Pfäffle, Michelle Irmgard: Therapieansprechen der chronischen Hepatitis C auf direkt antivirale Agentien bei i.v. Drogengebraucher*innen in Deutschland. - Bonn, 2026. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-88883
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note = {Einleitung
Personen mit intravenösem Drogenkonsum, sowie Patient*innen unter Opioid Substitutionstherapie stellen eine Hochrisikogruppe für eine Infektion mit dem Hepatitis C Virus dar. Trotz hochwirksamer direkt antiviraler Agentien ist der Zugang zur Behandlung und der Nachsorge eine große Hürde für die Betroffenen. Ziel dieser Studie war es daher, die Adhärenz sowie das virologische Therapieansprechen unter DAA Therapie in dieser Patientengruppe in einer Großstadt in Deutschland zu untersuchen.
Methodik
In dieser retrospektiven Studie wurden 69 Patient*innen mit chronischer HCV Infektion, die zwischen März 2021 und November 2022 in einer infektiologischen Schwerpunktpraxis behandelt worden waren, untersucht. Die Einleitung der DAA Therapie erfolgte nach aktueller Leitlinie über 8 (Glecaprevir/Pibrentasvir) bzw. 12 (Sofosbuvir/Velpatasvir) Wochen in Abhängigkeit des HCV Genotyps und dem Stadium der Lebererkrankung mit oder ohne Ribavirin. Es wurden demografische, klinische und virologische Parameter analysiert. Das langanhaltende virologische Therapieansprechen (SVR) wurde nach 4, 12 und 24 Wochen beurteilt.
Ergebnisse
Von den 69 Patient*innen haben 68 % Glecaprevir/Pibrentasvir über 8 Wochen und 32% Sofosbuvir/Velpatasvir über 12 Wochen erhalten. Alle Patient*innen der 8 wöchigen Therapiegruppe erhielten die vollständige Therapie, während in der 12 wöchigen Gruppe 14 % die letzte Medikation nicht einnahmen. Ein langanhaltendes Therapieansprechen konnte bei 93 % der Patient*innen festgestellt werden, die zur SVR 12 oder SVR 24 erschienen sind. Bei 14 Patient*innen ließ sich kein langanhaltendes Therapieansprechen nachprüfen, da sie keine weiteren Verlaufskontrollen in Anspruch nahmen. Jedoch hatten zum Zeitpunkt der letzten Vorstellung insgesamt 11 ein Therapieansprechen im Sinne einer nicht nachweisbaren HCV RNA und die restlichen 3 bereits eine sehr niedrige Virämie. Unter der Therapie zeigte sich eine signifikante Verbesserung der Leberfunktionsparameter. Bei 3 Personen ließ sich eine Reinfektion feststellen, sowie einen HCV Relapse bei einem Patienten mit kompensierter Leberzirrhose und Genotyp 3.
Diskussion
Die DAA Therapie stellt eine hervorragende Möglichkeit zur Behandlung der chronischen HCV Infektion bei Patient*innen mit intravenösem Drogenkonsum und unter Opioid Substitutionstherapie dar. Um die Eliminierung von HCV voranzutreiben ist die enge Zusammenarbeit zwischen den Einrichtungen der HCV Therapie und Substitutionsbehandlung sinnvoll, beispielsweise im Sinne von multidisziplinären Zentren, sodass der Zugang zur Therapie erleichtert wird.},

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