Groos, Julia: Ultraschallkompetenz für Hebammen: Ein innovativer Ansatz zur praxisorientierten Ausbildung. - Bonn, 2026. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-88685
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-88685
@phdthesis{handle:20.500.11811/13966,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-88685,
doi: https://doi.org/10.48565/bonndoc-808,
author = {{Julia Groos}},
title = {Ultraschallkompetenz für Hebammen: Ein innovativer Ansatz zur praxisorientierten Ausbildung},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2026,
month = mar,
note = {Die Sonographie ist ein zentrales diagnostisches Verfahren in der Geburtshilfe und ermöglicht eine nicht-invasive Beurteilung maternaler und fetaler Strukturen. Mit der Akademisierung der Hebammenausbildung in Deutschland gewinnt die Vermittlung sonographischer Kompetenzen zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig fehlen bislang strukturierte und evidenzbasierte Konzepte zur Integration entsprechender Ausbildungsinhalte in das Hebammenstudium. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich diese Dissertation mit der Analyse bestehender Ausbildungsprogramme sowie der Entwicklung und Evaluation eines Ultraschallcurriculums für Studierende der Hebammenwissenschaft.
Im ersten Teil der Arbeit wurde auf Grundlage der PRISMA-Richtlinien eine systematische Literaturrecherche durchgeführt, um internationale Ausbildungsprogramme im geburtshilflichen Ultraschall für Hebammen zu identifizieren und deren strukturelle und didaktische Merkmale zu analysieren. Insgesamt wurden 29 Publikationen eingeschlossen. Die Ergebnisse zeigen eine deutliche Heterogenität der Programme hinsichtlich Kursdauer, curricularer Struktur, Lehrmethoden, Prüfungsformaten und Zielgruppen. Die meisten Programme wurden in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen implementiert und zielten auf die Vermittlung grundlegender geburtshilflicher Ultraschallkompetenzen zur Verbesserung der pränatalen Versorgung. Gemeinsame zentrale Gestaltungselemente waren insbesondere der Kombination theoretischer Lehrinhalte mit praktischen Übungen sowie des Einsatzes strukturierter Evaluationsformate.
Auf Grundlage dieser Ergebnisse wurde ein modularer Ultraschallkurs für Studierende der Hebammenwissenschaft an der Universität Bonn entwickelt und implementiert. Das Curriculum kombinierte digitale Lerninhalte, theoretische Lehrveranstaltungen und supervidierte praktische Übungen. Zur Evaluation wurden Wissenstests, objektiv strukturierte klinische Prüfungen (OSCE) sowie Fragebögen vor und nach der Kursteilnahme eingesetzt. Dabei zeigte sich eine signifikante Verbesserung der Leistungen der Studierenden, mit einem Anstieg der medianen Gesamtpunktzahl in der OSCE von 20 auf 60 von 75 möglichen Punkten (p < 0,001) und im Wissenstest von 9 auf 19 von 20 Punkten (p = 0,001).
Die Ergebnisse zeigen, dass die Integration eines strukturierten Ultraschalltrainings in die akademische Hebammenausbildung realisierbar ist und zu einem deutlichen Kompetenzzuwachs führt. Die Arbeit liefert damit eine Grundlage für die zukünftige Entwicklung standardisierter Ausbildungsstrukturen im Bereich der sonographischen Ausbildung von Hebammen.},
url = {https://hdl.handle.net/20.500.11811/13966}
}
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Im ersten Teil der Arbeit wurde auf Grundlage der PRISMA-Richtlinien eine systematische Literaturrecherche durchgeführt, um internationale Ausbildungsprogramme im geburtshilflichen Ultraschall für Hebammen zu identifizieren und deren strukturelle und didaktische Merkmale zu analysieren. Insgesamt wurden 29 Publikationen eingeschlossen. Die Ergebnisse zeigen eine deutliche Heterogenität der Programme hinsichtlich Kursdauer, curricularer Struktur, Lehrmethoden, Prüfungsformaten und Zielgruppen. Die meisten Programme wurden in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen implementiert und zielten auf die Vermittlung grundlegender geburtshilflicher Ultraschallkompetenzen zur Verbesserung der pränatalen Versorgung. Gemeinsame zentrale Gestaltungselemente waren insbesondere der Kombination theoretischer Lehrinhalte mit praktischen Übungen sowie des Einsatzes strukturierter Evaluationsformate.
Auf Grundlage dieser Ergebnisse wurde ein modularer Ultraschallkurs für Studierende der Hebammenwissenschaft an der Universität Bonn entwickelt und implementiert. Das Curriculum kombinierte digitale Lerninhalte, theoretische Lehrveranstaltungen und supervidierte praktische Übungen. Zur Evaluation wurden Wissenstests, objektiv strukturierte klinische Prüfungen (OSCE) sowie Fragebögen vor und nach der Kursteilnahme eingesetzt. Dabei zeigte sich eine signifikante Verbesserung der Leistungen der Studierenden, mit einem Anstieg der medianen Gesamtpunktzahl in der OSCE von 20 auf 60 von 75 möglichen Punkten (p < 0,001) und im Wissenstest von 9 auf 19 von 20 Punkten (p = 0,001).
Die Ergebnisse zeigen, dass die Integration eines strukturierten Ultraschalltrainings in die akademische Hebammenausbildung realisierbar ist und zu einem deutlichen Kompetenzzuwachs führt. Die Arbeit liefert damit eine Grundlage für die zukünftige Entwicklung standardisierter Ausbildungsstrukturen im Bereich der sonographischen Ausbildung von Hebammen.},
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