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Auswirkungen der MitraClip®-Implantation auf die Nierenfunktion bei Patienten mit hochgradiger Mitralklappeninsuffizienz

dc.contributor.advisorHammerstingl, Christoph
dc.contributor.authorPrangenberg, Julian
dc.date.accessioned2026-03-31T08:19:23Z
dc.date.available2026-03-31T08:19:23Z
dc.date.issued31.03.2026
dc.identifier.urihttps://hdl.handle.net/20.500.11811/14038
dc.description.abstractEinleitung: Die Mitralklappeninsuffizienz nimmt mit dem Lebensalter deutlich zu und stellt nach der Aortenklappenstenose die zweithäufigste Herzklappenerkrankung dar. Für viele Patienten kommt aufgrund von Komorbiditäten eine operative Rekonstruktion nicht infrage. Eine alternative Behandlung können dann minimalinvasive Herzklappeninterventionen, wie z.B. mit dem sogenannten MitraClip®, darstellen. Bei dem MitraClip®-Verfahren wird über ein Kathetersystem die Mitralklappe mit einem oder mehreren MitraClips® gegriffen und zusammengehalten, was die Klappeninsuffizienz minimieren oder sogar beheben kann.
Material und Methoden: Bei der vorliegenden Studie wurden 28 Patienten prospektiv zwischen August 2013 und August 2014 untersucht, ergänzt durch eine retrospektive Analyse von 61 Patienten des Bonner MitraClip®-Registers mit einer Implantation zwischen 2010 und 2014. Die Gruppen wurden anhand des Vorliegens einer chronischen Niereninsuffizienz unterteilt. Primäre Endpunkte waren Veränderungen der Nierenfunktion, einschließlich des Renal Resistance Index, des klinischen Verlaufs sowie des Langzeit-Outcomes nach 6 Monaten, 1 Jahr und 2 Jahren.
Ergebnisse: In beiden Kohorten zeigte sich nach MitraClip®-Implantation eine signifikante Verbesserung der Mitralklappeninsuffizienz sowie der NYHA-Klasse. Patienten ohne chronische Niereninsuffizienz wiesen jedoch durchgehend ein günstigeres klinisches Outcome auf. Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz waren häufiger männlich, hatten häufiger einen Diabetes mellitus, zeigten schlechtere Ergebnisse im 6-Minuten-Gehtest, hatten längere Krankenhausaufenthalte und eine höhere Mortalität. Zudem fanden sich bei ihnen u.a. häufiger eine funktionelle Mitralklappeninsuffizienz sowie eine reduzierte Ejektionsfraktion. Erwartungsgemäß zeigten sie zudem laborchemisch höhere Kreatinin- und Cystatin-C-Werte sowie eine niedrigere glomeruläre Filtrationsrate.
Schlussfolgerung: Die MitraClip®-Implantation scheint eine leichte Verbesserung der Nierenfunktion bei nierengesunden Patienten zu bewirken, bei Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz kann jedoch keine wesentliche Verbesserung beobachtet werden. Eine chronische Niereninsuffizienz scheint einen unabhängigen Risikofaktor für ein ungünstigeres klinisches Outcome darzustellen, der bei der interdisziplinären Therapieentscheidung berücksichtigt werden sollte.
de
dc.language.isodeu
dc.rightsIn Copyright
dc.rights.urihttp://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/
dc.subjectMitraClip
dc.subjectHerzkatheter
dc.subjectMitralklappeninsuffizienz
dc.subjectRenal Resistance Index
dc.subjectNiereninsuffizienz
dc.subject.ddc610 Medizin, Gesundheit
dc.titleAuswirkungen der MitraClip®-Implantation auf die Nierenfunktion bei Patienten mit hochgradiger Mitralklappeninsuffizienz
dc.typeDissertation oder Habilitation
dc.publisher.nameUniversitäts- und Landesbibliothek Bonn
dc.publisher.locationBonn
dc.rights.accessRightsopenAccess
dc.identifier.urnhttps://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-89318
ulbbn.pubtypeErstveröffentlichung
ulbbn.birthnameGeile
ulbbnediss.affiliation.nameRheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
ulbbnediss.affiliation.locationBonn
ulbbnediss.thesis.levelDissertation
ulbbnediss.dissID8931
ulbbnediss.date.accepted11.03.2026
ulbbnediss.instituteMedizinische Fakultät / Kliniken : Medizinische Klinik und Poliklinik II - Kardiologie, Angiologie, Pneumologie und Internistische Intensivmedizin
ulbbnediss.fakultaetMedizinische Fakultät
dc.contributor.coRefereeBreuer, Johannes


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