Maass, Florian Alexander: Chemosensitivierung von Ovarialkarzinom-Zellen mittels nicht-invasivem Physikalischem Plasma. - Bonn, 2026. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-89664
@phdthesis{handle:20.500.11811/14095,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-89664,
doi: https://doi.org/10.48565/bonndoc-848,
author = {{Florian Alexander Maass}},
title = {Chemosensitivierung von Ovarialkarzinom-Zellen mittels nicht-invasivem Physikalischem Plasma},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2026,
month = apr,

note = {Das Ovarialkarzinom ist die dritthäufigste maligne Todesursache bei Frauen in Deutschland. Es geht mit einer schlechten Prognose einher, was unter anderem daran liegt, dass das Ovarialkarzinom meist erst in fortgeschrittenem Stadium erkannt wird. Die Therapie gestaltet sich schwierig, da es im Verlauf der Erkrankung häufig zu Therapieresistenzen kommt und sich vermehrt Rezidive bilden. Die Behandlung durch nicht-invasives Physikalisches Plasma ist eine vielversprechende Methode in der Onkologie. NIPP hat sich nicht nur bei verschiedenen Behandlungen in der Dermatologie und Zahnmedizin etabliert, sondern ist auch in der Lage verschiedene Malignitäten, wie zum Beispiel Brustkrebs, Melanome oder das OC effektiv anzugreifen. Dabei ist NIPP in der Lage Tumorzellen direkt zu inhibieren, indem die Apoptose in Tumorzellen eingeleitet wird.
Auch indirekt werden Tumore inhibiert, indem Resistenzen gegenüber anderen Therapieoptionen aufgehoben werden. NIPP hat außerdem ein sehr risikoarmes Nebenwirkungsprofil, weshalb die Behandlung recht unbedenklich ist. Die Wirkung von NIPP auf Temperatur und den pH-Wert wurde im Zuge dieser Arbeit untersucht. Die Temperatur wurde durch NIPP herabgesetzt, was auf Verdunstungskälte zurückzuführen ist. Beim pH-Wert konnten keine Veränderungen gezeigt werden. In dieser Arbeit wurde insbesondere die Wirkung von NIPP auf OVCAR3 und Skov3 Zellen des OC untersucht.
Dazu wurden in-vitro Zellkulturen behandelt. OVCAR3 Zellen stellten sich gegenüber der NIPP Behandlung als sensitiver heraus und es zeigte sich bereits ab einer Behandlungszeit von 10s eine signifikant inhibierende Wirkung (p = 0,034). An Skov3 Zellen zeigte sich diese Wirkung nach frühestens 20s Behandlungszeit (p = 0,021). Allerdings wurde in jedem Falle eine antiprolieferative Wirkung gezeigt. Eine, an Wichtigkeit zunehmende Komponente, in der Behandlung des OC sind die PARP-Inhibitoren. Diese greifen die DNA-Reparaturmechanismen der Tumorzellen an und begünstigen so deren Apoptose. Im Zuge dieser Arbeit wurden Olaparib, Niraparib und Rucaparib eingesetzt. Es wurde sowohl deren singuläre Wirkung, als auch die Kombination mit NIPP charakterisiert. Bei der Kombination von NIPP mit Olaparib und Niraparib konnte in beiden Zelllinien eine signifikant inhibierende Wirkung nachgewiesen werden (OVCAR: Ola & NIPP: p = 0,010; OVCAR: Nira & NIPP: p < 0,001; Skov3: Ola & NIPP: p < 0,001; Skov3: Nira & NIPP: p < 0,001). Beim PARP-Inhibitor Rucaparib zeigte sich eine signifikante Inhibition nur bei OVCAR3 Zellen (p = 0,001). In den hier präsentierten Ergebnissen konnten die tumorinhibierende Wirkung von PARP-Inhibitoren und NIPP gezeigt werden. Insbesondere die Kombination der beiden Wirkmechanismen zeigte vielversprechende Ergebnisse, welche auch von der vorliegenden Literatur gestützt werden. Die hier in-vitro gewonnenen Daten, legen nahe, dass NIPP auch in der Klinik eine relevante Option in der Behandlung des OC sein kann. Sowohl die präsentierten Daten, als auch erste Untersuchungen in der Literatur legen nahe, dass NIPP in der Therapie des OC in Zukunft eine wichtige Rolle einnehmen könnte.},

url = {https://hdl.handle.net/20.500.11811/14095}
}

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