Engel, Clara Edith: Arterielle Hypertonie bei Säuglingen mit operativ versorgter angeborener Zwerchfellhernie. - Bonn, 2026. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-89437
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-89437
@phdthesis{handle:20.500.11811/14076,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-89437,
doi: https://doi.org/10.48565/bonndoc-843,
author = {{Clara Edith Engel}},
title = {Arterielle Hypertonie bei Säuglingen mit operativ versorgter angeborener Zwerchfellhernie},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2026,
month = apr,
note = {Die angeborene Zwerchfellhernie (engl. Congenital diaphragmatic hernia, CDH) ist eine komplexe angeborene Fehlbildung des Neugeborenen, charakterisiert durch einen Defekt im Zwerchfell. Diese Erkrankung ist mit verschiedenen Komplikationen assoziiert, unter welchen die pulmonale Hypertonie (PH) und die kardiale Dysfunktion die am besten erforschten sind. Zur arteriellen Hypertonie in dieser Patient*innengruppe gibt es bisher nur wenige Studien. Aus diesem Grund setzt sich die vorliegende Studie zum Ziel, die Inzidenz der arteriellen Hypertonie bei Neugeborenen mit CDH zum Zeitpunkt der Entlassung genauer einzugrenzen.
Zu diesem Zweck wurden klinische Daten von 167 Neugeborenen mit operativ korrigierter CDH retrospektiv analysiert. Die dokumentierten Blutdruckwerte wurden für die letzten 7 Tage vor Entlassung gemittelt und mit Referenzblutdruckwerten der AHA von 2004 für Säuglinge gleichen Geschlechts, Alters und Größe verglichen. Blutdruckwerte, welche die 95. Perzentile erreichten oder überschritten, wurden als hyperton klassifiziert. Zudem wurde die Behandlung mit einer antihypertensiven Medikation während des stationären Aufenthaltes und zum Zeitpunkt der Entlassung untersucht.
11,3 % (n = 19) der Säuglinge wiesen zum Zeitpunkt der Entlassung hypertensive Blutdruckwerte auf. Unter diesen erhielten 63 % (n = 12) keine antihypertensive Therapie. 47,9 % (n = 80) der Säuglinge wurden innerhalb des stationären Aufenthaltes mit antihypertensiven Medikamenten behandelt. Von den überlebenden Patient*innen (n = 152) war dies bei 28,9 % (n = 44) zum Zeitpunkt der Entlassung der Fall. In der Gruppe der ECMO-Patient*innen zeigten sich signifikant höhere Blutdrücke, die Inzidenz der arteriellen Hypertonie war jedoch in beiden Gruppen ähnlich (13,8 % vs. 10,1 %, p = 0,473).
In der univariaten Analyse waren eine nicht isolierte CDH, Formula-Ernährung und die minimalen Kreatininwerte der ersten Lebenswoche signifikant mit der arteriellen Hypertonie assoziiert. In der multivariaten Analyse war dies nur noch für die minimalen Kreatininwerte der Fall.
Schlussfolgerung: Die vorliegende Studie demonstriert eine moderat erhöhte Inzidenz der arteriellen Hypertonie bei Säuglingen mit CDH zum Zeitpunkt der Entlassung sowie eine unabhängige Assoziation von Kreatininwerten mit einer arteriellen Hypertonie. Aus diesem Grund sollten Kinderärzt*innen regelmäßige Blutdruck- und Nierenfunktionskontrollen sowohl in der klinischen Versorgung als auch im Follow-up von CDH-Patient*innen etablieren.},
url = {https://hdl.handle.net/20.500.11811/14076}
}
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Zu diesem Zweck wurden klinische Daten von 167 Neugeborenen mit operativ korrigierter CDH retrospektiv analysiert. Die dokumentierten Blutdruckwerte wurden für die letzten 7 Tage vor Entlassung gemittelt und mit Referenzblutdruckwerten der AHA von 2004 für Säuglinge gleichen Geschlechts, Alters und Größe verglichen. Blutdruckwerte, welche die 95. Perzentile erreichten oder überschritten, wurden als hyperton klassifiziert. Zudem wurde die Behandlung mit einer antihypertensiven Medikation während des stationären Aufenthaltes und zum Zeitpunkt der Entlassung untersucht.
11,3 % (n = 19) der Säuglinge wiesen zum Zeitpunkt der Entlassung hypertensive Blutdruckwerte auf. Unter diesen erhielten 63 % (n = 12) keine antihypertensive Therapie. 47,9 % (n = 80) der Säuglinge wurden innerhalb des stationären Aufenthaltes mit antihypertensiven Medikamenten behandelt. Von den überlebenden Patient*innen (n = 152) war dies bei 28,9 % (n = 44) zum Zeitpunkt der Entlassung der Fall. In der Gruppe der ECMO-Patient*innen zeigten sich signifikant höhere Blutdrücke, die Inzidenz der arteriellen Hypertonie war jedoch in beiden Gruppen ähnlich (13,8 % vs. 10,1 %, p = 0,473).
In der univariaten Analyse waren eine nicht isolierte CDH, Formula-Ernährung und die minimalen Kreatininwerte der ersten Lebenswoche signifikant mit der arteriellen Hypertonie assoziiert. In der multivariaten Analyse war dies nur noch für die minimalen Kreatininwerte der Fall.
Schlussfolgerung: Die vorliegende Studie demonstriert eine moderat erhöhte Inzidenz der arteriellen Hypertonie bei Säuglingen mit CDH zum Zeitpunkt der Entlassung sowie eine unabhängige Assoziation von Kreatininwerten mit einer arteriellen Hypertonie. Aus diesem Grund sollten Kinderärzt*innen regelmäßige Blutdruck- und Nierenfunktionskontrollen sowohl in der klinischen Versorgung als auch im Follow-up von CDH-Patient*innen etablieren.},
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