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Biomechanische Untersuchung von Zahnschienen nach Zahnlockerungen

dc.contributor.advisorBourauel, Christoph
dc.contributor.authorErksousi, Abdullah
dc.date.accessioned2026-03-27T09:02:47Z
dc.date.available2026-03-27T09:02:47Z
dc.date.issued27.03.2026
dc.identifier.urihttps://hdl.handle.net/20.500.11811/14022
dc.description.abstractDentoalveoläre Traumata gehören zu den häufigen Verletzungen im zahnärztlichen Alltag und führen oft zu einer erhöhten Zahnbeweglichkeit infolge einer Schädigung des parodontalen Ligaments. Zur Stabilisierung der betroffenen Zähne werden unterschiedliche Schienungssysteme eingesetzt, deren mechanische Eigenschaften den Heilungsverlauf maßgeblich beeinflussen können. Ziel der vorliegenden Arbeit war es daher, den Einfluss verschiedener klinisch gebräuchlicher Traumaschienen auf die Zahnbeweglichkeit sowie auf die Belastungsverhältnisse im Zahnhalteapparat zu untersuchen.
Zu diesem Zweck wurden dreidimensionale Finite-Elemente-Modelle des Oberkiefers erstellt, in denen sowohl ein gesundes Parodont als auch unterschiedliche Schädigungsgrade (Lockerungsgrad I sowie II–III) simuliert wurden. Insgesamt sechs verschiedene Traumaschienen wurden unter standardisierten Belastungsbedingungen (horizontal, vertikal und in 45°-Richtung) analysiert. Bewertet wurden dabei insbesondere die Zahnauslenkung sowie die Spannungs- und Dehnungsverteilungen im Parodontalligament und in den Schienen.
Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass die Zahnbeweglichkeit mit zunehmender Schädigung des Parodonts stark zunimmt. So stieg die horizontale Zahnauslenkung ohne Schienung von 0,46 mm im gesunden Zustand auf 0,75 mm bei Lockerungsgrad I und 1,87 mm bei Lockerungsgrad II–III an. Durch den Einsatz von Schienen konnte diese in allen untersuchten Fällen reduziert werden. Dabei unterschieden sich die Schienentypen hinsichtlich ihrer Stabilisierung deutlich: Während rigidere Schienen, insbesondere die Kompositschiene, eine starke Reduktion der Zahnbeweglichkeit bewirkten (z. B. 0,16 mm bei LG I und 0,22 mm bei LG II–III), ließen flexiblere Schienen wie die Titan-Trauma-Schiene höhere Restbeweglichkeiten zu (0,61 mm bzw. 1,26 mm). Schienen mittlerer Rigidität, wie Draht-Komposit-Schienen, zeigten intermediäre Werte (z. B. DKSR10: 0,39 mm bei LG I und 0,48 mm bei LG II–III). Gleichzeitig zeigte sich, dass mit zunehmender Rigidität auch Veränderungen in der Belastungsverteilung im Parodontalligament einhergehen.
Zusammenfassend verdeutlichen die Ergebnisse, dass die Wahl des Schienungssystems einen entscheidenden Einfluss auf die biomechanischen Verhältnisse im Zahnhalteapparat hat. Für die klinische Praxis bedeutet dies, dass die Schienenart individuell an den Schädigungsgrad angepasst werden sollte, um eine möglichst physiologische Heilung zu unterstützen.
de
dc.language.isodeu
dc.rightsIn Copyright
dc.rights.urihttp://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/
dc.subjectDentoalveoläres Trauma
dc.subjectZahnbeweglichkeit
dc.subjectParodontalligament
dc.subjectTraumaschienen
dc.subjectFinite-Elemente-Methode
dc.subjectBiomechanik
dc.subject.ddc610 Medizin, Gesundheit
dc.titleBiomechanische Untersuchung von Zahnschienen nach Zahnlockerungen
dc.typeDissertation oder Habilitation
dc.publisher.nameUniversitäts- und Landesbibliothek Bonn
dc.publisher.locationBonn
dc.rights.accessRightsopenAccess
dc.identifier.urnhttps://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-89111
ulbbn.pubtypeErstveröffentlichung
ulbbnediss.affiliation.nameRheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
ulbbnediss.affiliation.locationBonn
ulbbnediss.thesis.levelDissertation
ulbbnediss.dissID8911
ulbbnediss.date.accepted02.03.2026
ulbbnediss.instituteMedizinische Fakultät / Kliniken : Oralmedizinische Technologie
ulbbnediss.instituteMedizinische Fakultät / Kliniken : Zahnärztliche Prothetik, Propädeutik und Werkstoffwissenschaften
ulbbnediss.fakultaetMedizinische Fakultät
dc.contributor.coRefereeWahl, Gerhard


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