin, als mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit einer Frühverrentung verbunden.
Die Ergebnisse unterstreichen die multifaktorielle Determination frühzeitiger Berentung nach Brustkrebs und weisen auf die Bedeutung differenzierter Unterstützungsstrukturen im Kontext der Nachsorge und beruflichen Reintegration hin.},
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