Weitkamp, Alexandra: Brachflächenrevitalisierung im Rahmen der Flächenkreislaufwirtschaft. - Bonn, 2009. - , . In: Schriftenreihe / Institut für Geodäsie und Geoinformation, 15.
Online-Ausgabe in bonndoc: http://hdl.handle.net/20.500.11811/1398
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note = {In Deutschland wird eine nachhaltige Siedlungspolitik verfolgt, die einen sparsamen Umgang mit Grund und Boden in sozialverträglicher und ökologischer Flächennutzung vorsieht. Daher hat die Bundesregierung sich zur Verminderung der Flächeninanspruchnahme von derzeit rund 115 ha/Tag das Ziel gesetzt, die Neuinanspruchnahme auf 30 ha/Tag zu reduzieren und die Außenentwicklung im Verhältnis zur Innenentwicklung auf 1 : 3 zu beschränken. Die Revitalisierung von Brachflächen, die durch ihre industrielle oder vergleichbare Nutzung zu keiner wirtschaftlichen Folgenutzung ohne vorherige Aufbereitung geeignet sind, ist ein Instrument des Flächensparens, das die Erreichung des bis 2020 angesetzten Ziels unterstützt. Brachflächen werden vielfach durch Altlasten, deren Sanierung hohe Kosten verursacht, in ihrer Entwicklung gehindert: Sie stellen durch die Möglichkeit, Gemengelagen zu beseitigen, jedoch auch Chancen für die nachhaltige Stadtentwicklung dar. Als ein weiterer Ansatz zur Vermeidung von Industriebrachen wird die Transformation von im Brachfallen begriffener Werkstandorte in Industrieparks vorgestellt (Kapitel 1 und 2). Zur Untersuchung der Brachflächen wird ein Pyramidenmodell eingeführt, das die Handlungsfelder „Konzeption“, „Aufbereitung“, „rechtliche Instrumente“ sowie „Wirtschaftlichkeit und ökonomische Instrumente“ und „Prozesssteuerung“ der Revitalisierung umfasst. Die Revitalisierung als solches stellt im Flächenkreislauf die Phase zwischen Brachliegen und neuer Nutzung dar. Das Brachliegen wiederum folgt nach der Entwicklung von Flächen in eine bauliche oder sonstige Nutzung. Die Untersuchungen umfassen neben Deutschland auch das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland (UK) und die Vereinigten Staaten von Amerika (USA). UK wurde wegen seiner vorbildlichen Revitalisierungsstrategien gewählt, die USA wegen ihres differenzierten Blickwinkels als Staat mit umfassenden Flächenverfügbarkeiten. Nach Handlungsfeldern getrennt erfolgt die Darstellung der Instrumente und Strategien der drei Länder (Kapitel 3). Das Pyramidenmodell dient der Analyse der Wirkungen von Strategien und Praxis für jeweils drei Fallstudien in den Untersuchungsländern. Durch eine Erhebung mehrerer Brachflächenstandorte wird eine noch breitere Analysebasis für Deutschland geschaffen (Kapitel 4). Die Operationalisierung der Revitalisierung ist von zentraler Bedeutung für diese Arbeit. Aufbauend auf die Untersuchung der Instrumente und Strategien, der Fallstudien und der Erhebung werden Vor- und Nachteile der verschiedenen Vorgehensweisen herausgearbeitet. Diese Ergebnisse fließen in eine Nutzwertanalyse der Fallstudien ein, die den Erfolg der Revitalisierungsstrategien messbar macht. Hier werden insbesondere Steuerungs- und Einflussnahmemöglichkeiten (Erfolgspotential) aufgezeigt (Kapitel 5). Als Ergebnis der Untersuchungen wird die Notwendigkeit detaillierter Kenntnisse hinsichtlich der Verteilung von Brachflächenstandorten sowie der zukünftigen Nutzungsbedarfe der Gemeinden festgestellt, um Strategien und Instrumente zielgerichteter einsetzen zu können. Überdies wird empfohlen, das Förderbudget aufzustocken und über Revitalisierungsfonds einerseits Geldmittel zu revolvieren und andererseits privates Kapital in die Stadtentwicklung einfließen zu lassen. Vornehmlich im Vergleich zum UK wird die Notwendigkeit eines nationalen Steuerungsorgans sowie des Einsatzes erfahrener Entwickler deutlich. Daher wird die Empfehlung zum Aufbau hoheitlicher Revitalisierungsgesellschaften mit einer nationalen Steuerungs- und Koordinationsbehörde und ausführender Gesellschaften auf Landesebene ausgesprochen. Durch die Kombination mit weiteren Instrumenten zur Reduzierung der Flächeninanspruchnahme sowie zur Beschränkung des Freiflächenangebotes kann speziell die Attraktivität der deckungsfähigen Brachflächen für private Investoren gesteigert werden. Das ehrgeizige Ziel der Bundesregierung bedarf aber weiterer Instrumente, um die Reduzierung der Flächeninanspruchnahme auf 30 ha/Tag zu gewährleisten (Kapitel 6 und 7).},
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