Köllges, Ricarda: Exom-Analysen und Re-Sequenzierung von Kandidatengenen beim Blasenekstrophie-Epispadie Komplex. - Bonn, 2026. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-88247
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-88247
@phdthesis{handle:20.500.11811/13955,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-88247,
author = {{Ricarda Köllges}},
title = {Exom-Analysen und Re-Sequenzierung von Kandidatengenen beim Blasenekstrophie-Epispadie Komplex},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2026,
month = mar,
note = {Der Blasenexstrophie-Epispadie-Komplex (BEEK) umfasst ein Spektrum angeborener Fehlbildungen, die die Bauchwand, das knöcherne Becken, die Harnwege, die äußeren Geschlechtsorgane und in schweren Fällen auch den Magen-Darm-Trakt betreffen. Zur Identifizierung von Kandidatengenen erfolgte eine Exomanalyse von Fall-Eltern-Trios mit Kloakenexstrophie (KE), der schwersten Ausprägung des BEEK, sowie die Analyse eines eines Geschwisterpaares mit klassischer Blasenexstrophie (BE) und Epispadie (E).
Ergänzend wurde eine umfassende Resequenzierung von BE-Patienten mit Fokus auf Kandidatengene aus der Exomanalyse sowie bereits bekannte Kandidatengene aus der phänokritischen BE-Region 22q11.2 durchgeführt.
Die Exomsequenzierung der KE-Fall-Eltern-Trios identifizierte zwei Kandidatengene mit de-novo-Varianten (NR1H2, GKAP1), vier Kandidatengene mit autosomal-rezessiven biallelischen Varianten (AKR1B10, CLSTN3, NDST4, PLEKHB1) und ein Kandidatengen mit Hinweisen auf uniparentale Disomie (SVEP1). In der erweiterten Kohorte konnten jedoch keine weiteren Variantenträger in diesen Genen nachgewiesen werden. Die Analyse des betroffenen Geschwisterpaares ergab keine überzeugenden Kandidatengen.
Die Resequenzierung der Gene in der Region 22q11.2 identifizierte zwei hochkonservierte Frameshift-Varianten in LZTR1 (c.978_985del, p.Ser327fs6) und SLC7A4 (c.1087delC, p.Arg363fs68), die bei zwei unabhängigen männlichen BE-Patienten zu vorzeitigen Stoppcodons führten.
Die Ergebnisse stützen frühere Hinweise auf eine Beteiligung von LZTR1 an der Pathogenese der BE, erfordern jedoch zusätzliche funktionelle Studien.},
url = {https://hdl.handle.net/20.500.11811/13955}
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Ergänzend wurde eine umfassende Resequenzierung von BE-Patienten mit Fokus auf Kandidatengene aus der Exomanalyse sowie bereits bekannte Kandidatengene aus der phänokritischen BE-Region 22q11.2 durchgeführt.
Die Exomsequenzierung der KE-Fall-Eltern-Trios identifizierte zwei Kandidatengene mit de-novo-Varianten (NR1H2, GKAP1), vier Kandidatengene mit autosomal-rezessiven biallelischen Varianten (AKR1B10, CLSTN3, NDST4, PLEKHB1) und ein Kandidatengen mit Hinweisen auf uniparentale Disomie (SVEP1). In der erweiterten Kohorte konnten jedoch keine weiteren Variantenträger in diesen Genen nachgewiesen werden. Die Analyse des betroffenen Geschwisterpaares ergab keine überzeugenden Kandidatengen.
Die Resequenzierung der Gene in der Region 22q11.2 identifizierte zwei hochkonservierte Frameshift-Varianten in LZTR1 (c.978_985del, p.Ser327fs6) und SLC7A4 (c.1087delC, p.Arg363fs68), die bei zwei unabhängigen männlichen BE-Patienten zu vorzeitigen Stoppcodons führten.
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