de Bück, Ulrike Katja Evelyn: Auswirkungen geriatrischer Komplexbehandlungen auf ältere Patienten in der Orthopädie mit Infektionen von Hüft-, Knie- oder Schultergelenk. - Bonn, 2026. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-88441
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-88441
@phdthesis{handle:20.500.11811/13964,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-88441,
author = {{Ulrike Katja Evelyn de Bück}},
title = {Auswirkungen geriatrischer Komplexbehandlungen auf ältere Patienten in der Orthopädie mit Infektionen von Hüft-, Knie- oder Schultergelenk},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2026,
month = mar,
note = {Die demographische Entwicklung unserer Gesellschaft führt auch in den Krankenhäusern zu einem höheren Anteil älterer Patienten. Fachübergreifend werden behandelnde Ärzte zunehmend mit Multimorbidität und Polypharmacie konfrontiert. Dieser Herausforderung begegnet man bei Traumapatienten in der Unfallchirurgie bereits mit etablierten Kooperationsmodellen zwischen Chirurg und Geriater. Bei proximalen Femurfrakturen ist aufgrund der nachweislich positiven Effekte auf das Outcome der Patienten eine Zusammenarbeit mit dem Geriater bereits verpflichtend.
In der vorliegenden Studie wurde dokumentiert, welche Auswirkungen bei älteren Patienten mit orthopädischen Krankheitsbildern eine Kooperation zwischen Orthopäde und Geriater hat. Untersucht wurden Patienten ≥ 70 Jahre mit Infektionen von Schulter-, Hüft- oder Kniegelenk. Die Infektion konnte sowohl periprothetisch als auch bei nativem Gelenk vorliegen.
Verglichen wurden Patienten der Orthopädie und Unfallchirurgie am UKB, die eine Behandlung alleinig durch den Orthopädischen Facharzt erhielten (historische Gruppe) mit Patienten, die nach Einführung der Kooperation zwischen Orthopädie und Unfallchirurgie am UKB und des Zentrums für Altersmedizin am Malteser-Krankenhaus Bonn/heute Helios Klinikum Bonn, eine zusätzliche Mitbehandlung durch einen geriatrischen Facharzt erhielten (Interventionsgruppe).
Die Intervention bestand in der Durchführung einer Geriatrischen Komplexbehandlung.
Positive Effekte zeigten sich bei der Erkennung und Behandlung von Delirien in der Interventionsgruppe, die Prävalenz des Delirs hingegen war gleich verteilt. Schmerzerfassung erfolgte in der Interventionsgruppe regelmäßiger, die Schmerzmedikation erfolgte individueller, auch unter Verwendung von Co-Analgetika und war zum Entlassungszeitpunkt effektiver als in der Historischen Gruppe. Korrelierend hierzu war die Mobilität der Patienten in der Interventionsgruppe bei Entlassung besser. Kein Unterschied bestand im Auftreten von postoperativen Komplikationen, weder operationsspezifisch noch allgemein, bei insgesamt hoher Komplikationsrate. Leichte Nierenfunktionsstörungen wurden in der Interventionsgruppe häufiger festgestellt; bei allerdings auch wesentlich regelmäßigerer Kreatininkontrolle. Medikamentöse Anpassungen auf Nierefunktionsstörungen erfolgten in der Interventionsgruppe konsequenter.},
url = {https://hdl.handle.net/20.500.11811/13964}
}
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In der vorliegenden Studie wurde dokumentiert, welche Auswirkungen bei älteren Patienten mit orthopädischen Krankheitsbildern eine Kooperation zwischen Orthopäde und Geriater hat. Untersucht wurden Patienten ≥ 70 Jahre mit Infektionen von Schulter-, Hüft- oder Kniegelenk. Die Infektion konnte sowohl periprothetisch als auch bei nativem Gelenk vorliegen.
Verglichen wurden Patienten der Orthopädie und Unfallchirurgie am UKB, die eine Behandlung alleinig durch den Orthopädischen Facharzt erhielten (historische Gruppe) mit Patienten, die nach Einführung der Kooperation zwischen Orthopädie und Unfallchirurgie am UKB und des Zentrums für Altersmedizin am Malteser-Krankenhaus Bonn/heute Helios Klinikum Bonn, eine zusätzliche Mitbehandlung durch einen geriatrischen Facharzt erhielten (Interventionsgruppe).
Die Intervention bestand in der Durchführung einer Geriatrischen Komplexbehandlung.
Positive Effekte zeigten sich bei der Erkennung und Behandlung von Delirien in der Interventionsgruppe, die Prävalenz des Delirs hingegen war gleich verteilt. Schmerzerfassung erfolgte in der Interventionsgruppe regelmäßiger, die Schmerzmedikation erfolgte individueller, auch unter Verwendung von Co-Analgetika und war zum Entlassungszeitpunkt effektiver als in der Historischen Gruppe. Korrelierend hierzu war die Mobilität der Patienten in der Interventionsgruppe bei Entlassung besser. Kein Unterschied bestand im Auftreten von postoperativen Komplikationen, weder operationsspezifisch noch allgemein, bei insgesamt hoher Komplikationsrate. Leichte Nierenfunktionsstörungen wurden in der Interventionsgruppe häufiger festgestellt; bei allerdings auch wesentlich regelmäßigerer Kreatininkontrolle. Medikamentöse Anpassungen auf Nierefunktionsstörungen erfolgten in der Interventionsgruppe konsequenter.},
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