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Untersuchung der Verbundfestigkeit zwischen Zahn und einem sich in der Entwicklung befindenden kunststoffmodifizierten Glasionomerzement nach Kontamination mit künstlichem Speichel

dc.contributor.advisorJervøe-Storm, Pia-Merete
dc.contributor.authorCöln, Léon
dc.date.accessioned2026-03-25T13:47:02Z
dc.date.available2026-03-25T13:47:02Z
dc.date.issued25.03.2026
dc.identifier.urihttps://hdl.handle.net/20.500.11811/14016
dc.description.abstractIndirekte Restaurationen sind Standard-Therapien im Praxisalltag. Neben dem Beschleifen des Zahnes, der Abformung und der Präparation ist die Befestigung des Werkstücks ein wesentlicher Bestandteil der restaurativen Maßnahme. Manche Befestigungszemente sind hydrophob und fordern absolute Trockenlegung. Oft ist dies aus klinischen Gründen nicht möglich. Für diese Situationen wird durch Dentspy Sirona ein neuer kunststoffmodifizierter Glasionomerzement entwickelt (Dentsply Sirona, Konstanz, Deutschland). Dieser Zement ist eine Kombination aus kunststoffbasiertem Zement und Glasionomerzement. Damit werden die guten mechanischen Werten und Ästhetik der Komposit-basierten Zemente mit der einfacheren Verarbeitung der Glasionomerzemente und deren Feuchtigkeitstoleranz vereint. Die Frage ist, wie sich dieser neu entwickelte Zement (Testgruppe) im Vergleich zu dem Standardzement dieser Klasse (Kontrollgruppe; Ketac Cem Plus Automix; 3M, Neuss, Deutschland), bezüglich seiner Adhäsionswerte unter verschiedenen Bedingungen darstellt.
In einem in-vitro-Model sollen sowohl unter optimalen Bedingungen (absolute Trockenlegung), als auch nach Speichelkontamination, Haftwerte gemessen und verglichen werden. Für die Studie werden 120 extrahierten, füllungs- und kariesfreien Molaren benutzt. Alle Zähne werden in einer privaten Zahnarztpraxis aus zahnmedizinischer Indikation entfernt. Die Patient*innen geben im Vorfeld ihrer Zustimmung einer Verwendung im Sinne einer Forschungsarbeit ab. Nach schriftlicher Anfrage der Ethik-Kommission der Universität Bonn, gibt es diesbezüglich keine Bedenken, es besteht keine Notwendigkeit eines Ethik-Votums.
Alle extrahierten Zähne werden mithilfe von Schleifpapier bis auf das Dentin reduziert. Nach Beschleifen der Zähne werden diese mit der beschliffenen Seite nach unten in einer Einbettform eingebettet und anschließend von beiden Seiten gerade getrimmt. Um eine Schmierschicht auf dem Dentin praxisnah zu simulieren, wird die präparierte Seite erneut mit einem feineren Schleifpapier bearbeitet. Die fertig präparierten Prüfkörper werden in Wasser eingelegt und zusammen mit Belastungsgewichten für 30 min in einem Feuchteofen bei 37 °C und 70 % Luftfeuchte erwärmt.
Mit einem Shear-Bond-Strength (SBS) Versuch wird die Adhäsion des Zements am Zahn geprüft, dafür werden Metallstäbchen an den Prüfkörper befestigt. 40 Proben erhalten keine weitere Vorbehandlung (Gruppe 1. und 4.). Um die Kontamination mit Speichel zu simulieren, wird den restlichen 80 Proben nach der 30-minütigen Lagerung im Feuchteofen ein definierter Bereich der Dentinoberfläche mit 1ul künstlicher Speichel (Articficial Saliva ASTM E2720-16/ ASTM E27211-16 with Mucin", Pickering Laboratories, Stadt, Land) benetzt. An je 40 Proben wird entweder direkt (Gruppe 2. und 5.) oder erst nach 8 min (Gruppe 3. und 6.), wenn der Speichel bei Raumtemperatur eingetrocknet ist, geklebt. Das restliche Vorgehen ist identisch für alle Gruppen. Die Metallstäbchen werden mit dem zugeordneten Zement beschicktet und möglichst parallel zur nicht-vorbehandelte beziehungsweise vorbehandelte Dentinfläche gestellt. Der Verbund aus Zahnblock, Zement und Metallstäbchen wird mit dem Belastungsgewicht in der Vertikalen belastet. Diese gesamte Vorrichtung wird erneut in den Feuchteofen gestellt. Nach 10 min wird die Belastungsgewichte entfernt, der Rest in Wasser gelagert und für 24+/-1 h bei 37°C in einem Trockenofen gelagert.
Nach Ablauf der Zeit wird mittels einer Zwick-Abschervorrichtung (ZwickRoell GmbH & Co. KG, Ulm, Deutschland) die SBS gemessen, die Adhäsion wird in MPa angegeben.
Die hergestellten Proben werden randomisiert in 6 Gruppen à 20 Zahnblöcke anhand eines Computerprogramms (VassarStats, Poughkeepsie, NY, USA) eingeteilt.
Die Versuchsgruppen (alle n=20) lauten wie folgt:
Testgruppe:
1. experimenteller KGIZ ohne Speichelkontamination
2. experimenteller KGIZ mit Speichelkontamination (feucht)
3. experimenteller KGIZ mit Speichelkontamination (eingetrocknet)
Kontrollgruppe:
1. Ketac Cem Plus Automix ohne Speichelkontamination
2. Ketac Cem Plus Automix mit Speichelkontamination (feucht)
3. Ketac Cem Plus Automix mit Speichelkontamination (eingetrocknet)

Die statistische Auswertung erfolgt mit nicht-parametrischen Tests.
de
dc.language.isodeu
dc.rightsIn Copyright
dc.rights.urihttp://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/
dc.subject.ddc610 Medizin, Gesundheit
dc.titleUntersuchung der Verbundfestigkeit zwischen Zahn und einem sich in der Entwicklung befindenden kunststoffmodifizierten Glasionomerzement nach Kontamination mit künstlichem Speichel
dc.typeDissertation oder Habilitation
dc.publisher.nameUniversitäts- und Landesbibliothek Bonn
dc.publisher.locationBonn
dc.rights.accessRightsopenAccess
dc.identifier.urnhttps://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-89024
ulbbn.pubtypeErstveröffentlichung
ulbbnediss.affiliation.nameRheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
ulbbnediss.affiliation.locationBonn
ulbbnediss.thesis.levelDissertation
ulbbnediss.dissID8902
ulbbnediss.date.accepted16.03.2026
ulbbnediss.instituteMedizinische Fakultät / Kliniken : Poliklinik für Parodontologie, Zahnerhaltung und Präventive Zahnheilkunde
ulbbnediss.fakultaetMedizinische Fakultät
dc.contributor.coRefereeLinsen, Sabine


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