Ost, Reglind Andrea Dorothee: Untersuchung der Retestreliabilität des Impact of Vision Impairment-Fragebogens im zeitlichen Verlauf und vergleichend zwischen drei Befragungsmodi. - Bonn, 2026. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-88901
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note = {Hintergrund:
In der Augenheilkunde spielt die Lebensqualität eine große Rolle und kann mit patientenberichteten Endpunkten (PROMs), wie z.B. Fragebögen, strukturiert erfasst werden. Der Impact of Vision Impairment (IVI)-Fragebogen ist ein häufig genutztes PROM für Menschen mit chronischen Augenerkrankungen, welches anhand von 28 Fragen funktionale und emotionale Lebensqualitätseinschränkungen erfasst. In den vergangenen 25 Jahren wurden bereits mehrere Validierungsstudien zum IVI durchgeführt, ausstehend ist jedoch eine Auswertung zur wiederholten Befragung in einer großen Kohorte sowie insbesondere ein Vergleich unterschiedlicher Erhebungsmodi, der die Anwendbarkeit des IVI deutlich erleichtern könnte.
Ziel:
Ziel der Studie ist die Untersuchung der Test-Retest-Reliabilität sowie der Übereinstimmung zwischen verschiedenen Erhebungsmodi (Telefonische Befragung / Papierformat / Elektronisches Format) des Impact of Vision Impairment-Fragebogens.
Methoden:
Erwachsene Patientinnen und Patienten mit stabilen, chronischen Augenerkrankungen wurden an der Universitäts-Augenklinik Bonn rekrutiert. Der IVI wurde zwei- bis viermal (2 x Telefonische Befragung, 1 x Papierformat, 1 x Elektronisches Format) mit einem Zeitabstand von minimal einem Tag bis maximal 10 Wochen erhoben. Die Daten wurden der psychometrischen Rasch-Analyse unterzogen. Zur Auswertung wurden Intra-Klassen-Korrelationskoeffizienten (ICC), Mittelwertdifferenzen und Cronbachs Alpha für die Test-Retest-Erhebungen als auch für den Vergleich zwischen den drei verschiedenen Erhebungsmodi berechnet.
Ergebnisse:
In die Studie wurden 216 Patientinnen und Patienten im Alter von durchschnittlich 67 Jahren eingeschlossen. Der IVI erfüllte alle psychometrischen Anforderungen des Rasch-Modells und die Aufteilung in die Kategorien funktionale Items (IVI_F) und emotionale Items (IVI_E) wurde bestätigt. Die Intraklassenkorrelationskoeffizienten lagen für die Wiederholungserhebungen bei > 0,91, für den Vergleich Telefon/Papier bei > 0,85, für Telefon/elektronisch bei > 0,93 sowie für Papier/elektronisch bei> 0,92. Die Mittelwertdifferenzen betrugen bei den Wiederholungserhebungen bei maximal 2,8 % und beim intermodalen Vergleich maximal 6,2 %. Cronbachs Alpha lag zwischen 0,886 und 0,944 für Test-Retest- und Modus-Vergleiche.
Schlussfolgerung:
Aufgrund der hohen Test-Retest-Reliabilität und fast ebenso guten Übereinstimmung der verschiedenen Erhebungsmodi kann der IVI als robustes PROM zur Erfassung der sehbezogenen Lebensqualität gesehen werden. Er kann künftig sowohl im üblichen Interviewmodus als auch per Papier- oder als elektronischer Fragebogen eingesetzt werden.},

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