Enciso-Arias, Rubin Ernesto: Studie zu parodontalen Erkrankungen der ländlichen Bevölkerung von San Martín (Meta) in Kolumbien anhand einer Stichprobe : Vergleich mit der dentalen Querschnittsuntersuchung DMS V. - Bonn, 2026. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-89614
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-89614
@phdthesis{handle:20.500.11811/14085,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-89614,
author = {{Rubin Ernesto Enciso-Arias}},
title = {Studie zu parodontalen Erkrankungen der ländlichen Bevölkerung von San Martín (Meta) in Kolumbien anhand einer Stichprobe : Vergleich mit der dentalen Querschnittsuntersuchung DMS V},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2026,
month = apr,
note = {Parodontale Erkrankungen zählen weltweit zu den häufigsten chronischen Erkrankungen der Mundhöhle und besitzen insbesondere in strukturell benachteiligten Regionen eine hohe gesundheitswissenschaftliche Relevanz. Ziel der vorliegenden Dissertation war es, die parodontale Gesundheit in einer Stichprobe aus der zahnmedizinisch unterversorgten Region San Martín (Meta) in Kolumbien zu untersuchen, um epidemiologische Schätzungen vorzunehmen und den für eine Optimierung der Versorgung erforderlichen Behandlungsbedarf abzuschätzen.
Der Arbeit liegt eine deskriptive Querschnittsstudie zugrunde. Im Zeitraum vom 16.02.2012 bis zum 16.08.2012 wurden am Krankenhaus Local de San Martín insgesamt 330 Patienten aller Altersgruppen anhand der Vorgaben des WHO Oral Health Survey untersucht. Erfasst wurden unter anderem fehlende Zähne sowie parodontale Erkrankungen anhand von CPI/PSI und klinischem Attachmentverlust. Die statistische Auswertung der anonymisierten Daten erfolgte mittels MS Excel 2010 und IBM SPSS 21; bei nicht normalverteilten Daten wurde der Wilcoxon-Test angewandt.
Insgesamt nahmen 330 Patienten an der Studie teil, darunter 200 Frauen und 130 Männer. Das mittlere Alter betrug 30 Jahre. Die Zahngesundheit zeigte sich bei beiden Geschlechtern und in allen Altersgruppen in einem sehr schlechten Allgemeinzustand. Im Mittel fehlten jedem Patienten 9,4 Zähne, insgesamt waren 3115 Zähne verloren. Bei 93 % der über 20-jährigen Untersuchten zeigte sich in mindestens einem Zahnsextanten ein defizitärer parodontaler Status (PSI > 0). Bei den meisten Probanden fanden sich sowohl Zeichen einer Gingivitis als auch einer Parodontitis. 23 % der Patienten wiesen einen PSI 1, 16 % einen PSI 2, 38 % einen PSI 3 und 16 % einen PSI 4 in unterschiedlichen Sextanten auf.
Die Ergebnisse weisen auf eine erhebliche parodontale Krankheitslast sowie auf einen ausgeprägten präventiven und therapeutischen Versorgungsbedarf in der untersuchten Region hin. Trotz der eingeschränkten Übertragbarkeit der Ergebnisse aufgrund des Stichprobencharakters und der Rekrutierung in der zahnmedizinischen Ambulanz eines regionalen Krankenhauses belegt die Untersuchung eine insgesamt unzureichende Parodontalgesundheit der untersuchten Teilpopulation.},
url = {https://hdl.handle.net/20.500.11811/14085}
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Der Arbeit liegt eine deskriptive Querschnittsstudie zugrunde. Im Zeitraum vom 16.02.2012 bis zum 16.08.2012 wurden am Krankenhaus Local de San Martín insgesamt 330 Patienten aller Altersgruppen anhand der Vorgaben des WHO Oral Health Survey untersucht. Erfasst wurden unter anderem fehlende Zähne sowie parodontale Erkrankungen anhand von CPI/PSI und klinischem Attachmentverlust. Die statistische Auswertung der anonymisierten Daten erfolgte mittels MS Excel 2010 und IBM SPSS 21; bei nicht normalverteilten Daten wurde der Wilcoxon-Test angewandt.
Insgesamt nahmen 330 Patienten an der Studie teil, darunter 200 Frauen und 130 Männer. Das mittlere Alter betrug 30 Jahre. Die Zahngesundheit zeigte sich bei beiden Geschlechtern und in allen Altersgruppen in einem sehr schlechten Allgemeinzustand. Im Mittel fehlten jedem Patienten 9,4 Zähne, insgesamt waren 3115 Zähne verloren. Bei 93 % der über 20-jährigen Untersuchten zeigte sich in mindestens einem Zahnsextanten ein defizitärer parodontaler Status (PSI > 0). Bei den meisten Probanden fanden sich sowohl Zeichen einer Gingivitis als auch einer Parodontitis. 23 % der Patienten wiesen einen PSI 1, 16 % einen PSI 2, 38 % einen PSI 3 und 16 % einen PSI 4 in unterschiedlichen Sextanten auf.
Die Ergebnisse weisen auf eine erhebliche parodontale Krankheitslast sowie auf einen ausgeprägten präventiven und therapeutischen Versorgungsbedarf in der untersuchten Region hin. Trotz der eingeschränkten Übertragbarkeit der Ergebnisse aufgrund des Stichprobencharakters und der Rekrutierung in der zahnmedizinischen Ambulanz eines regionalen Krankenhauses belegt die Untersuchung eine insgesamt unzureichende Parodontalgesundheit der untersuchten Teilpopulation.},
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